Oberster Gerichtshof der Vereinigten Staaten
| Oberster Gerichtshof der Vereinigten Staaten | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Staatliche Ebene | Nation | ||||
| Stellung | Oberstes rechtsprechendes Staatsorgan | ||||
| Gründung | 1789 (Verfassung) 2. Februar 1790 (Inkrafttreten)[1] | ||||
| Hauptsitz | Supreme Court Building, Washington, D.C. | ||||
| Vorsitz | John Roberts (Chief Justice of the United States)[2] | ||||
| Website | www.supremecourt.gov | ||||
| Justice Geburtsdatum |
Ernannt von Präsident | Alter Ernannt |
Alter Jetzt |
Amtsantritt / Bisherige Amtszeitdauer | |
|---|---|---|---|---|---|
| John Roberts (Chief Justice) 27. Januar 1955 |
George W. Bush (R) | 50 | 71 | 29. Sep. 2005 21 Jahre und 24 Tage | |
| Clarence Thomas 23. Juni 1948 |
George H. W. Bush (R) | 43 | 78 | 23. Okt. 1991 35 Jahre und 0 Tage | |
| Samuel Alito 1. April 1950 |
George W. Bush (R) | 55 | 76 | 31. Jan. 2006 20 Jahre und 265 Tage | |
| Sonia Sotomayor 25. Juni 1954 |
Barack Obama (D) | 55 | 72 | 8. Aug. 2009 17 Jahre und 76 Tage | |
| Elena Kagan 28. April 1960 |
Barack Obama (D) | 50 | 66 | 7. Aug. 2010 16 Jahre und 77 Tage | |
| Neil Gorsuch 29. August 1967 |
Donald Trump (R) | 49 | 59 | 10. Apr. 2017 9 Jahre und 196 Tage | |
| Brett Kavanaugh 12. Februar 1965 |
Donald Trump (R) | 53 | 61 | 6. Okt. 2018 8 Jahre und 17 Tage | |
| Amy Coney Barrett 28. Januar 1972 |
Donald Trump (R) | 48 | 54 | 27. Okt. 2020 5 Jahre und 361 Tage | |
| Ketanji Brown Jackson 14. September 1970 |
Joe Biden (D) | 51 | 56 | 30. Juni 2022 4 Jahre und 115 Tage | |
Bedeutende Entscheidungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die folgende Tabelle listet einige bedeutende Fälle auf. Neben der Fallbezeichnung wird die Fundstelle in der amtlichen Entscheidungssammlung, den United States Reports, angegeben.
| Jahr | Fall | Zitiert | Zusammenfassung | Kommentare |
|---|---|---|---|---|
| 1793 | Chisholm v. Georgia | 2 U.S. 419 (1793) |
Rechtsstreitigkeiten zwischen einem Bundesstaat der Vereinigten Staaten und einem Bürger eines anderen Bundesstaates unterliegen der Bundesgerichtsbarkeit |
Obsolet durch den 11. Zusatzartikel. |
| 1803 | Marbury v. Madison | 5 U.S. 137 (1803) |
Der Supreme Court statuiert das Recht der Gerichte (nicht nur des Supreme Court), Gesetze des Kongresses für verfassungswidrig zu erklären. Solche Gesetze müssten nicht aufgehoben werden, sie seien vielmehr nichtig (a legislative act contrary to the Constitution is not law). |
Allgemein als die wichtigste Einzelentscheidung im amerikanischen Verfassungsrecht anerkannt. |
| 1810 | Fletcher v. Peck | 10 U.S. 87 (1810) |
Der Supreme Court stellt fest, dass auch Gesetze der einzelnen Bundesstaaten nicht von der Verfassung abweichen dürfen und notfalls vom Gericht annulliert werden können. | |
| 1819 | McCulloch v. Maryland | 17 U.S. 316 (1819) | Ein Bundesstaat darf keine Steuern auf nicht von diesem Bundesstaat ausgegebene Banknoten erheben, da die Kompetenz zum Ausgeben von Banknoten gemäß Artikel I der Verfassung beim Kongress liegt. |
Leitentscheidung zum Kompetenzverhältnis zwischen dem Gesamtstaat USA und seinen Bundesstaaten: Gesetze der Bundesstaaten dürfen auch Bundesgesetzen nicht widersprechen. |
| 1823 | Johnson v. M’Intosh | 21 U.S. 543 (1823) |
Amerikanische Ureinwohner können kein Land an Privatpersonen verkaufen. Nur der Verkauf an die Bundesregierung schafft einen gültigen Rechtstitel. | |
| 1832 | Worcester v. Georgia | 31 U.S. 515 (1832) |
Die Bundesregierung allein ist für die Beziehungen zu den amerikanischen Ureinwohnern zuständig. Bundesstaaten dürfen in deren Angelegenheiten nicht eingreifen. | |
| 1833 | Barron v. Baltimore | 32 U.S. 243 (1833) |
Die Grundrechte der Bill of Rights, hier der 5. Verfassungszusatz, sind nicht bindend für die einzelnen Bundesstaaten. |
Seit den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts wurde in Entscheidungen wie „Meyer v. Nebraska“ (1923), „Gitlow v. New York“ (1925) und diversen weiteren Fällen entschieden, dass die in der Bill of Rights enthaltenen Rechte aufgrund der Equal Protection Clause des 1868 in Kraft getretenen 14. Verfassungszusatzes auch auf die Staaten anwendbar sind. Letztmals geschah das für den 2. Zusatzartikel in McDonald v. Chicago (2010). |
| 1857 | Dred Scott v. Sandford | 60 U.S. 393 (1857) |
