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SV Stripfing

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SV Stripfing
SV Stripfing
Basisdaten
Name Sportverein Stripfing/Weiden
Sitz Deutsch-Wagram, Niederösterreich
Gründung 2. August 1951
Farben blau-gelb
Präsident Robert Wenitsch
Erste Fußballmannschaft
Cheftrainer Emin Sulimani
Spielstätte FAC-Platz
Plätze 3.000
Liga 2. Liga
2024/25 13. Platz
Heim
Auswärts

Der Sportverein Stripfing/Weiden ist ein Fußballverein aus der niederösterreichischen Gemeinde Deutsch-Wagram im Bezirk Gänserndorf. Der Verein gehört dem Niederösterreichischen Fußballverband (NÖFV) an und spielte zwischen 2023 und 2025 in der 2. Liga.

Der SV Stripfing wurde 1951 gegründet. Ohne nennenswerte Erfolge verbrachte man die ersten 50 Jahre in den Tiefen des niederösterreichischen Unterhauses. Die Saison 2007/08 beendete Stripfing auf dem sechsten Tabellenrang in der 2. Klasse, der achthöchsten Spielklasse und zugleich der niedrigsten für das Gebiet von Stripfing. In der Saison 2008/09 belegte man den 15. Rang und war somit Vorletzter. Die Saison 2009/10 beendete man als Zehnter von zwölf Vereinen. In der Saison 2010/11 wurde man hinter dem SV Gänserndorf Vizemeister der 2. Klasse Marchfeld B. In der Saison 2011/12 konnte man ohne Niederlage Meister der 2. Klasse Marchfeld werden und somit in die siebtklassige 1. Klasse aufsteigen.

In der ersten Saison in der 1. Klasse Nord verlor man ebenfalls kein einziges Spiel und stieg als Meister 2013 in die sechsthöchste Spielklasse, die Gebietsliga, auf. Dort konnte man den Erfolgslauf fortsetzen und als Meister der Gebietsliga Nord/Nordwest stieg man nach nur einer Saison 2014 in die 2. Landesliga auf.[1] Damit war der Durchmarsch von Stripfing auch beendet, die Saison 2014/15 beendete man in der 2. Landesliga Ost auf dem fünften Tabellenrang, auf Meister FCM Traiskirchen hatte man vier Punkte Rückstand.

In der Saison 2015/16 konnte man jedoch mit fünf Punkten Vorsprung auf Verfolger ASK-BSC Bruck/Leitha Meister werden und somit in die Landesliga aufsteigen. In der ersten Saison in der vierthöchsten Spielklasse belegte man den fünften Tabellenrang, mit dem Aufstieg hatte man jedoch mit 20 Punkten Rückstand auf Meister Bruck/Leitha nichts zu tun. Allerdings gewann man in dieser Saison nach einem Sieg im Finale gegen den ASK Ybbs den niederösterreichischen Cup und war somit in der Saison 2017/18 erstmals im ÖFB-Cup vertreten.[2] Dort schied man in der ersten Runde gegen den Zweitligisten SC Austria Lustenau aus. In der Liga verpasste man in der Saison 2017/18 den Meistertitel denkbar knapp: Punktegleich mit dem SV Leobendorf entschied die Tordifferenz zugunsten von Leobendorf.

Aufstieg in die Regionalliga Ost

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In der Saison 2018/19 sicherten sich die Marchfelder unter Trainer Erwin Cseh bei nur zwei Niederlagen mit einem Vorsprung von 13 Punkten vor dem Kremser SC den Meistertitel in der Landesliga. Damit stiegen sie in die Regionalliga Ost auf. Der Kader der Meistermannschaft setzte sich aus folgenden Spielern zusammen: Matthias Sadilek (26 Einsätze), Jozef Grujbár (4); Mario Fürthaler (26), Thomas Weber (26), Danijel Vukasinovic (11), Michael Popp (28), René Herbst (30), Michael Augustin (13), Jan Hofbauer (20); Patrick Haas (30), Ersan Gültekin (6), Sinan Yilmaz (25), Tomislav Juric (5), Oliver Mohr (28), Piotr Pawlowski (4), Salih Önsoy (16), Peter Hammerschmidt (1), Daniel Kalajdzic (10); Edin Salkić (10), Benjamin Sulimani (25), Ingo Klemen (14), Marco Miesenböck (27), Emanuel Rajdl (19), Miralem Nakicevic (3), Rene Kriwak (1).[3] Die erfolgreichsten Torschützen waren Benjamin Sulimani (24 Treffer), vor Marco Miesenböck (11) und Emanuel Rajdl (7).[4]

