Sarling
| Sarling (Dorf) Ortschaft Katastralgemeinde Sarling | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Pol. Bezirk, Bundesland | Melk (ME), Niederösterreich | |
| Gerichtsbezirk | Melk | |
| Pol. Gemeinde | Ybbs an der Donau | |
| Koordinaten | 48° 10′ 13″ N, 15° 7′ 0″ O | |
| Höhe | 250 m ü. A. | |
| Einwohner der Ortschaft | 446 (1. Jän. 2025) | |
| Fläche d. KG | 3,56 km² (31. Dez. 2023) | |
| Statistische Kennzeichnung | ||
| Ortschaftskennziffer | 04990 | |
| Katastralgemeindenummer | 14415 | |
| Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS | ||

Sarling ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde der Stadtgemeinde Ybbs an der Donau im Bezirk Melk in Niederösterreich mit 446 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025).[1]
Geografie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das an der Donauschlinge bei Ybbs liegende Dorf wird von der Landesstraße L5320 durchquert und kann auch über die südlich verlaufende Wiener Straße erreicht werden. Am 1. April 2020 umfasste die Ortschaft 194 Adressen.[2]
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Auf dem Kirchenberg wurden Steinbeile aus der Jungsteinzeit gefunden und unterhalb der Kirche Reste einer hallstattzeitlichen Siedlung. Aus der Römerzeit stammen drei „Römersteine“ genannte Altäre, Münzen sowie ein Mithras-Heiligtum.
Im 9. Jahrhundert wurde eine einschiffige Holzkirche errichtet, wie bei den Grabungen von 1961 bis 1969 nachgewiesen werden konnte, die im beginnenden 12. Jahrhundert durch eine romanische Saalkirche ersetzt wurde. Diese wurde im Lauf der Zeit immer wieder erweitert, erhielt an der Wende von 13. zum 14. Jahrhundert ein Seitenschiff und einen Turm und in der Barockzeit einen polygonal erweiterten Chor und eine Sakristei. Um 1200 wurde sie zur Pfarrkirche erhoben, wurde dann Filialkirche von Pfarre Petzenkirchen und kam 1385 als Filialkirche an das Zisterzienserkloster Säusenstein.
Die ersten urkundlichen Erwähnungen von Sarling aus den Jahren 1183 und 1190 beziehen sich auf das nicht mehr erhaltene „Feste Haus“ in Unterhaus westlich des Ortes, das später Sitz des Raitenhaslacher Amtmannes war.
Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 25 Häusern genannt, das nach Säusenstein eingepfarrt war, wohin auch die Kinder eingeschult wurden. Die Herrschaft Säusenstein besaß die Ortsobrigkeit und besorgte die Konskription. Die Landgerichtsbarkeit wurde von der Herrschaft Peillenstein ausgeübt und die Untertanen und Grundholde des Ortes gehörten den Herrschaften Säusenstein, Erla, Matzleinsdorf, Zelking und Rottenhaus.[3]
Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in Sarling ein Gastwirt, ein Gemischtwarenhändler, ein Landmaschinenhändler, ein Schmied, zwei Schuster und einige Landwirte ansässig.[4]
Sonstiges
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In der Katastralgemeinde Sarling liegt der Bahnhof Ybbs an der Donau mit einem Aufnahmsgebäude aus dem 19. Jahrhundert und einem Eisenbahnerwohngebäude in einem ähnlichen Stil aus derselben Zeit.
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Anton Steinhauser: Administrativkarte von Niederösterreich. Blatt 59, Sektion Ybbs, 1:28.800, Hrsg: Verein für Landeskunde von Niederösterreich, in Kommission von Artaria & Co., Wien 1867–1882 (noel.gv.at [JPG; 7,7 MB]).
- Ortsverzeichnis 2001 Niederösterreich (PDF; 4,8 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-42-0, S. 220.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Sarling in der Datenbank Gedächtnis des Landes zur Geschichte des Landes Niederösterreich (Museum Niederösterreich)
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2025 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2025), (ODS, 500 KB)
- ↑ Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen: Österreichisches Adressregister, Stichtagsdaten vom 1.4.2020 (online)
- ↑ Joseph von Steinius: Topographischer Land-Schematismus oder Verzeichniß aller im Erzherzogthume Oesterreich unter der Enns befindlichen Ortschaften als Städte, Märkte, Schlösser, Ämter, Dörfer, Rotten und einzelne Häuser, die eigene Nahmen haben, Anzahl der Häuser sowohl, als der betreffenden Pfarren, Schulörter, Patronate, Decanate, Werbbezirke, Landgerichte, Ortsobrigkeiten, Grund- und Conscriptions-Herrschaften, dann der nächsten Poststationen zur Auf- und Abgabe der Briefe. Zweiter Band: M–Z. Verlag Anton Strauß, Wien 1822, S. 218 (Sarling in der Google-Buchsuche).
- ↑ Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938 PDF, Seite 438