Schwarze können niemals Bürger der Vereinigten Staaten werden, da sie minderwertig sind und keinerlei Rechte in der Verfassung haben. |
Dieses wohl berüchtigtste Urteil in der Gerichtsgeschichte[14] wird oft als eine der Ursachen des Amerikanischen Bürgerkriegs angesehen. Durch den 13. und 14. Verfassungszusatz wurde es obsolet. |
| 1869 | Texas v. White | 74 U.S. 700 (1869) |
Bundesstaaten ist es nicht erlaubt, sich von den Vereinigten Staaten loszulösen. | |
| 1871 | United States v. Klein | 80 U.S. 128 (1871) |
Der Kongress darf keine Gesetze erlassen, die eine Begnadigung durch den Präsidenten einschränken oder rückgängig machen. | |
| 1873 | Slaughter-House Cases | 83 U.S. 36 (1873) |
Die Privileges and Immunities Clause des 14. Zusatzartikels schützt die mit der Staatsbürgerschaft der Vereinigten Staaten verbundenen Rechte vor Einschränkungen durch die Bundesregierung, nicht jedoch durch die Regierung eines Bundesstaates. |
Im Laufe des 20. Jahrhunderts hat das Gericht stattdessen nach und nach die meisten Rechte in der Bill of Rights aufgrund der Equal Protection Clause des 14. Zusatzartikels auch vor Einschränkungen durch die Bundesstaaten geschützt, zuletzt 2010 in McDonald v. Chicago. |
| 1875 | Minor v. Happersett | 88 U.S. 162 (1875) | Die Verfassung garantiert kein allgemeines Stimm- und Wahlrecht für Frauen. | Obsolet durch den 19. Verfassungszusatz |
| 1880 | Strauder v. West Virginia | 100 U.S. 303 (1880) |
Schwarze generell von Geschworenengerichten auszuschließen ist verfassungswidrig, weil es gegen den 14. Verfassungszusatz verstößt. | |
| 1890 | Late Corp. of the Church of Jesus Christ of Latter-Day Saints v. United States | 136 U.S. 67 (1890) |
Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage („Mormonen“) soll aufgelöst werden, wenn sie an der Polygamie festhält. |
Die Mormonen schafften in der Folge (abgesehen von einigen Splittergruppen) im Manifest von 1890 die Polygamie ab. Dies war auch eine Voraussetzung, welche die Gründung des Bundesstaates Utah ermöglichte. |
| 1895 | Pollock v. Farmers’ Loan and Trust Company | 157 U.S. 429 (1895) | Das Erheben einer direkten Einkommensteuer durch die Bundesregierung ist verfassungswidrig. | Als Reaktion wurde 1913 der 16. Verfassungszusatz ratifiziert, der das Urteil aufhob. |
| 1896 | Plessy v. Ferguson | 163 U.S. 537 (1896) |
Rassentrennung durch die Staaten ist erlaubt, solange die Einrichtungen für Schwarze und Weiße vergleichbar sind. |
1954 in „Brown v. Board of Education“ aufgehoben. In der US-Geschichtsschreibung werden „Dred Scott v. Sandford“ und „Plessy“ allgemein als die schlechtesten Urteile des Obersten Gerichtshofs angesehen.[14] |
| 1898 | United States v. Wong Kim Ark | 169 U.S. 649 (1898) |
Kinder, die in den USA geboren wurden, sind laut 14. Zusatzartikel automatisch Staatsbürger, auch wenn die Eltern die Staatsbürgerschaft nicht annehmen dürfen, wie hier wegen des Chinese Exclusion Act (1882) (Gesetz zum Ausschluss der Chinesen). |
DAS grundlegende Urteil über die Staatsbürgerschaft für die Kinder von Ausländern, inklusive illegalen Immigranten. |
| 1905 | Lochner v. New York | 198 U.S. 45 (1905) |
Gesetze zur Beschränkung der erlaubten Arbeitszeit sind ein verfassungsrechtlich unzulässiger Eingriff in die Vertragsfreiheit. |
Namensgebende Entscheidung für die Lochner Era, in der das Gericht in der Folge mehrere arbeits- und wirtschaftsrechtliche Gesetze der Bundesstaaten aufhob. Das Urteil wurde nie explizit aufgehoben, wird aber seit der New-Deal-Ära de facto nicht mehr angewendet. |
| 1914 | Weeks v. United States | 232 U.S. 383 (1914) |
Ausschluss- oder Sperrgrundsatz: Gewinnt die Anklagebehörde rechtswidrig Beweise gegen einen Verdächtigen, so dürfen diese nicht in einem Prozess gegen ihn verwendet werden (exclusionary rule). |
1939 in Nardone v. United States erweitert. |
| 1919 | Schenck v. United States | 249 U.S. 47 (1919) |
Der 1. Verfassungszusatz erlaubt keine Rede, die eine „offensichtliche und akute Gefahr“ (clear and present danger) darstellt. |
Berühmt wegen des prägnanten, aber täuschenden Gleichnisses in der von Justice Oliver Wendell Holmes, Jr. geschriebenen einstimmigen Entscheidung, dass diese Rede wie „in einem Theater fälschlicherweise Feuer zu schreien und Panik auszulösen“ sei (falsely shouting fire in a theater and causing a panic).
