Die heutige Landschaft wurde 1997 im Zuge der finnischen Gebietsreform aus dem Nordteil der Provinz Turku-Pori gebildet. Die Benennung erfolgte im Rückgriff auf die historische Landschaft Satakunta (schwedisch Satakunda), die bis 1634 als Verwaltungsprovinz des schwedischen Reiches bestand. Zur historischen Landschaft gehörte auch der Westteil von Pirkanmaa. Bis zur Verwaltungsreform von 1997 trug der mit Satakunta weitgehend deckungsgleiche Wahlkreis die Bezeichnung Turun läänin pohjoinen vaalipiiri („Nördlicher Wahlkreis der Provinz Turku“).
Die frühesten Spuren in Satakunta stammen aus der Mittelsteinzeit (6500–6000 v. Chr.) Die Besiedlung der Jungsteinzeit setzte sich bis in die Bronzezeit fort. Ab dem Ende der Stein- und während der Bronzezeit entwickelte sich Satakunta zum Kernland der westfinnischen Kultur. Die Endperiode der finnischen Steinzeit, die Kiukainen-Kultur, (finnischKiukaisten kulttuuri) ist nach einer Siedlung in Satakunta benannt. Sie liegt in Uotinmäki, das heute zu Nakkila gehört. In der Folge bestand die Bevölkerung aus Finnen, Kareliern, Samen und Tavasten.
Keulenkopf
Der 1903 in Satakunta gefundene Huittinen-Keulenkopf, (finnischHuittisten hirvenpää) ist eines der bedeutenden Steinzeitobjekte Finnlands. Der 7000 Jahre alte steinerne Hirschkopf ist 14,5 cm lang, 8,1 cm breit und 5,8 cm hoch und ein Meisterwerk der Handwerkskunst.
1952 wurden in Honkajoki Lauhala und Myllyluoma Reste mesolithischer Hütten untersucht. Auf dieser Grundlage wurde eine Rekonstruktion der Behausung für das Jyll-Lagerzentrum in Honkajoki erstellt.
Steinkreis Käräjä
Der Käräjämäki war während der Kammkeramischen Kultur bewohnt. Es ist ein Hügel am Ufer des Kokemäenjoki im Dorf Vuolte im Zentrum von Kokemäki in Satakunta. Dort befinden sich der Steinkreis Käräjä-Steine. Die Steine wurden Anfang des 20. Jahrhunderts auf den Hügel verbracht und nach dem Vorbild des Käräjämäki in Eura platziert. In der Eisenzeit wurde er als Gräberfeld genutzt.
Die Richterkreise genannten Steinkreise von Satakunta stammen aus der Eisenzeit (500 bis 400 n. Chr.) und waren charakteristisch für Südwestfinnland. Richterkreise (finnischtuomarin ympyrä) finden sich nur in den benachbarten Gemeinden Eura, Ulvila und Kokemäki in Satakunta, einer der 19 LandschaftenFinnlands.
Halkivahankivi
Der Halkivahankivi ist ein Findling der 1486 erstmals urkundlich erwähnt wurde und als Grenzstein der Gemeinden Huittinen, Kokemäki und Köyliö (heute Säkylä) in Satakunta diente. Er liegt inmitten eines fast unbewohnten, 100 Quadratkilometer großen Sumpf- und Waldgebietes. In Dokumenten ist er als Köyliö Halkivahana bekannt, und auf einer Karte von 1801 heißt er auf Schwedisch Hallki Waha Rå. Der Namensteil „vaha“ bezeichnet in Dialekten einen großen Stein, der als Grenzmarkierung verwendet wurde. Gleichnamige Steine sind aus vielen Teilen Südwestfinnlands bekannt. Der Überlieferung zufolge befinden sich auf seiner Oberfläche Gravuren, die Oberfläche des moosbedeckten Steins wurde jedoch nicht untersucht.
Beschreibung: Im von Blau und Gold geteilten Schild wird ein goldgekrönter, rotbewehrter, rotgezungter und rotgeaugter schwarzer Bär mit einem goldgegrifften silbernen Schwert in beiden Pranken von zwei silbernen siebenzackigen Sternen begleitet. Auf dem Schild ruht eine goldene Krone.
In Satakunta gibt es 16 Gemeinden, von denen sieben Städte (fettgedruckt) sind. In Klammern sind die Einwohnerzahlen per 31.Dezember 2024 angegeben.[2]