Nachdem Stripfing für die Regionalliga eine zweite Mannschaft benötigt, wurde eine Spielgemeinschaft mit dem FC Angern gebildet, die in der 1. Klasse Nord (7. Leistungsstufe) an der Meisterschaft teilnimmt.[5]

Aufstieg in die 2. Liga und Pleite

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Am 12. Mai 2023 stand der erste Meistertitel in der Regionalliga fest, nachdem der Zweitplatzierte TWL Elektra in Draßburg eine Niederlage erlitten hatte. Am 16. Mai 2023 erhielt der SV Stripfing schließlich in dritter Instanz die Lizenz für die 2. Liga und spielte damit erstmals in der Vereinsgeschichte im österreichischen Profifußball. Um die nötigen Auflagen zu erfüllen, trug der Verein seine Heimspiele fortan am FAC-Platz aus und plante einen Ausbau des eigenen Stadions.[6][7][8] Im Sommer 2023 ging der österreichische Bundesligist FK Austria Wien eine Kooperation mit dem SV Stripfing ein, um talentierten Nachwuchsspielern der Austria weiterhin Spielpraxis auf professionellem Niveau zu ermöglichen.[9] Parallel dazu trat die zweite Mannschaft der Austria, die Young Violets, nach einem Abstieg fortan in der drittklassigen Regionalliga Ost an, um Akademiespielern dort erste Erfahrungen im Erwachsenenfußball zu ermöglichen.[9]

Im März 2024 verlegte der SV Stripfing seinen Vereinssitz aus Weikendorf nach Deutsch-Wagram.[10] Die erste Saison im Profifußball schloss Stripfing auf dem 13. Tabellenplatz ab, was den Klassenerhalt bedeutete. Auch in der nachfolgenden Spielzeit 2024/25 reichte ein 13. Platz für den Klassenerhalt. Nach zwei Jahren gab die Austria im Juni 2025 bekannt, die Kooperation mit Stripfing mit sofortiger Wirkung aufzulösen.[11] Dem vorausgegangen war der Wiederaufstieg der Young Violets in die österreichische 2. Liga, womit das bisherige Kooperationsmodell nicht mehr umsetzbar war, da nun beide Teams – die Young Violets und Stripfing – in derselben Liga antreten würden.[11]

Kurz darauf gab der Verein bekannt, den Spielbetrieb seiner zweiten Mannschaft, die mittlerweile in die achtklassige 2. Klasse Marchfeld abgestiegen war, vorläufig einzustellen.[12]

Im Juli 2025 wurde die Zahlungsunfähigkeit von Erich Kirisits bekannt, der den Klub als Geldgeber von der achthöchsten Spielklasse bis in den Profifußball geführt hatte.[13] Die Insolvenz des Hauptsponsors stellt den Fortbestand des Profiklubs infrage und könnte erhebliche strukturelle und sportliche Konsequenzen nach sich ziehen.[13] Zum Zeitpunkt der Konkurseröffnung waren mögliche Konsequenzen für Verein noch nicht absehbar.[14] Im November 2025 kündigte der SV Stripfing die Einstellung des Spielbetriebs und die Einbringung eines Insolvenzantrag an.[15]

Trainerhistorie ab 2011

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Erwin Cseh führte den Verein in die Regionalliga Ost

Quelle[16]

von bis Trainer Erfolge
09.05.2011  30.06.2012  Franz Weber  Meister 2. Klasse Marchfeld
01.07.2012 30.06.2015 Werner Gössinger Meister 1. Klasse Nord, Meister Gebietsliga Nord/Nordwest
01.07.2015 25.09.2016 Günter Schießwald Meister 2. Landesliga Ost
30.09.2016 30.06.2017 Kurt Garger
01.07.2017 09.12.2017 Erwin Cseh
11.12.2017 02.05.2018 Andreas Lipa
03.05.2018 31.12.2019 Erwin Cseh Meister 1. Landesliga
01.01.2020 22.06.2020 Hannes Friesenbichler
01.07.2020 30.06.2022 Hans Kleer
01.07.2022 30.06.2023  Goran Djuricin Meister Regionalliga Ost
01.07.2023 02.01.2024 Christian Wegleitner
05.01.2024 15.04.2024 Maximilian Uhlig
15.04.2024 30.06.2024 Florian Hart
01.07.2024 11.10.2024 Iñaki Bea
14.10.2024 20.12.2024 Alexander Grünwald
01.01.2025 12.11.2025 Emin Sulimani

Stand: 9. Februar 2026[17]