Überraschenderweise vertrat Holmes selber nur wenige Monate später in seiner Minderheitsmeinung in „Abrams v. United States“ 250 U.S. 616 (1919) eine Auffassung, die seiner Entscheidung in „Schenck“ vollkommen widersprach und die die Redefreiheit im 1. Verfassungszusatz so grundlegend definierte, wie sie heute allgemein verstanden wird. „Schenck“ wurde aber erst 1969 in „Brandenburg v. Ohio“ 395 U.S. 444 (1969) vom Gericht verworfen. |
| 1923 | Meyer v. Nebraska | 262 U.S. 390 (1923) |
Das Verbot des Unterrichts in einer modernen nicht-englischen Sprache (hier: Deutsch) verstößt gegen das Rechtsstaatsprinzip des 14. Verfassungszusatzes. |
Hier wird auf das, was man auf Deutsch die „freie Entfaltung der Persönlichkeit“ nennen würde, hingewiesen. Heute würde sich das Gericht vermutlich auf den 1. Verfassungszusatz berufen, der das Recht von Lehrern auf freie Meinungsäußerung schützt, da die Rechtsprechung im Verlauf des 20. Jahrhunderts den 1. Verfassungszusatz immer weiter auslegte.
Meyer v. Nebraska gilt daneben als der erste Fall, der Bürgerrechte mit der substantive due process-Doktrin rechtfertigte. Diese wurde im Verlauf des 20. Jahrhunderts u. a. in Griswold v. Connecticut, Roe v. Wade, Lawrence v. Texas und zuletzt Obergefell v. Hodges zur Rechtfertigung weiterer, in der Verfassung nicht explizit aufgelisteter Rechte herangezogen. |
| 1939 | Nardone v. United States | 308 U.S. 338 (1939) |
Früchte des vergifteten Baumes: Gewinnt die Anklagebehörde rechtswidrig Beweise gegen einen Verdächtigen, so dürfen diese nicht in einem Prozess gegen ihn verwendet werden (exclusionary rule). Gelangt sie durch sie zu weiteren Beweisen, so dürfen auch diese grundsätzlich nicht verwendet werden (fruit of the poisonous tree). Sie können indes zugelassen werden, wenn die Anklage beweist, dass sie einen anderweitigen legalen Ursprung haben können (clean path). |
Ausweitung und Spezifizierung von „Weeks v. United States“. |
| 1942 | Wickard v. Filburn | 317 U.S. 111 (1942) |
Die Bundesregierung kann Anbau und Herstellung von Gütern auch dann regulieren, wenn dies ausschließlich für den Eigenbedarf erfolgt. |
Bedeutende Ausdehnung der Regulationsbefugnisse der Bundesregierung unter der Commerce Clause der Verfassung. |
| 1943 | West Virginia State Board of Education v. Barnette | 319 U.S. 624 (1943) |
Die Redefreiheitsklausel des Ersten Verfassungszusatzes verbietet öffentlichen Schulen, Schüler zu zwingen, zur amerikanischen Flagge zu salutieren und den Treueschwur aufzusagen. Der 1. Zusatzartikel schützt somit auch das Unterlassen politischer, religiöser oder anderer Äußerungen und Taten („no official, high or petty, can prescribe what shall be orthodox in politics, nationalism, religion, or other matters of opinion or force citizens to confess by word or act their faith therein“). |
Die Mehrheitsmeinung in „Barnette“ gilt insbesondere durch ihre späteren Interpretationen als eine der wichtigsten und weitreichendsten Aussagen des Gerichts zu den in der Bill of Rights verankerten Grundfreiheiten. |
| 1944 | Korematsu v. United States | 323 U.S. 214 (1944) |
Die erzwungene Internierung japanischstämmiger Amerikaner durch Präsident Roosevelts Executive Order 9066 ist verfassungsrechtlich zulässig. |
Wird in der US-Geschichtsschreibung zusammen mit „Dred Scott“ und „Plessy“ allgemein als eines der schlechtesten Urteile des Obersten Gerichtshofs angesehen.[14] 2018 in „Trump v. Hawaii“ 17-965, 585 U.S. ___ (2018) aufgehoben.[15] |
| 1948 | Shelley v. Kraemer | 334 U.S. 1 (1948) |
Klauseln in Grundstücks- oder Hauskaufverträgen, dass schwarze Menschen diese nicht kaufen oder mieten dürfen, sind nicht mit dem Gleichheitsgebot des 14. Zusatzartikels vereinbar und daher nicht zulässig. | |
| 1954 | Brown v. Board of Education | 347 U.S. 483 (1954) |
Die Rassentrennung an öffentlichen Schulen ist mit dem Gleichheitsgrundsatz des 14. Zusatzartikel der Verfassung nicht vereinbar und damit verfassungswidrig. „Plessy v. Ferguson“ ist nicht mehr anwendbar. | |
