Ruelisheim
| Ruelisheim | ||
|---|---|---|
| Staat | ||
| Region | Grand Est | |
| Département (Nr.) | Haut-Rhin / Europäische Gebietskörperschaft Elsass (68) | |
| Arrondissement | Mulhouse | |
| Kanton | Wittenheim | |
| Gemeindeverband | Mulhouse Alsace Agglomération | |
| Koordinaten | 47° 49′ N, 7° 21′ O | |
| Höhe | 221–234 m | |
| Fläche | 7,27 km² | |
| Einwohner | 2.519 (1. Januar 2023) | |
| Bevölkerungsdichte | 346 Einw./km² | |
| Postleitzahl | 68270 | |
| INSEE-Code | 68289 | |
| Website | www.mairie-ruelisheim.fr | |
Rathaus- und Schulgebäude | ||
Ruelisheim (deutsch Rülisheim) ist eine französische Gemeinde mit 2519 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im Département Haut-Rhin in der Region Grand Est (bis 2015 Elsass). Sie gehört zum Arrondissement Mulhouse und zum Kanton Wittenheim.
Geografie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Gemeinde liegt an der Ill, sieben Kilometer nördlich des Stadtzentrums von Mülhausen.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Urkundliche Ersterwähnung 1160 als Ruoleichesheim. Der Ort war schon früh im Besitz der Habsburger. Im Westfälischen Frieden 1648 kam er mit dem ganzen habsburgischen Besitz im Elsass an die französische Krone. Von 1871 bis zum Ende des Ersten Weltkrieges gehörte Rülisheim zum Reichsland Elsaß-Lothringen (Kreis Mülhausen, Bezirk Oberelsaß).Im Zweiten Weltkrieg wurde Ruelisheim bei den Kämpfen um den von den Deutschen gegen Kriegsende noch immer hartnäckig verteidigten Kessel von Colmar. weitgehend zerstört. Das Dorf erlebte seine Befreiung von der Naziherrschaft durch die 1. französische Armee unter General de Lattre de Tassigny am 3. Februar 1945.
Im Spätmittelalter wurde das Dorf mehrfach überfallen:1375 durch die "Wilden Engländer", marodierende Söldnertruppen unter Enguerrand VII. de Coucy, die im Hundertjährigen Krieg zeitweise unbeschäftigt waren, 1444 durch die ebenfalls marodierenden Armagnaken, von den Habsburgern im Kampf gegen die Eidgenossen ins Land gerufene Söldner. im Sechsplappertkrieg (1466 bis 68) bei dem der habsburgtreue Adel gegen die Stadt Mülhausen, die von den Eidgenossen unterstützt wurde, vorging und im Dreißigjährigen Krieg durch die Schweden.
Bevölkerungsentwicklung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Jahr | 1910 | 1962 | 1968 | 1975 | 1982 | 1990 | 1999 | 2008 | 2018 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 767[1] | 1175 | 1312 | 1546 | 1890 | 2653 | 2657 | 2624 | 2307 |
Bauwerke
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]-
Kirche Saint-Nicolas
-
Kapelle Notre-Dame-du-Chêne
Die dem Heiligen Nikolaus geweihte Pfarrkirche ersetzte 1783 einen mittelalterlichen Vorgängerbau, von dem die unteren Geschosse des Turns übernommen wurden.
Die Kapelle Notre-Dame-du-Chêne (Maria zur Eich) wurde 1704 errichtet, 1839 vergrößert und 2021/22 renoviert. Sie erinnert an eine alte seit 1667 existierende Wallfahrtsstätte.
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Le Patrimoine des Communes du Haut-Rhin. Flohic Editions, Band 1, Paris 1998, ISBN 2-84234-036-1, S. 658–660.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Kreis Mülhausen. Gemeindeverzeichnis 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 20. Januar 2023; abgerufen am 17. Februar 2026.
