Sarah Beaudry gab ihr internationales Debüt im Rahmen der Jugendweltmeisterschaften 2011 in Nové Město na Moravě, wo sie als beste Ergebnisse die Ränge 33 im Einzel und acht mit der kanadischen Staffel erreichte. Auch in den drei Folgejahren nahm sie an diesen Meisterschaften teil und steigerte sich stetig. Zuvor gewann sie bei den Nordamerikameisterschaften im Sommerbiathlon 2012 in Canmore mit Silber im Verfolgungsrennen hinter Rosanna Crawford ihre erste internationale Medaille, auch an den Olympischen Jugendspielen nahm sie teil und wurde ebenfalls in der Verfolgung 14. Bei den Jugendweltmeisterschaften 2013 verpasste Beaudry als Fünfte des Einzels noch knapp eine Medaille, 2014 sicherte sie sich nach einem 29. Rang im Sprint dank einer fast fehlerfreien Schießleistung im Verfolgungsrennen hinter Galina Wischnewskaja und Luise Kummer Bronze. Im Einzel wurde die Kanadierin zudem Sechste. Ihren Einstand im IBU-Cup gab Beaudry im Januar 2014 in Ridnaun und gewann als 33. des Sprints sogleich Punkte. Auch in den folgenden Wettkämpfen punktete sie und verbesserte sich bis auf einen 29. Platz. In Hochfilzen bestritt sie in der nächsten Saison ihre ersten Rennen im Weltcup und lief gemeinsam mit Megan Heinicke, Rosanna Crawford und Audrey Vaillancourt auf den zehnten Rang im Staffelwettkampf. Im Sprint verpasste sie als 62. knapp das Verfolgungsrennen. Beaudrys letzte Juniorenweltmeisterschaften verliefen weniger erfolgreich als im Vorjahr, dafür erreichte sie in Canmore als Sechste des Einzels erstmals eine Platzierung unter den besten Zehn im IBU-Cup.
Mehrere Top-20-Ergebnisse im Winter 2015/16 führten dazu, dass die Kanadierin am Saisonende wieder einen Weltcupstart bekam und als 38. des Sprints von Canmore ihre ersten Weltcuppunkte ergatterte. Auch für die Mixedstaffel bekam sie einen Startplatz und erzielte gemeinsam mit Emma Lunder, Macx Davies und Brendan Green den sechsten Rang, wobei lediglich elf Sekunden auf die Podestplätze fehlten. Daher wurde sie auch für die Weltmeisterschaften von Oslo nominiert und belegte unter anderem Rang 60 im Einzel. Nach einer ernüchternden Saison 2016/17 steigerte sich Beaudry im Folgewinter und verpasste an der Seite Carsen Campbells in Obertilliach nur knapp ihren ersten Podestplatz im IBU-Cup. Nach dem Jahreswechsel startete sie wieder im Weltcup und stellte in Oberhof als 23. des Sprints ihr klar bestes Ergebnis auf der höchsten Wettkampfebene auf. Daraufhin nahm die Kanadierin an ihren ersten Olympischen Spielen teil und belegte im Einzel Rang 29 sowie mit der Staffel Platz zehn. In den IBU-Cup-Winter 2018/19 startete sie mit zwei achten Plätzen sehr stark und wurde mit Beginn des zweiten Trimesters auch wieder in das Weltcupteam einbezogen. In Nové Město gelang ihr daraufhin mit einem zwölften Platz im Sprint ein Paukenschlag, dies sollte bis zu ihrem Karriereende das beste Individualergebnis im Weltcup bleiben.
Keine Ranglistenpunkte brachte die Weltcupsaison 2019/20; ihre beste Saisonleistung zeigte Beaudry im Staffelrennen von Hochfilzen, bei dem sie an der Seite von Megan Bankes, Nadia Moser und Emma Lunder Rang fünf erreichte und um lediglich fünf Sekunden die Podestränge verpasste. Wie schon im Vorjahr startete sie auch 2020/21 durchgehend auf der höchsten Wettkampfebene und lief insgesamt dreimal in die niedrigen Punkteränge. Die Weltmeisterschaften verliefen mit Platzierungen außerhalb der Top-50 weniger erfolgreich. Im Folgewinter verlor die 27-Jährige im läuferischen Bereich fünf Prozentpunkte und verpasste erneut fast immer Weltcuppunkte. Negativer Höhepunkt wurde der Sprint in Oberhof, den sie mit der langsamsten Kurszeit als 103. und damit letzte abschloss. Trotzdem wurde die Kanadierin für die Olympischen Spiele von Peking nominiert und erreichte zwei 80. Plätze sowie Rang zehn mit Lunder, Moser und Emily Dickson im Staffelrennen. An den Wettkämpfen nach dem Saisonhöhepunkt nahm sie nicht mehr teil.
Letztmals an den Start ging Beaudry bei den kanadischen Meisterschaften im März 2022. In deren Rahmen ließ sie zunächst verlauten, noch unsicher über den weiteren Verlauf ihrer Karriere zu sein und diese möglicherweise fortzusetzen. Schließlich gab sie jedoch im April des Jahres im Alter von 28 Jahren das Ende ihrer Sportlerlaufbahn bekannt.[1]