Rupert Schick
Rupert Schick (* 1. September 1931 in Ellwangen/Jagst; † 24. Oktober 2015 in Bad Honnef) war ein deutscher Jurist und Ministerialbeamter im Deutschen Bundestag.[1]
Leben und Wirken
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Nach seiner Reifeprüfung 1951 in Ellwangen (Jagst) studierte Rupert Schick Rechtswissenschaft an der Eberhard Karls Universität Tübingen, unterbrochen von je einem Studiensemester an den Universitäten Bonn und München. Er war Mitglied der katholischen Studentenverbindungen KStV Alamannia Tübingen, KStV Arminia Bonn und KStV Rechberg Tübingen im KV.[2] 1955 legte er in Tübingen das erste juristische Staatsexamen ab und absolvierte dann als Rechtsreferendar den Vorbereitungsdienst. 1957 promovierte er an der Universität Tübingen mit einer Dissertation "Ist § 67 des Personstandsgesetzes grundrechtsmäßig?"[3] Die längste Zeit seines beruflichen Weges verbrachte Schick in der Verwaltung des Deutschen Bundestages und zwar von 1966 bis 1996, hauptsächlich in der dortigen Abteilung "Wissenschaftliche Dienste", die er zuletzt als Ministerialdirektor leitete. Er war u. a. zuständig für Sekretariate von Bundestagsausschüssen und leitete auch die "Zentralstelle für Petitionen und Eingaben". Über die Arbeit des Bundestages informierte er die Öffentlichkeit durch Publikationen, die z. T. in mehreren Auflagen erschienen.
Ausgezeichnet wurde Rupert Schick durch die Verleihung des Verdienstkreuzes am Bande, des Verdienstkreuzes 1. Klasse und des Großen Verdienstkreuzes des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Die Republik Österreich verlieh ihm das Große Goldene Ehrenzeichen.
Veröffentlichungen (Auswahl)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- (Mithrsg.): Kurt G. Wernicke u. a. (Hrsg.): Der Parlamentarische Rat 1948–1949. Akten und Protokolle. Bd. 1 – Bd. 14,2. Oldenbourg, München/Boldt, Boppard 1975–2009.
- Petitionen. Von der Untertanenbitte zum Bürgerrecht. v. Decker u. Müller, Heidelberg 1987, ISBN 3-8226-1487-4 (3. neubearb. Aufl. Hüthig, Heidelberg 1996, ISBN 3-7785-2517-4).
- Der gemeinsame Ausschuß. In: Hans-Peter Schneider (Hrsg.): Parlamentsrecht und Parlamentspraxis in der Bundesrepublik Deutschland. Ein Handbuch. de Gruyter, Berlin 1989, S. 1579–1597, ISBN 978-3-11-011077-7.
- (mit Gerhard Hahn): Wissenschaftliche Dienste des Deutschen Bundestages. 5. Aufl. Dt. Bundestag, Referat Öffentlichkeitsarbeit, Bonn 2000, ISBN 3-89372-013-5.
- (mit Michael F. Feldkamp): Wahlen. 5. aktualisierte Aufl. Dt. Bundestag, Referat Öffentlichkeitsarbeit, Berlin 2003.
- (Hrsg.): Die Bundestagspräsidenten. Amt, Funktionen, Personen. 15. Wahlperiode. 16. aktualisierte Aufl., bearb. von Michael F. Feldkamp. Olzog, München 2003, ISBN 3-7892-8128-X.
- (mit Hermann J. Schreiner): So arbeitet der Deutsche Bundestag. Organisation und Arbeitsweise; die Gesetzgebung des Bundes [15. Wahlperiode]. 17. Aufl. NDV, Neue Darmstädter Verlags-Anstalt, Rheinbreitbach 2003, ISBN 3-87576-501-X.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Traueranzeigen Rupert Schick (Deutscher Bundestag / Bundestagsverwaltung mit Würdigung seiner Arbeit u. private Anzeige der Familie, abgerufen am 24. Februar 2026).
- ↑ Kartellverband katholischer deutscher Studentenvereine: KV Jahrbuch - Die Mitglieder und die Angehörigen des KV und des ÖKV 2010, Marl 2010, S. 244.
- ↑ Eigener Lebenslauf in der Dissertation an der Universität Tübingen 1957.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Schick, Rupert |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Jurist und Ministerialbeamter im Deutschen Bundestag |
| GEBURTSDATUM | 1. September 1931 |
| GEBURTSORT | Ellwangen/Jagst |
| STERBEDATUM | 24. Oktober 2015 |
| STERBEORT | Bad Honnef |