| 1963 | Gideon v. Wainwright | 372 U.S. 335 (1963) |
Das Recht auf einen Verteidiger ist absolut und hängt auch nicht vom Vermögen des Angeklagten ab. Alle Regierungen müssen Anwälte für solche Fälle bereitstellen, in denen der Angeklagte einen Verteidiger nicht bezahlen kann. | |
| 1965 | Griswold v. Connecticut | 381 U.S. 479 (1965) |
Bundesstaaten können Mittel zur Schwangerschaftsverhütung nicht verbieten, da dies gegen das der Verfassung inhärente Recht auf Privatsphäre verstößt. | |
| 1966 | Miranda v. Arizona | 384 U.S. 436 (1966) |
Verdächtige, die von der Polizei vernommen werden, müssen vorher über ihr Recht zu schweigen und ihr Recht auf einen Anwalt informiert werden. | |
| 1967 | Loving v. Virginia | 388 U.S. 1 (1967) |
Das Verbot von Ehen zwischen Schwarzen und Weißen ist verfassungswidrig. | |
| 1969 | Brandenburg v. Ohio | 395 U.S. 444 (1969) |
Der 1. Verfassungszusatz erlaubt aufwieglerische Äußerungen, solange sie nicht zu gesetzlosen Handlungen (sprich Gewalt) anstacheln. „Schenck v. United States“ ist damit aufgehoben. | |
| 1971 | New York Times Co. v. United States | 403 U.S. 713 (1971) |
Die Unterdrückung von Information vor Veröffentlichung (prior restraint) ist nach dem 1. Verfassungszusatz verfassungswidrig. |
Dieses Urteil, das der New York Times und der Washington Post die Veröffentlichung der Pentagon-Papiere erlaubte, gilt zusammen mit „New York Times Co. v. Sullivan“ 376 U.S. 254 (1964) als eines der wichtigsten Urteile im Rahmen der Pressefreiheit. |
| 1972 | Furman v. Georgia | 408 U.S. 238 (1972) |
Die Anwendung der Todesstrafe ist in der Praxis willkürlich und diskriminierend und verstößt daher gegen den 8. Verfassungszusatz. |
Diese Entscheidung führte zu einem bundesweiten de-facto-Moratorium sowie zur Umwandlung von 629 Todesurteilen in lebenslange Freiheitsstrafen. Das Moratorium endete 1976 mit „Gregg v. Georgia“. |
| 1973 | Roe v. Wade | 410 U.S. 113 (1973) |
Schwangerschaftsabbruch ist ein Grundrecht als Folge des der Verfassung inhärenten Rechts auf Privatsphäre. |
1992 von „Planned Parenthood v. Casey“ als relevanter Präzedenzfall abgelöst, 2022 in „Dobbs v. Jackson Women’s Health Organization“ aufgehoben. |
| 1974 | United States v. Nixon | 418 U.S. 683 (1974) |
Grenzen der Befugnisse des Präsidenten der Vereinigten Staaten im Verhältnis zu den anderen Gewalten. | |
| 1976 | Gregg v. Georgia | 428 U.S. 153 (1976) |
Die Todesstrafe ist nicht per se eine „grausame und ungewöhnliche Strafe“ und daher legal. | |
| 1984 | Chevron U.S.A. v. Natural Resources Defense Council | 467 U.S. 837 (1984) | Lange Zeit maßgebliche Entscheidung im Bereich des Verwaltungsrechts, in der die Auslegungsbefugnis der Exekutive und deren gerichtliche Überprüfbarkeit festgelegt wurden. Die Entscheidung gab den jeweils zuständigen Exekutivbehörden einen sehr weiten Ermessensspielraum bei der Interpretation vage formulierter Gesetze. | 2024 in Loper Bright Enterprises v. Raimondo 603 U.S. ___ (2024) aufgehoben. |
| 1986 | Bowers v. Hardwick | 478 U.S. 186 (1986) |
Gesetze gegen Homosexualität verletzen nicht das in der Verfassung inhärente Recht auf Privatsphäre, da sonst „Jahrtausende moralischer Lehre beiseite geworfen würden“ (Chief Justice Warren E. Burger). |
Gesetze gegen Homosexualität wurden in der Folge von mehreren Staaten abgeschafft oder - wie 1998 vom Supreme Court of Georgia - von Gerichten aufgehoben und 2003 in „Lawrence v. Texas“ in den gesamten USA umgestoßen. |
| 1989 | Texas v. Johnson | 491 U.S. 397 (1989) |
Das Verbot des Bundesstaates Texas, die Flagge der Vereinigten Staaten zu schänden, verstößt gegen das im 1. Zusatzartikel garantierte Recht auf Redefreiheit, da dieses auch sogenannte „symbolische Reden“ schützt. |
