Robert Randolph

Robert Jermaine Randolph (* 8. August 1977 in Irvington (New Jersey)[1]) ist ein amerikanischer Bluesmusiker (Pedal-Steel-Gitarre, Gesang, Songwriting).
Leben und Wirken
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Randolph begann als Jugendlicher in Orange (New Jersey) mit dem Gitarrenspiel. Dort besuchte er regelmäßig die House of God Church, eine afroamerikanische Pfingstgemeinde, die seit den 1930er-Jahren Steelgitarren im Gottesdienst einsetzte. Randolph lernte das Spielen, indem er anderen Steelgitarristen im Gottesdienst zusah. Jahre später erweiterte er von dieser spirituellen Grundlage aus in Richtung Funk und Soul und verlieh dem Instrument so ein neues Image.[2]
Anfang 2000 trat Randolph auf der Sacred Steel Convention in Florida auf, wo Jim Markel auf ihn aufmerksam wurde, der ihn dann mit seinem Freund Gary Waldman managte. Im Bowery Ballroom in Manhattan trat Randolph als Vorgruppe für die North Mississippi Allstars auf. Dann spielte er im Beacon Theatre mit Medeski, Martin & Wood. John Medeski war von seinem Spiel begeistert und nahm mit ihm und weiteren Musikern, die später alle zu den North Mississippi Allstars gehörten, ein Instrumentalalbum mit Gospel- und Blues-Elementen auf; das Album „The Word“ erschien im August 2001 und wurde von Kritikern und Publikum gefeiert.[2]
Randolph gründete daraufhin mit der Family Band seine eigene Gruppe, mit der er in den nächsten zwanzig Jahren erfolgreich tourte und sieben Alben aufnahm.[2]
David Fricke, Chefredakteur des Rolling Stone, führt Randolph in seiner Liste der 100 wichtigsten Gitarristen.[3] Er war Dauergast bei dem von Eric Clapton ausgerichteten Crossroads Guitar Festival, spielte bei Carlos Santana und 2005 auf dem Album Under Cover von Ozzy Osbourne.[4] Ab 2020 wirkte er vermehrt an Alben anderer Künstler mit, etwa Projekten von Jon Batiste (We Are, 2021), LeAnn Rimes (God's Work, 2022), Beyoncé (Cowboy Carter, 2024), Chicago (Live at 55, 2024) und William Shatner (Bill, 2021). Er trat außerdem mit Luke Combs in einer Fernsehsendung zu Ehren von Charley Pride auf, wo sie ihre Version von „Kiss an Angel Good Morning“ präsentierten, und wirkte am Soundtrack von Baz Luhrmanns Spielfilm Elvis (2022) mit.[2]
Randolph nahm 2025 mit „Preacher Kids“ sein erstes Soloalbum auf, das von Shooter Jennings produziert wurde. Es präsentierte Randolph mit einer neuen Band, deren Mitglieder – wie er selbst – Kinder von Pastoren waren. Auf diesem Album spielte er eine härtere Mischung aus Rock, Soul und Rootsmusik, ohne dabei seine Gospel-Einflüsse zu vernachlässigen.[2] 2026 erhielt es den Grammy in der Kategorie Best Contemporary Blues Album.[5]
Diskographische Hinweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- The Word: The Word (Ropeadope Records 2001, mit Chris Chew, Cody Dickinson, John Medeski, Luther Dickinson)
- Robert Randolph Presents the Slide Brothers (Concord Records 2013)
- The Word: Soul Food (Vanguard 2015, mit Chris Chew, Cody Dickinson, John Medeski, Luther Dickinson)
- Preacher Kids (Sun Records 2025)
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Webpräsenz
- Robert Randolph bei Discogs
- Robert Randolph Band. In: BR-Klassik. 24. März 2023.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Bob Eagle, Eric S. LeBlanc: Blues - A Regional Experience. Praeger Publishers, Santa Barbara 2013, S. 265.
- 1 2 3 4 5 Mark Deming: Robert Randolph Biography. In: Allmusic. Abgerufen am 2. Juni 2026 (englisch).
- ↑ David Fricke: 100 Greatest Guitarists: David Fricke’s Picks. In: Rollingstone.com. 3. Dezember 2010, abgerufen am 2. Juni 2026 (englisch).
- ↑ Daniel Böhm: Robert Randolph & The Family Band Brighter Days. In: Rocks. 2019, abgerufen am 2. Juni 2026.
- ↑ Robert Randolph. In: Grammy Datenbank. Abgerufen am 2. Juni 2026 (englisch).
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Randolph, Robert |
| ALTERNATIVNAMEN | Randolph, Robert Jermaine |
| KURZBESCHREIBUNG | amerikanischer Bluesmusiker (Pedal Steel Guitar, Gesang, Songwriting) |
| GEBURTSDATUM | 8. August 1977 |
| GEBURTSORT | Irvington (New Jersey) |