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Sarling

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Sarling (Dorf)
Ortschaft
Katastralgemeinde Sarling
Sarling (Österreich)
Sarling (Österreich)
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Melk (ME), Niederösterreich
Gerichtsbezirk Melk
Pol. Gemeinde Ybbs an der Donau
Koordinaten 48° 10′ 13″ N, 15° 7′ 0″ OKoordinaten: 48° 10′ 13″ N, 15° 7′ 0″ Of1
Höhe 250 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 446 (1. Jän. 2025)
Fläche d. KG 3,56 km² (31. Dez. 2023)
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 04990
Katastralgemeindenummer 14415
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS
446

BW

Aufnahmsgebäude des Bahnhofs Ybbs an der Donau

Sarling ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde der Stadtgemeinde Ybbs an der Donau im Bezirk Melk in Niederösterreich mit 446 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025).[1]

Das an der Donauschlinge bei Ybbs liegende Dorf wird von der Landesstraße L5320 durchquert und kann auch über die südlich verlaufende Wiener Straße erreicht werden. Am 1. April 2020 umfasste die Ortschaft 194 Adressen.[2]

Auf dem Kirchenberg wurden Steinbeile aus der Jungsteinzeit gefunden und unterhalb der Kirche Reste einer hallstattzeitlichen Siedlung. Aus der Römerzeit stammen drei „Römersteine“ genannte Altäre, Münzen sowie ein Mithras-Heiligtum.

Im 9. Jahrhundert wurde eine einschiffige Holzkirche errichtet, wie bei den Grabungen von 1961 bis 1969 nachgewiesen werden konnte, die im beginnenden 12. Jahrhundert durch eine romanische Saalkirche ersetzt wurde. Diese wurde im Lauf der Zeit immer wieder erweitert, erhielt an der Wende von 13. zum 14. Jahrhundert ein Seitenschiff und einen Turm und in der Barockzeit einen polygonal erweiterten Chor und eine Sakristei. Um 1200 wurde sie zur Pfarrkirche erhoben, wurde dann Filialkirche von Pfarre Petzenkirchen und kam 1385 als Filialkirche an das Zisterzienserkloster Säusenstein.

Die ersten urkundlichen Erwähnungen von Sarling aus den Jahren 1183 und 1190 beziehen sich auf das nicht mehr erhaltene „Feste Haus“ in Unterhaus westlich des Ortes, das später Sitz des Raitenhaslacher Amtmannes war.

Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 25 Häusern genannt, das nach Säusenstein eingepfarrt war, wohin auch die Kinder eingeschult wurden. Die Herrschaft Säusenstein besaß die Ortsobrigkeit und besorgte die Konskription. Die Landgerichtsbarkeit wurde von der Herrschaft Peillenstein ausgeübt und die Untertanen und Grundholde des Ortes gehörten den Herrschaften Säusenstein, Erla, Matzleinsdorf, Zelking und Rottenhaus.[3]

Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in Sarling ein Gastwirt, ein Gemischtwarenhändler, ein Landmaschinenhändler, ein Schmied, zwei Schuster und einige Landwirte ansässig.[4]

In der Katastralgemeinde Sarling liegt der Bahnhof Ybbs an der Donau mit einem Aufnahmsgebäude aus dem 19. Jahrhundert und einem Eisenbahnerwohngebäude in einem ähnlichen Stil aus derselben Zeit.

Commons: Sarling – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2025 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2025), (ODS, 500 KB)
  2. Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen: Österreichisches Adressregister, Stichtagsdaten vom 1.4.2020 (online)
  3. Joseph von Steinius: Topographischer Land-Schematismus oder Verzeichniß aller im Erzherzogthume Oesterreich unter der Enns befindlichen Ortschaften als Städte, Märkte, Schlösser, Ämter, Dörfer, Rotten und einzelne Häuser, die eigene Nahmen haben, Anzahl der Häuser sowohl, als der betreffenden Pfarren, Schulörter, Patronate, Decanate, Werbbezirke, Landgerichte, Ortsobrigkeiten, Grund- und Conscriptions-Herrschaften, dann der nächsten Poststationen zur Auf- und Abgabe der Briefe. Zweiter Band: M–Z. Verlag Anton Strauß, Wien 1822, S. 218 (Sarling in der Google-Buchsuche).
  4. Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938 PDF, Seite 438