Der daraufhin vom Kongress verabschiedete „Flag Protection Act of 1989“ wurde daher im folgenden Jahr in „United States v. Eichman“ 496 U.S. 310 (1990) als verfassungswidrig aufgehoben. Der danach vorgeschlagene neue Verfassungszusatzartikel Flag Desecration Amendment, der Flaggenschändung verbieten soll, hat bisher nicht die notwendige Zweidrittelmehrheit im Kongress gefunden. |
| 1992 | Planned Parenthood v. Casey | 505 U.S. 833 (1992) |
Für die Beurteilung der Zulässigkeit von Gesetzen zum Schwangerschaftsabbruch gilt der Undue-burden-Standard. Zusätzlich wird die Trimesterregel aus „Roe v. Wade“ durch die extrauterine Lebensfähigkeit des Fötus ersetzt. |
2022 in „Dobbs v. Jackson Women’s Health Organization“ aufgehoben. |
| 2000 | Bush v. Gore | 531 U.S. 98 (2000) |
Die damals laufenden Nachauszählungen der Präsidentschaftswahl 2000 im Bundesstaat Florida waren verfassungswidrig. |
Der Entscheid bestätigte damit das vorläufige Wahlergebnis, wonach George W. Bush dank der Elektorenstimmen Floridas zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt wurde. Das Urteil stieß auf breite Kritik, unter anderem wegen der Mehrheitsverhältnisse, da die konservativen Richter für und die liberalen Richter gegen das Urteil stimmten. |
| 2002 | Atkins v. Virginia | 536 U.S. 304 (2002) |
Die Hinrichtung von geistig behinderten Menschen ist verfassungswidrig. | |
| 2003 | Grutter v. Bollinger | 539 U.S. 306 (2003) | Affirmative Action bei der Zulassung zum Universitätsstudium ist grundsätzlich zulässig. | 2023 in Students for Fair Admissions v. Harvard aufgehoben |
| 2003 | Lawrence v. Texas | 539 U.S. 558 (2003) |
Die Kriminalisierung von homosexuellen Handlungen (und implizit von anderen in gegenseitigem Einverständnis vorgenommenen sexuellen Handlungen unter Erwachsenen, z. B. Oralverkehr) ist verfassungswidrig, da entsprechende Gesetze gegen das der Verfassung inhärente Recht auf Privatsphäre verstoßen. |
Bowers v. Hardwick wurde damit aufgehoben. |
| 2004 | Rasul v. Bush | 542 U.S. 466 (2004) |
Die auf dem Stützpunkt Guantánamo Bay auf Kuba inhaftierten mutmaßlichen Terroristen haben das Recht, vor amerikanischen Gerichten gegen ihre Inhaftierung vorzugehen. | |
| 2005 | Roper v. Simmons | 543 U.S. 551 (2005) |
Die Anwendung der Todesstrafe für zum Tatzeitpunkt minderjährige Täter verstößt gegen die Verfassung. | |
| 2005 | MGM Studios, Inc. v. Grokster, Ltd. | 545 U.S. 913 (2005) |
Hersteller von Produkten, die Verstöße gegen Copyrights unterstützen, können für Copyrightverstöße der Benutzer dieser Produkte zur Rechenschaft gezogen werden. | |
| 2006 | Hamdan v. Rumsfeld | 548 U.S. 557 (2005) |
Der Kongress hat durch die Antiterrorgesetze dem Präsidenten keine Befugnis gegeben, Militärkommissionen anstelle regulärer Gerichte aufzustellen, schon gar nicht eine Blankoermächtigung. Ein Gefangener in Guantánamo Bay kann vor einer Militärkommission nicht angeklagt und verurteilt werden. Dies verstößt gegen die Verfassung und das Kriegsrecht, namentlich das anzuwendende Gesetz über die einheitliche Militärgerichtsbarkeit (UCMJ) oder die anzuwendenden Genfer Konventionen. | |
| 2008 | Boumediene v. Bush | 553 U.S. 723 (2008) |
Die in Guantánamo inhaftierten Terrorverdächtigen haben das Recht auf Anrufung ziviler US-Gerichte (habeas corpus). | |
| 2008 | District of Columbia v. Heller | 554 U.S. 570 (2008) |
Der 2. Verfassungszusatz vermittelt ein individuelles Grundrecht auf Besitz von Feuerwaffen. | |
| 2010 | Citizens United v. Federal Election Commission | 558 U.S. 310 (2010) |
Unternehmen, Gewerkschaften und andere Gruppierungen besitzen aufgrund ihres Rechts auf freie Meinungsäußerung das Recht, politische Kandidaten unbegrenzt finanziell zu unterstützen. | |
| 2010 | McDonald v. City of Chicago | 561 U.S. 742 (2010) |
Das durch den 2. Verfassungszusatz garantierte individuelle Grundrecht auf den Besitz von Feuerwaffen ist aufgrund des 14. Verfassungszusatzes auch auf die Bundesstaaten anwendbar. |
Presser v. Illinois 116 U.S. 252 (1886) sowie anders lautende Bestimmungen in US v. Cruikshank 92 U.S. 542 (1876) wurden damit aufgehoben.
