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Schulensee

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Eider kurz nach Ausfluss

Der See ist fischreich und wird von Pächtern befischt. Besonders Friedfische wie Rotfeder, Rotauge, Brassen und Karpfen sind häufig anzutreffen. An Raubfischen werden Hecht, Aal, Flussbarsch und Zander gefunden.

Der Schulensee ist Lebensraum für Wasservögel, Amphibien und Insekten. Fischreiher, Haubentaucher, Kanadagans und viele andere Vogelarten leben und nisten dort. Frösche und Kröten kommen vermehrt in den Bombentrichtern aus dem Zweiten Weltkrieg rund um den Schulensee vor. Bei den Wasserpflanzen sind die Seerosen dominant, die wegen der geringen Wassertiefe auf der gesamten Seefläche anzutreffen sind. Zu den dominierenden Ufergewächsen gehören Schilfrohr und Weiden. Ein Großteil des Ufers ist sehr schlammig, es gibt aber vereinzelt auch sandige Uferabschnitte.

Durch den breiteren und viel sedimentreicheren Einfluss der Eider in den See kommt es aufgrund des dünneren Ausflusses der Eider dort zu erhöhter Strömung, und somit zu keinem Absetzen des Sediments. Daher ist der Eiderausfluss aus dem Schulensee seit Jahrhunderten gleich geblieben. Zudem kommen um und im Schulensee seltene Muschelarten vor, die in Schleswig-Holstein auf der Roten Liste bedrohter Tierarten zu finden sind. Der Zufluss der Eider hält den See im Winter in weiten Gebieten eisfrei, sodass die offenen Wasserflächen von zahlreichen Wasservögeln genutzt werden.

  • Heidulf E. Müller: Die Verlandung des Schulensees. Sonderdruck aus Jahresblätter des Kommunalvereins Schulensee–Rammsee–Molfsee für 1972, Kiel 1973, S. 26–35.
Commons: Schulensee – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Albrecht Greule: Deutsches Gewässernamenbuch. Walter de Gruyter, Berlin / Boston 2014, ISBN 978-3-11-057891-1, S. 482 f., „Schulensee“ (Auszug in der Google-Buchsuche).