Scheiblingkirchen
| Scheiblingkirchen (Marktort) Ortschaft Katastralgemeinde Scheiblingkirchen | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Pol. Bezirk, Bundesland | Neunkirchen (NK), Niederösterreich | |
| Gerichtsbezirk | Neunkirchen | |
| Pol. Gemeinde | Scheiblingkirchen-Thernberg | |
| Koordinaten | 47° 39′ 33″ N, 16° 8′ 8″ O | |
| Höhe | 373 m ü. A. | |
| Einwohner der Ortschaft | 650 (1. Jän. 2025) | |
| Fläche d. KG | 2,27 km² (31. Dez. 2023) | |
| Statistische Kennzeichnung | ||
| Ortschaftskennziffer | 05285 | |
| Katastralgemeindenummer | 23338 | |
| Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS | ||
Scheiblingkirchen ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde der Marktgemeinde Scheiblingkirchen-Thernberg im Bezirk Neunkirchen in Niederösterreich mit 650 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025).[1] Bis Ende 1970 bildete der Ort eine selbständige Ortsgemeinde.[2]
Geografie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der an der Einmündung des Schlattenbaches in die Pitten gelegene Ort wird von der Wechsel Straße durchquert, von der hier auch die Landesstraße L144 abzweigt. Am 1. April 2020 umfasste die Ortschaft 213 Adressen.[3]
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Ortsname war ursprünglich Puchberg und der Ort wurde in der Mitte des 12. Jahrhunderts erstmals genannt.
Die heutige Bezeichnung Scheiblingkirchen geht auf die kreisrunde romanische Kirche in der Ortsmitte zurück, die ab dem 14. Jahrhundert Scheiblkirchen genannt wurde, bis um 1570 diese Bezeichnung auf das gesamte Dorf überging.
Diese um 1150 erbaute, romanische Rundkirche ist mit ihren mächtigen Quadersteinen eine architektonische Besonderheit. Errichtet wurde sie von Erzbischof Eberhard I. von Salzburg und geweiht wurde sie dem hl. Rupert, der zugleich der Patron des Salzburger Domes ist.
Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 17 Häusern genannt, das über eine Pfarre und eine Schule verfügte. Die Herrschaft Frohsdorf besaß die Ortsobrigkeit, die Herrschaft Aspang übte die Landgerichtsbarkeit aus und die Herrschaft Neunkirchen besorgte die Konskription. Die Untertanen und Grundholde des Ortes gehörten den Herrschaften Frohsdorf, Seebenstein und St. Veit an der Wien.[4]
Am 1. Jänner 1971 wurde Scheiblingkirchen mit Thernberg zur Marktgemeinde Scheiblingkirchen-Thernberg vereint.[2]
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Ortsverzeichnis 2001 Niederösterreich (PDF; 4,8 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-42-0, S. 265.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Scheiblingkirchen in der Datenbank Gedächtnis des Landes zur Geschichte des Landes Niederösterreich (Museum Niederösterreich)
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2025 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2025), (ODS, 500 KB)
- 1 2 Gemeindeänderungen ab 1945. Statistik Austria, S. 41. In: Änderungen in der Verwaltungsgliederung. Statistik Austria (ZIP, 1,3 MB; Inhalt PDF); abgerufen am 30. Januar 2025.
- ↑ Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen: Österreichisches Adressregister, Stichtagsdaten vom 1.4.2020 (online)
- ↑ Joseph von Steinius: Topographischer Land-Schematismus oder Verzeichniß aller im Erzherzogthume Oesterreich unter der Enns befindlichen Ortschaften als Städte, Märkte, Schlösser, Ämter, Dörfer, Rotten und einzelne Häuser, die eigene Nahmen haben, Anzahl der Häuser sowohl, als der betreffenden Pfarren, Schulörter, Patronate, Decanate, Werbbezirke, Landgerichte, Ortsobrigkeiten, Grund- und Conscriptions-Herrschaften, dann der nächsten Poststationen zur Auf- und Abgabe der Briefe. Zweiter Band: M–Z. Verlag Anton Strauß, Wien 1822, S. 226 (Scheiblingkirchen in der Google-Buchsuche).