Das Gericht folgte damit seiner langjährigen Praxis, wonach die in der Verfassung verankerten Grundrechte auch für die Bundesstaaten verbindlich sind. |
| 2012 | National Federation of Independent Business v. Sebelius | 567 U.S. 519 (2012) | Eine gesetzliche Krankenversicherungspflicht für alle amerikanischen Bürger ist grundsätzlich verfassungskonform. | |
| 2013 | Association for Molecular Pathology v. Myriad Genetics | 569 U.S. 576 (2013) |
Menschliches Erbgut kann als „Produkt der Natur“ nicht patentiert werden, jedoch künstlich nachgeahmte DNA. | |
| 2013 | United States v. Windsor | 570 U.S. 744 (2013) |
Die Bundesregierung muss gleichgeschlechtliche Ehen anerkennen, die in einem Bundesstaat geschlossen wurden. | |
| 2015 | Obergefell v. Hodges | 576 U.S. 644 (2015) |
Die Bundesstaaten müssen gleichgeschlechtliche Ehen gleichberechtigt erlauben und vollumfänglich anerkennen. | |
| 2019 | Rucho v. Common Cause | 588 U.S. 684 (2019) |
Gerrymandering innerhalb eines Bundesstaates ist durch die Bundesgerichtsbarkeit nicht überprüfbar. | |
| 2020 | Bostock v. Clayton County | 590 U.S. ___ (2020) |
Die Entlassung von Arbeitnehmern, nur weil sie homosexuell oder transgender sind, verstößt gegen Abschnitt VII des Civil Rights Act of 1964. | |
| 2020 | McGirt v. Oklahoma | 591 U.S. ___ (2020) |
Für die Zwecke des Major Crimes Act hat der Kongress die Indianerterritorien im Osten Oklahomas nicht aufgehoben, weshalb in diesen Gebieten die Bundesgerichtsbarkeit in Strafsachen anzuwenden ist. |
Dies verbessert die Rechtsbeziehung zwischen Oklahoma und den Stämmen grundsätzlich zugunsten der Stämme. Ungefähr 40 % der Staatsfläche Oklahomas ist seit dem Urteil direkt der Bundesstrafgerichtsbarkeit unterstellt. |
| 2022 | NYSRPA v. Bruen | 597 U.S. ___ (2022) |
Das Tragen von Schusswaffen in der Öffentlichkeit ist ein Grundrecht, das durch den 2. Zusatzartikel zur Verfassung geschützt ist. Als Voraussetzung darf weiterhin von Antragstellern ein guter Charakter, Mindestalter und Leumundszeugnis verlangt werden, jedoch haben die Behörden beim Erteilen einer Genehmigung zum Waffentragen keinen Ermessensspielraum, sofern der Bewerber die gesetzlich definierten Voraussetzungen erfüllt. Für die Beurteilung der Verfassungsmäßigkeit von Gesetzen zum Waffenbesitz gilt der Verfassungstext in Kombination mit der Geschichte solcher Restriktionen („Text and History“). |
Hiermit wurde ein Gesetz des Bundesstaates New York aufgehoben, wonach Antragsteller für einen unbeschränkten Waffenschein ein besonderes Bedürfnis nachweisen mussten. Analoge Regelungen in den Bundesstaaten Kalifornien, Hawaii, Maryland, Massachusetts, New Jersey und Rhode Island wurden ebenfalls aufgehoben. |
| 2022 | Dobbs v. Jackson Women’s Health Organization | 597 U.S. ___ (2022) |
Die Verfassung garantiert kein Recht auf Abtreibung (5 zu 4 Mehrheit), daher werden Roe v. Wade und Planned Parenthood v. Casey aufgehoben. Die Beschränkung der Abtreibung ab der 15. Schwangerschaftswoche in Dobbs ist rechtens (6 zu 3 Mehrheit). |
Die Kompetenz zur Regelung des Schwangerschaftsabbruchs liegt damit wieder ausschließlich bei den Bundesstaaten und beim Kongress. |
| 2023 | Students for Fair Admissions v. Harvard | 600 U.S. ___ (2023) | Die Berücksichtigung der Rasse eines Studienbewerbers bei der Zulassung zum Studium (Affirmative Action) verstößt gegen das Gleichbehandlungsgebot im 14. Verfassungszusatz sowie gegen das Rassediskriminierungsverbot in Titel VI des Civil Rights Act of 1964. | University of California v. Bakke 438 U.S. 265 (1978) sowie Grutter v. Bollinger 539 U.S. 306 (2003) werden somit aufgehoben. |
