Die Saalach entspringt in Tirol in den Kitzbüheler Alpen. Sie entfließt dem Torsee unterhalb des 2178m hohen Gamshag im Gemeindegebiet von Jochberg, knapp 1km westlich der Grenze zum Land Salzburg. Von dort fließt sie anfangs in östlicher Richtung durch das Glemmtal zuerst durch Hinterglemm, dann durch Saalbach nach Maishofen.
Fortan bildet die Saalach auf knapp drei Kilometer Länge erstmals ein Stück der deutsch-österreichischen Grenze, damit die Grenze zum bayerischen Landkreis Berchtesgadener Land und danach entlang der B21 die nordwestliche Grenze des Biosphärenreservats Berchtesgaden. Diese im Vergleich zur dem Verlauf der Salzach folgenden innerösterreichischen Verbindung zwischen Pinzgau und Flachgau wesentlich kürzere Strecke wird als Kleines Deutsches Eck bezeichnet. Dabei durchfließt sie Schneizlreuth, wo der Schwarzbach einmündet, und den recht langgestreckten aufgestauten Saalachsee. Mit dem Seewasser wird sowohl das Saalachkraftwerk als auch das 2005 direkt an der Staumauer angebaute Restwasserkraftwerk betrieben.
Nordwestlich der Berchtesgadener Alpen, bei Bad Reichenhall, öffnet sich das Tal zum Reichenhaller Becken zwischen Lattengebirge im Süden und Hochstaufen im Norden. Im Bereich der Kretabrücke vereinen sich der Ablaufkanal des Saalachkraftwerkes und das Flussbett wieder und der Fluss fließt durch die Nonner Au und Saalachau weiter in Richtung Nordosten.
Etwas weiter nördlich in Piding geht das Reichenhaller Becken in das Salzburg-Freilassinger Becken und das Alpenvorland über. Hier überquert die deutsche Bundesautobahn 8 die Saalach. Etwas flussabwärts davon bildet die Saalach entlang der deutschen B20 erneut ein etwa 11km langes Stück (bis zur Mündung) die deutsch-österreichischen Grenze, wobei sie nordostwärts durch Wals-Siezenheim nach Freilassing fließt. Die Saalach bildet auf den letzten 3km zugleich die Grenze zwischen der Stadtgemeinde Salzburg am rechten Ufer und Freilassing (D) am linken. In diesem Bereich stellt die Überquerung der deutschen B304 bzw. österreichischen B 155(Münchener Straße) eine größere und zugleich die letzte Brücke über den Fluss dar. Als autobahn- und damit autobahnvignettenfreie Verbindung nach Österreich kommt ihr große Verkehrsbedeutung zu. Am Saalachspitz in Salzburg-Liefering mündet sie in die Salzach. Die Einmündung befindet sich direkt an der Staatsgrenze auf 408m.
Das Einzugsgebiet der Saalach ist 1161,4km²[2] groß und nimmt somit 17,3 Prozent des Gesamteinzugsgebiets der Salzach bzw. 4,4 Prozent des Gesamteinzugsgebiets des Inns ein.
Alle an das Einzugsgebiet der Saalach angrenzenden Gebiete gehören ebenfalls zum Einzugsgebiet des Inns, wobei die westlich angrenzenden Gebiete über die Alz entwässern.
Zu den Zuflüssen der Saalach gehören (l=linksseitig, r=rechtsseitig):
Am Unterlauf begleitet auf der österreichischen Seite der Mühlbach (Walser Bach), eine Ausleitung von Käferheim über Wals, Siezenheim, Kleßheim, und Rott, die Saalach; auf der linken (bayerischen) Seite der Hammerauer Mühlbach, eine Ausleitung ab dem Hammerauer Werkswehr, welcher verzweigt als Hammerbach in Ainring und als Freilassinger Mühlbach in Freilassing wieder in die Saalach mündet.[8]
Im Jahr 788 wurde der Fluss („iuxta fluvium Sala“) erstmals urkundlich erwähnt.[9]
Für die Salzerzeugung in der Saline Bad Reichenhall spielte die Saalach über tausend Jahre eine wichtige Rolle. Aus den Wäldern im Einzugsgebiet der Saalach im heutigen Österreich, hauptsächlich dem Pinzgau und Tirol (Saalforste) bezog die Saline seit dem Mittelalter das Holz für die Befeuerung der Siedeöfen. Die Wasser der Saalach wurden dabei für die Holztrift des Materials aus den Saalforsten genutzt. Im Bereich des Luitpoldwehrs und der Luitpoldbrücke in der oberen Stadt von Bad Reichenhall wurde das Holz auf große Triftplätze im Bereich der heutigen Neuen Saline geleitet. Teile der ehemaligen Triftanlagen mit Ufermauern, Schleusen und dem großen Triftwehr an der Luitpoldbrücke sind heute noch erhalten und stehen unter Denkmalschutz. Die Straßennamen Fürschlachtweg, Im Hammergrund, Im Spitzgrund und Im Großen Grund erinnern noch heute an die Triftwege und Lagerplätze aus dieser Zeit. Die Trift wurde erst 1911 aufgegeben, als die Siedeöfen in der Saline mit Kohle befeuert wurden. Zu diesem Zeitpunkt wurde auch mit dem Bau der Staumauer bei Kibling für das Saalachkraftwerk begonnen.
Der kurz vor der Mündung über das Saalachwehr von Österreich nach Deutschland führende kleinere Weg wurde am 30.September 2015 von hunderten Flüchtlingen zu Fuß am Weg von Syrien und anderen Ländern nach Deutschland genutzt.[10]
↑Stichwort: Saalach – Artikel in Meyers Konversationslexikon, zitiert nach retrobibliothek.de
123zu Saalfelden: In der Schotterebene zwischen Viehhofen und Saalfelden münden auf fast 10km Strecke keinerlei nennenswerte Gewässer. Der Urslaubach mündet nach einer größeren Umleitung direkt bei der Leoganger Ache, der Harhamer Bach wenige dutzend Meter oberhalb.