Scholochowski gehört zum RajonsBelokalitwinski, befindet sich gut 20km nordwestlich von dessen Verwaltungssitz Belaja Kalitwa und ist Sitz und einzige Ortschaft der Stadtgemeinde Scholochowskoje gorodskoje posselenije.
Nach der Entdeckung eines Steinkohlevorkommens in dem Gebiet gab es ab 1950 Pläne, dort Schächteabzuteufen und eine Arbeitersiedlung zu errichten. Diese wurden ab 1952 umgesetzt. Die ersten Gebäude der zunächst Maiski (abgeleitet vom Monatsnamen) beziehungsweise inoffiziell Scholochowka genannten Ortschaft entstanden 1953. Am Bau der Siedlung– zunächst in „stalinschen Stil“– waren auch Arbeiter aus Bulgarien beteiligt, woran heute unter anderem eine Dimitroff-Büste und -Straße erinnern. Am 4. August 1955 erhielt der Ort den Status einer Siedlung städtischen Typs unter der heutigen Bezeichnung nach dem Geologen, unter dessen Leitung die Kohlelagerstätte entdeckt worden war. Drei Zechen nahmen zwischen 1958 und 1964 den Betrieb auf.
Ab den 1990er-Jahren erlebte der Steinkohlenbergbau in dem Gebiet einen Niedergang, wodurch die Einwohnerzahl erheblich zurückging; das letzte Bergwerk bei Scholochowski schloss 2002.
Die nächste Bahnstation ist Gratschi, etwa 10km südwestlich, bei Kilometer71 der 1900 eröffneten Strecke von Lichaja (in Lichowskoi, heute Stadtteil von Kamensk-Schachtinski) nach Wolgograd. Eine von dort zu den Bergwerken um Scholochowski führende Güteranschlussstrecke wurde nach der Einstellung des Bergbaus auf den letzten Kilometern ab einer 5km südwestlich der Siedlung gelegenen, weiterhin betriebenen Brikettfabrik stillgelegt und abgebaut.
12Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5, S. 12–209; 11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)