| 2024 | Trump v. United States | 603 U.S. ___ (2024) | Die Verfassung gewährt ehemaligen Präsidenten absolute Immunität vor Strafverfolgung für Handlungen, die innerhalb derer verfassungsmäßigen Befugnisse liegen. Für jene offiziellen Handlungen, die nicht in den „ausschließlichen Bereich der verfassungsmäßigen Autorität“ fallen, aber dennoch in den „äußeren Bereich seiner offiziellen Verantwortung“ liegen, genießt ein Präsident zumindest eine mutmaßliche Immunität. Für inoffizielle Handlungen besteht keine Immunität. | Unter US-Verfassungsexperten,[16][17] darunter mit Sonia Sotomayor und Ketanji Brown Jackson die Minderheit des Gerichts,[18][19] herrscht mitunter die Auffassung, dass US-Präsidenten mit diesem Urteil über das Gesetz gestellt werden, da sie selbst für eigentlich strafbare Handlungen nicht mehr belangt werden können, wenn diese Amtshandlungen sind. |
| 2024 | Loper Bright Enterprises v. Raimondo | 603 U.S. ___ (2024) | Das Prinzip der Administrative Deference, wonach die Interpretation der zuständigen Exekutivbehörde für die Auslegung eines vage formulierten Gesetzes maßgeblich ist, verletzt das Prinzip der Gewaltenteilung. Nur die Judikative kann solche unbestimmten Rechtsbegriffe verbindlich interpretieren. | Chevron U.S.A. v. Natural Resources Defense Council 467 U.S. 837 (1984) wird somit aufgehoben. |
| 2025 | Trump v. CASA | 606 U.S. ___ (2025) | Von vorinstanzlichen Gerichten ausgesprochene einstweilige Verfügungen sind ausschließlich innerhalb der Jurisdiktion dieser Gerichte bindend. Vorinstanzliche Verfügungen, die bundesweit geltend wären (Universal Injunctions), sind in der Judiciary Act of 1789 nicht vorgesehen. | Das Gericht hat hierdurch dem seit der Amtszeit von Barack Obama aufgekommenen Trend, Gesetze und Verordnungen durch einen ideologisch freundlichen United States District Court bundesweit blockieren zu lassen, ein Ende gesetzt. |
Vergleich mit dem deutschen Bundesverfassungsgericht
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ein Vergleich wird oft gezogen, ist jedoch nur bedingt möglich. Das Aufgabenspektrum des Supreme Court ist weiter gefasst als das des deutschen Bundesverfassungsgerichts. Letzteres ist ein Spezialgericht außerhalb des Instanzenzugs und befasst sich mit Völker- und Verfassungsrecht, während der Supreme Court als oberste Instanz für alle Rechtsbereiche fungiert; das Bundesverfassungsgericht ist dagegen gerade keine Superrevisionsinstanz. Allerdings kann das Bundesverfassungsgericht leichter angerufen werden, da der Supreme Court fast ausschließlich Berufungsgericht für bereits in anderen Instanzen verhandelte Fälle ist.
Um ein Urteil an den Supreme Court weiterzuziehen, ist im Allgemeinen ein writ of certiorari des Gerichts erforderlich, welcher mindestens vier Richterstimmen erfordert. In den allermeisten Fällen wird beantragt, dass er ein Urteil eines United States Court of Appeals oder eines State Supreme Courts überprüft. Ob der Gerichtshof den Antrag annimmt, ist seinem Ermessen anheimgestellt: von jährlich ca. 7000–8000 Petitionen für writs nimmt er ca. 80–100 an und fällt ein Urteil; die anderen weist er ab, wodurch meist das Urteil der Vorinstanz rechtskräftig wird.[20]
Sonstiges
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Seit 1935 wird das Gericht durch eine eigene Polizeieinheit geschützt, die Supreme Court Police. Außerhalb des Gerichtsgeländes steht dem Gericht der United States Marshals Service für alle anderen Polizeiaufgaben zur Verfügung.
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Henry Julian Abraham: Justices, presidents, and senators. A history of the U. S. Supreme Court appointments from Washington to Bush II. Rowman & Littlefield, Lanham, Md. 2008, ISBN 0-7425-5895-9.
- Stephen Breyer: The Court and the World: American Law and the New Global Realities. Alfred A. Knopf, New York 2015, ISBN 978-1-101-94619-0.
- Adam Cohen: Supreme Inequality: The Supreme Court's Fifty-Year Battle for a More Unjust America. Penguin Press, New York 2020, ISBN 978-0-7352-2150-5.
- Thomas M. Hirner: Der Supreme Court der Vereinigten Staaten von Amerika (SCOTUS). In: Juristische Schulung. JuS. Bd. 50, Nr. 5, 2010, S. XLIV–XLVII (PDF; 666 kB)
- Robert Chr. van Ooyen: Amerikanische Literatur zum Supreme Court – Lücken bei der Forschung zum Bundesverfassungsgericht. In: Zeitschrift für Politikwissenschaft. Bd. 18, Nr. 4, 2008, S. 515–522, doi:10.5771/1430-6387-2008-4-515.
