Gegründet wurde Sausalitos von dem Ehepaar Gunilla und Thomas Hirschberger. Der Name Sausalitos bezieht sich auf den Ort Sausalito im US-Bundesstaat Kalifornien.[1] Das erste Restaurant öffnete 1994 in Ingolstadt.
Im März 2025 meldete Sausalitos Insolvenz an. In der Folge wurde ein erheblicher Teil des Filialnetzes geschlossen. Von ursprünglich über 40 Standorten blieben nach Angaben des Insolvenzverwalters nur noch 16 unternehmenseigene Restaurants sowie zwei von Franchise-Nehmern betriebene Filialen bestehen.
Die Schließungen betrafen unter anderem Standorte in Berlin, Düsseldorf, Köln, Hamburg, Hannover, Stuttgart, Braunschweig, Essen, Karlsruhe, Landshut, Wolfsburg und Wuppertal. Informationen über die jeweiligen Betriebseinstellungen wurden vielfach über die Social-Media-Kanäle der einzelnen Filialen veröffentlicht.
Insolvenzverwalter Michael Schuster erklärte gegenüber der Wolfsburger Allgemeinen Zeitung, dass unrentable Standorte im Rahmen des Insolvenzverfahrens nicht fortgeführt werden könnten. Als Ursachen der wirtschaftlichen Schieflage wurden rückläufige Umsätze, eine erfolglose Investorensuche, die Nachwirkungen der Corona-Lockdowns, anhaltende Inflation sowie gestiegene Energiekosten genannt. Vor der Insolvenz beschäftigte das Unternehmen rund 1000 Mitarbeiter.
Nach Angaben des Insolvenzverwalters begann die wirtschaftliche Krise von Sausalitos bereits während der COVID-19-Pandemie. Seitdem habe das Unternehmen mit rückläufigen Gästezahlen bei gleichzeitig deutlich gestiegenen Betriebs-, Energie- und Personalkosten zu kämpfen gehabt. Zudem wurde das gastronomische Konzept als nicht mehr zeitgemäß eingeschätzt; insbesondere das Tex-Mex-Angebot und die starke Ausrichtung auf Cocktailverkauf hätten zuletzt nicht mehr ausreichend Nachfrage erzeugt.
Unmittelbar nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens wurde ein Investorenprozess eingeleitet, an dem sich mehrere Interessenten aus dem Bereich der Systemgastronomie beteiligten. Eine Fortführung des Unternehmenskonzepts unter der Marke „Sausalitos“ kam jedoch nicht zustande, da kein Investor bereit war, die Restaurants im bisherigen Format zu übernehmen. Der Insolvenzverwalter sprach von Verlusten im Millionenbereich. In mehreren Städten – darunter Stuttgart – blieb eine Übernahme aus, sodass die Standorte geschlossen und zahlreiche Arbeitsplätze abgebaut wurden.[6]
Weitere Schließungen wurden angekündigt, darunter der Standort Dortmund, dessen Betrieb Ende Juli 2025 eingestellt werden sollte.[7][8]
Verbliebene Standorte (Stand: 15. Juli 2025)
- Stuttgart
- Saarbrücken
- Regensburg
- Nürnberg
- Mannheim
- Mainz
- Heilbronn
- Göttingen
- Dortmund (Schließung Ende Juli 2025 angekündigt)
- Darmstadt
- Bochum
- Bonn
- Augsburg
- München (Pasing)
- München (Sonnenstraße)
- München (Tal), geschlossen am 28. Juli 2025