Zum Inhalt springen

Schertlas

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Schertlas ist ein Gemeindeteil der Stadt Selbitz im Landkreis Hof (Oberfranken, Bayern).[2] Schertlas liegt in der Gemarkung Selbitz.[3]

Bei der Einöde entspringt ein namenloser rechter Zufluss der Selbitz. Unmittelbar nördlich des Anwesens gibt es einen ehemaligen Steinbruch, der als Geotop ausgezeichnet ist. Ein Wirtschaftsweg führt 300 Meter nördlich zur Kreisstraße HO 27, Die nordwestlich nach Selbitz zur Staatsstraße 2195 bzw. südöstlich nach Mühldorf verläuft.[4]

Benannt wurde der Ort nach einem Flurnamen. Früher gab es den „Marmorbruch auf dem Schirtlas“. Hier wurde laut dem Bergamt Naila „grauvölliger, sehr schöner Marmor mit artigen purpurroten, mehr braunen, gelben und grünen Flecken auch durchsetzenden weißen Adern“ gebrochen.[5] Die Einöde Schertlas wurde in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts auf dem Gemeindegebiet von Selbitz gegründet.[6] Der ehemalige Einzelhof dient heute als Jagdhaus.[5]

Einwohnerentwicklung

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Schertlas
Stadt Selbitz
Koordinaten: 50° 18′ N, 11° 45′ OKoordinaten: 50° 18′ 7″ N, 11° 45′ 26″ O
Höhe: 554 m ü. NHN
Einwohner: 0 (25. Mai 1987)[1]
Postleitzahl: 95152
Vorwahl: 09280
Karte
Lage von Schertlas in Selbitz
Jahr 1950196119701987
Einwohner 5200
Häuser[7] 110
Quelle [8][9][10][1]

Schertlas ist evangelisch-lutherisch geprägt und nach Selbitz gepfarrt.[9]

  • Otto Knopf: Thüringer Schiefergebirge, Frankenwald, Obermainisches Bruchschollenland : Lexikon. Ackermann-Verlag, Hof 1993, ISBN 3-929364-08-5, Sp. 552.
Commons: Schertlas – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  1. 1 2 Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 308 (Digitalisat).
  2. Gemeinde Selbitz, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 1. Mai 2025.
  3. Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 1. Mai 2025.
  4. Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 1. Mai 2025 (Die gemessenen Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).
  5. 1 2 O. Knopf: Thüringer Schiefergebirge, Frankenwald, Obermainisches Bruchschollenland, Sp. 552.
  6. Selbitz > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 1. Mai 2025.
  7. Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1950 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet.
  8. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 975 (Digitalisat).
  9. 1 2 Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 718 (Digitalisat).
  10. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 157 (Digitalisat).