- David S. Tanenhaus (Hrsg.): Encyclopedia of the Supreme Court of the United States. 5 Bände. Macmillan Reference USA, Detroit MI u. a. 2008, ISBN 978-0-02-866124-7.
- Jeffrey Toobin: The Nine. Inside the secret world of the Supreme Court. Anchor Books, New York NY 2008, ISBN 978-1-4000-9679-4.
- David A. Yalof: Pursuit of Justices: Presidential Politics and the Selection of Supreme Court Nominees. University of Chicago Press, Chicago 1999, ISBN 978-0-226-94545-3.
- Jeff Yates: Popular Justice: Presidential Prestige and Executive Success in the Supreme Court. State University of New York Press, Albany 2002, ISBN 978-0-7914-5447-3.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Supreme Court of the United States (englisch)
- Offizielle Infobroschüre des Supreme Court (PDF; 1,5 MB) – deutsche Übersetzung; noch ohne die Richter Roberts und Alito
- The Supreme Court Historical Society (englisch)
- Umfassende Sammlung von Fällen, inklusive Audioaufnahmen von mündlichen Verhandlungen (englisch)
- Martin Klingst: Recht oder rechts – Präsident Bush will das wichtigste Gericht der Welt neu besetzen. In: Die Zeit, Nr. 3/2005
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ supremecourt.gov
- ↑ Oberster Gerichtshof der Vereinigten Staaten > About the Court > Justices > Biographies (engl.), aufgerufen am 16. April 2018.
- ↑ uscourts.gov: Frequently Asked Questions
- ↑ US-Senat bestätigt erste schwarze Richterin am Supreme Court. In: tagesschau.de. 7. April 2022, abgerufen am 7. April 2022.
- ↑ Ex parte McCardle, 74 U.S. 506 (1868)
- ↑ United States v. Klein, 80 U.S. 128 (1871)
- ↑ Ulrich Kühne: Amicus Curiae. Richterliche Informationsbeschaffung durch Beteiligung Dritter. Mohr Siebeck Verlag, 2015. ISBN 978-3-16-153147-7
- ↑ Rules of the Supreme Court of the United States ( vom 5. Juni 2017 im Internet Archive) (PDF) adopted April 19, 2013, effective July 1, 2013, abgerufen am 29. Juni 2017 (englisch)
- ↑ Rule 29. Brief of an Amicus Curiae Federal Rules of Appellate Procedure, abgerufen am 29. Juni 2017 (englisch)
- ↑ USA - Wie der Supreme Court die Politik bestimmt. Abgerufen am 8. Januar 2020.
- ↑ Thorsten Schröder: Supreme Court: Das Gericht ist hoch politisiert. In: Die Zeit. 8. April 2017, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 8. Januar 2020]).
- ↑ Frank Newport: In U.S., Decline of Christianity Continues at Rapid Pace. In: Pew Research Center. 17. Oktober 2019, abgerufen am 4. Februar 2021 (englisch).
- ↑ Daniel Burke: What is Neil Gorsuch’s religion? It’s complicated. CNN, 22. März 2017, abgerufen am 22. Februar 2020 (englisch).
- 1 2 3 Akhil Amar: Plessy v. Ferguson and the Anti-Canon. In: Pepperdine Law Review. Band 39, Nr. 1. Pepperdine University School of Law, Malibu 2013, S. 75–90 (englisch).
- ↑ Students for Fair Admissions v. Harvard Fussnote 3, We have since overruled Korematsu, recognizing that it was “gravely wrong the day it was decided.” Trump v. Hawaii, 585 U. S. ___, ___ (2018) (slip op., at 38). Abgerufen am 23. März 2025
- ↑ Cornelius Dieckmann: (S+) US-Verfassungsrechtlerin: »Die amerikanische Demokratie hängt am seidenen Faden«. In: Der Spiegel. 6. Juli 2024, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 8. Juli 2024]).
- ↑ Bernhard Zand: (S+) Obamas Juraprofessor Laurence Tribe: »Niemand kann garantieren, dass Donald Trump der letzte wahnsinnige, narzisstische Soziopath ist, der in Amerika an die Macht will«. In: Der Spiegel. 8. Juli 2024, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 8. Juli 2024]).
- ↑ Supreme Court rules ex-presidents have broad immunity, dimming chance of a pre-election Trump trial. In: apnews.com. 1. Juli 2024, abgerufen am 8. Juli 2024 (englisch).
- ↑ Adam Liptak: Supreme Court Says Trump Has Some Immunity in Election Case. In: The New York Times. 1. Juli 2024, ISSN 0362-4331 (nytimes.com [abgerufen am 9. Juli 2024]).
- ↑ Frequently Asked Questions: General Information - Supreme Court of the United States. Abgerufen am 23. März 2025.
Koordinaten: 38° 53′ 26,5″ N, 77° 0′ 15,6″ W




