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Scolonida

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Scolonida

Scolonida haswelli (Syn. Munida haswelli)

Systematik
Ordnung: Zehnfußkrebse (Decapoda)
Unterordnung: Pleocyemata
Teilordnung: Mittelkrebse (Anomura)
Überfamilie: Galatheoidea
Familie: Munididae
Gattung: Scolonida
Wissenschaftlicher Name
Scolonida
Macpherson & Baba in Machordom, Ahyong, Andreakis, Baba, Buckley, Garcia-Jimenez, McCallum, Rodríguez-Flores & Macpherson, 2022

Scolonida ist eine Gattung der Mittelkrebse mit drei rezenten Arten.[1] Eine Art kommt an der Küste Somalias vor, die anderen beiden im Süden Australiens und vor Neuseeland. Der Gattungsname ist von altgriechisch scolos ‚Dorn, Stachel‘ abgeleitet und nimmt auf das Vorhandensein protogastrischer Dornen Bezug.[2]

Der Carapax hat gerade oder leicht konvexe Seitenränder und weist deutliche Querstreifen mit nicht-irisierenden Borsten auf. Das Paar epigastrischer Dornen liegt direkt hinter den Augenstielen und ist von weiteren Dornen flankiert. Hinter den epigastrischen sind protogastrische Dornen vorhanden, der vordere Seitendorn ist deutlich. Der Kiemenrand ist mit fünf Dornen bewehrt, der Hinterrand ist glatt. Die Pterygostom-Falte ist unbewehrt und von oben nicht sichtbar. Das Rostrum (mittiger Stirnfortsatz) ist stachelartig und wird von den Überaugendornen flankiert. Zwischen beiden verlaufen seichte Längsrinnen. Das Epistom weist einen Kamm auf, der vom Seitenkamm des Munds ausgeht und seitlich bis zur Öffnung der Antennendrüse reicht. Die Somiten des Pleons weisen beborstete Querkämme auf, der vordere Kamm des zweiten und dritten Somiten ist mit Dornen bewehrt. Die hinteren Platten des Telsons sind so breit wie lang.[2]

Das thorakale Sternum ist breiter als lang und im Bereich des siebten Sterniten am breitesten. Der Übergang vom dritten zum vierten Sterniten ist schmal. Die Seitenteile des letzten Sterniten sind glatt. Die Augenstiele sind frei beweglich, die Cornea (Abschnitt mit den Facettenaugen) ist erweitert. Das erste Antennulenglied ist lang und schmal, etwa doppelt so lang wie breit und mit zwei Dornen am Ende und zwei Dornen an der Seite bewehrt. Das erste Antennenglied ist nicht mit dem Epistom verschmolzen und innenseitig nahe des Endes mit einem Dorn bewehrt. Das Ischium des schmalen dritten Maxillipeden ist verlängert. Die Scherenfinger sind kürzer als der Propodus. Die Schreitbeine (Pereiopoden 2 bis 4) sind relativ schlank und stachlig. Ihre Endglieder sind am Beugerand mit einer Reihe borstenartiger beweglicher Dornen besetzt, die von einem kleinen Fortsatz ausgehen. Das letzte Schreitbein (P4) hat eine mittlere Länge und die Verbindung zwischen Merus und Carpus reicht nicht bis an den Vorderrand des Carapax. Erstes und zweites Gonopodium sind ausgebildet.[2]

Die Gattung umfasst folgende rezente Arten:[1]

Commons: Scolonida – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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  1. 1 2 Scolonida Macpherson & Baba in Machordom, Ahyong, Andreakis, Baba, Buckley, Garcia-Jimenez, McCallum, Rodríguez-Flores & Macpherson, 2022. In: World Register of Marine Species. Abgerufen am 20. September 2026 (englisch).
  2. 1 2 3 Annie Machordom et al.: Deconstructing the crustacean squat lobster genus Munida to reconstruct the evolutionary history and systematics of the family Munididae (Decapoda, Anomura, Galatheoidea). In: Invertebrate Systematics. Band 36, 10, S. 929–970, hier S. 960, doi:10.1071/is22013 (englisch).