Name Neuer Verein
Kerim Abazovic vereinslos
Antonio Basic TWL Elektra
Yoann Beaka FC 93 Bobigny-Bagnolet-Gagny
Clauvis Etienne Carvalho FK Austria Wien (Leih-Ende)
Mateus Cecchini Muller AA Portuguesa
Hidayet Cetinkaya SKN St. Pölten Juniors
Florian Freissegger FC Marchfeld Donauauen
Simon Furtlehner Union Mauer
Gabryel Al-Riffa SC
Luka Grasic Floridsdorfer AC II
Lukas Haubenwaller Young Violets Austria Wien (Leih-Ende)
Elvis Isaac vereinslos
Abdoulaye Kanté FK Austria Wien (Leih-Ende)
Konstantin Kerschbaumer Wiener Sport-Club
Christoph Knasmüllner FC Tulln
Luka Koblar SV Lebring
Dario Kreiker FK Dukla Prag
Darijo Pecirep Wiener Sport-Club
Jurica Poldrugač NK Rudeš
Tolgahan Sahin FC Hertha Wels
Gevorg Saribekyan SV Gloggnitz
Elias Scherf TSV Hartberg (Leih-Ende)
Anel Selimoski vereinslos
Miloš Spasić TWL Elektra
Noah Steiner FC Marchfeld Donauauen
Lars Stöckl Young Violets Austria Wien (Leih-Ende)
Rocco Sutterlüty Young Violets Austria Wien (Leih-Ende)
Jonas Überbacher Young Violets Austria Wien (Leih-Ende)
Wilhelm Vorsager Young Violets Austria Wien
  • 2011/12 Meister der 2. Klasse Marchfeld und Aufstieg in die 1. Klasse Nord (7. Leistungsstufe)
  • 2012/13 Meister der 1. Klasse Nord und Aufstieg in die Gebietsliga Nord/Nordwest (6. Leistungsstufe)
  • 2013/14 Meister der Gebietsliga Nord/Nordwest und Aufstieg in die 2. Landesliga Ost (5. Leistungsstufe)
  • 2015/16 Meister der 2. Landesliga Ost und Aufstieg in die 1. Landesliga (4. Leistungsstufe)
  • 2018/19 Meister der 1. Landesliga und Aufstieg in die Regionalliga Ost (3. Leistungsstufe)
  • 2022/23 Meister der Regionalliga Ost und Aufstieg in die 2. Liga (2. Leistungsstufe)
Commons: SV Stripfing – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Stripfing im Freudentaumel über Aufstieg meinbezirk.at, am 11. Mai 2014, abgerufen am 15. Juli 2019
  2. SV Stripfing ist Cupsieger fanreport.com, am 18. Juni 2017, abgerufen am 15. Juli 2019
  3. Transfermarkt: Kader SV Stripfing 2018/19 (abgerufen am 23. August 2019)
  4. Fußballösterreich: Torschützen 1. Landesliga 2018/19 (abgerufen am 23. August 2019)
  5. Angern soll Stripfing-Partner werden meinfussball.at, am 29. Mai 2019, abgerufen am 15. Juli 2019
  6. ÖFBL.at - Ständiges Neutrales Schiedsgericht: Klage des SV Stripfing stattgegeben. Abgerufen am 18. Mai 2023.
  7. Kehrtwende! Stripfing erhält doch die 2. Liga-Zulassung, laola.at vom 16. Mai 2023, abgerufen am 8. Oktober 2023
  8. Stadionbau des SV Stripfing: Klarheit kommende Woche?, laola.at vom 6. Oktober 2023, abgerufen am 8. Oktober 2023
  9. a b Austria startet Kooperation mit SV Stripfing, abgerufen am 8. Juli 2025
  10. Jetzt fix! SV Stripfing verlegt Vereinsstandort nach Deutsch-Wagram ligaportal.at, am 22. März 2024, abgerufen am 13. Juli 2024
  11. a b Kooperationsvertrag mit dem SV Stripfing aufgelöst, abgerufen am 8. Juli 2025
  12. Paukenschlag: Stripfing stellt den Spielbetrieb ein, abgerufen am 8. Juli 2025
  13. a b Stripfing-Sponsor Kirisits ist insolvent, abgerufen am 22. Juli 2025
  14. Sorge um Zweitligist – Finanzielle Probleme bei Gönner des SV Stripfing!, abgerufen am 22. Juli 2025
  15. SV Stripfing kündigt Liga Einstellung des Spielbetriebs an. In: DerStandard.at/APA. 3. November 2025, abgerufen am 3. November 2025.
  16. Transfermarkt.at: Mitarbeiterhistorie SV Stripfing (abgerufen am 23. August 2019)
  17. Transfermarkt.at: Transfers 2025/26 (abgerufen am 4. Juli 2023)

Koordinaten: 48° 20′ 34,8″ N, 16° 47′ 50,6″ O