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Sarada Devi

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Sarada Devi

Sarada Devi (bengalisch সারদা দেবী; * als Saradamani Mukhopadhyay am 22. Dezember 1853 in Jayrambati; † 21. Juli 1920 in Kalkutta, heute Kolkata) war eine indische hinduistische spirituelle Lehrerin.[1] In der Ramakrishna-Bewegung wird sie als „Heilige Mutter“ verehrt und gilt als eigenständige Guru-Persönlichkeit, welche deren Entwicklung wesentlich beeinflusste.[1][2]

Saradamani Mukhopadhyay wurde als ältestes Kind von Shyamasundari Devi und Ramchandra Mukhopadhyay in eine arme Brahmanenfamilie im bengalischen Dorf Jayrambati geboren und erhielt keine formale Schulbildung.[1][2] Im Mai 1859 wurde sie im Alter von fünf Jahren mit dem 23-jährigen Kali-Priester Gadadhar Chattopadhyay, dem späteren Ramakrishna, verheiratet, lebte jedoch weiterhin bei ihrer Herkunftsfamilie.[1] Im März 1872 zog sie zu Ramakrishna auf das Tempelgelände von Dakshineswar und hielt sich bis 1885 abwechselnd dort und in Jayrambati auf.[1] Während seiner tödlichen Kehlkopfkrebserkrankung pflegte sie Ramakrishna bis zu seinem Tod am 16. August 1886 in Dakshineswar und Cossipore.[1] Danach lebte sie überwiegend in Jayrambati und Kalkutta, bezog 1909 eine Wohnung im Udbodhan-Gebäude in Bagbazar und starb nach wiederkehrendem Fieber kurz nach Mitternacht am 21. Juli 1920.[1][3]

Nach Ramakrishnas Tod trat Sarada Devi als spirituelle Lehrerin hervor, erteilte Männern und Frauen Mantra-Initiationen und wurde trotz fehlenden formalen Amtes von den Leitern des Ramakrishna-Ordens als maßgebliche Autorität behandelt.[1] Sie unterstützte Vivekanandas Verbindung von Spiritualität und Seva, dem selbstlosen Dienst an Bedürftigen, und förderte damit die soziale und karitative Ausrichtung der Ramakrishna-Mission.[1] Obgleich sie selbst keine Schule besucht hatte, setzte sie sich für Frauenbildung ein, inspirierte Schwester Niveditas Mädchenschule und nahm 1898 an deren Eröffnung teil.[1][4] Ihre Kontakte und gemeinsamen Mahlzeiten mit westlichen Anhängerinnen sowie ihre Ablehnung von Kastenschranken durchbrachen gesellschaftliche Konventionen; ihre Anhängerschaft hebt bis heute ihre Hinwendung zu Menschen unabhängig von Religion, Herkunft und Kaste hervor.[1][5] Ihre Lehre betonte Meditation, Mantra-Wiederholung, Selbstprüfung und eine praktisch gelebte Verbundenheit aller Menschen.[1] Auf ihre Ideale berufen sich das 1954 gegründete Frauenkloster Sri Sarada Math und die Ramakrishna-Sarada-Mission, die Bildungs-, Berufsbildungs- und Gesundheitseinrichtungen betreiben.[1][6][7] Ihre Geburtstage werden weiterhin an Orten wie Jayrambati, Bagbazar, Dakshineswar und Belur Math mit Gebeten, Gesängen und Prozessionen begangen.[8][2]

Commons: Sarada Devi – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 Jeffery D. Long: Goddess, Guru, and Sanghajanani: The Authority and Ongoing Appeal of the Holy Mother Sarada Devi. In: Religions. 21. Dezember 2023, abgerufen am 13. Juli 2026 (englisch).
  2. 1 2 3 Richa Karmarkar: On Vivekananda's 160th birthday, female monastics venerate the 'mother' of his movement. In: Religion News Service. 12. Januar 2024, abgerufen am 13. Juli 2026 (englisch).
  3. ↑ Ajanta Chakraborty; Saikat Ray: Heritage zone around Mayer Bari in Kolkata. In: The Times of India. 6. September 2013, abgerufen am 13. Juli 2026 (englisch).
  4. ↑ Sandip Banerjee: A shining example. In: Millennium Post. 4. Januar 2021, abgerufen am 13. Juli 2026 (englisch).
  5. ↑ Express News Service: Ramakrishna Mission says ‘shocked, angry’ by TMC MLA’s Maa Sarada remark. In: The Indian Express. 1. Juli 2022, abgerufen am 13. Juli 2026 (englisch).
  6. ↑ Kinsuk Basu: Pravrajika Premaprana becomes sixth president of Sarada Math and Ramakrishna Sarada Mission. In: The Telegraph. 17. Juli 2024, abgerufen am 13. Juli 2026 (englisch).
  7. ↑ Subhajoy Roy: Matri Bhavan Hospital celebrates 75 ‘healing’ years, service to man is service to God. In: The Telegraph. 17. November 2025, abgerufen am 13. Juli 2026 (englisch).
  8. ↑ My Kolkata Web Desk: In pictures: Songs, prayers and devotion mark birth anniversary of Sarada Devi. In: The Telegraph. 3. Januar 2024, abgerufen am 13. Juli 2026 (englisch).