Zum Inhalt springen

Rob Zombie

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Rob Zombie beim Ozzfest 2007

Rob Zombie (* 12. Januar 1965 in Haverhill, Massachusetts; gebürtig Robert Bartleh Cummings) ist ein US-amerikanischer Rockmusiker, Regisseur und Comicautor.

Nachdem Rob Zombie um 1985 nach New York gezogen war, wurde er Frontmann und Sänger der Band White Zombie, die ihren Namen von dem Horrorfilm White Zombie mit Bela Lugosi übernommen hat. Daneben jobbte er u. a. für ein Pornomagazin, eine Kinder-TV-Produktion und als Fahrradkurier.

Zombie arbeitet seit 1996 nur noch als Solokünstler, nachdem er schon 1994 einige Soloprojekte begonnen hatte – unter anderem komponierte er die Musik zum Film Private Parts. Stilistisch ist seine Musik dem Industrial Metal zuzuordnen und vereint eingängige, melodische Gitarrenriffs mit Industrial-Rhythmen und elektronischen Effekten. Seine Texte beinhalten meist Motive aus dem Horror-Genre.

Live im Jahr 2011

Zombie produzierte 2003 mit Johnny Ramone die Kompilation A Tribute to the Ramones, u. a. mit Ramones-Coverversionen von Metallica, den Red Hot Chili Peppers, Marilyn Manson und ihm selbst.

Er führte bei den Videoclips seiner Band immer selbst Regie (mit Ausnahme des Videos zu „Thunderkiss ’65“), welche auf der Best-of-CD Past, Present & Future als Bonus zu sehen sind. Außerdem führte er Regie beim ersten, winterlich thematisierten, der beiden Musikvideos zu Dreamer von Ozzy Osbourne. 2003 erschien sein erster Film House of 1000 Corpses, der trotz seiner anfänglichen Schwierigkeiten, einen Verleih zu finden, zu einem großen Erfolg wurde. Im Jahr 2005 erschien mit The Devil’s Rejects sein zweiter Film, eine lose Fortführung der Geschichte von House of 1000 Corpses. Außerdem wirkte er beim Kinofilm Beavis und Butt-Head machen’s in Amerika mit. Er kreierte die Sequenz des mit Halluzinationen erfüllten Drogentrips, den Beavis in einer Wüste erlebt.

2005 erschien die „Deluxe Edition“ seines Albums Hellbilly Deluxe. Sein Album Educated Horses erschien am 28. März 2006 und hat seinen Stil etwas geändert. Im Jahr 2010 erschien Hellbilly Deluxe 2, welches musikalisch eine Mischung aus seiner ersten und letzten Scheibe ist. Ab Anfang 2010 ging Zombie mit Alice Cooper auf eine ausgedehnte US-Tour, auf die 2011 auch einige Europakonzerte folgten.

2007 drehte Rob Zombie ein Remake von John Carpenters Halloween aus dem Jahre 1978. Bei diesem Film führte er Regie, war Produzent und schrieb das Drehbuch basierend auf dem Originaldrehbuch von John Carpenter und Debra Hill. 2009 folgte die Fortsetzung Halloween 2, die nicht mehr als eigentliche Neuverfilmung gelten kann, da er mit dieser Fortsetzung ausschließlich an seinen ersten Teil anknüpft und in gewisser Weise eine eigene Geschichte bzw. Weiterführung kreiert. 2007 drehte er zudem den Fake-Trailer Werewolf Women of the S.S. für Quentin Tarantinos Death Proof – Todsicher.[1] Zombie schrieb zudem bereits 2008 das Script Tyrannosaurus Rex, welches in Auszügen in einem Comic veröffentlicht wurde, eine Filmumsetzung ist jedoch nicht geplant.[2]

Rob Zombie am Nova Rock 2014

Rob Zombie führte 2010 auch einmalig Regie bei der weltweit populären und erfolgreichen Krimi-Fernsehserie CSI: Miami. Er inszenierte die Episode L. A. (deutsch Schatten einer Schuld), in der auch die bekannten Filmschauspieler Malcolm McDowell, Michael Madsen und William Forsythe mitspielen. Erstausstrahlung in den USA war der 1. März 2010. Weitere Regiearbeiten vor allem im Horrorbereich folgten. 2022 drehte er mit The Munsters eine Neuauflage der Serie The Munsters.

Rob Zombie ist seit 2002 mit Sheri Moon Zombie verheiratet, mit der er zu diesem Zeitpunkt bereits neun Jahre liiert war. Sie war oft das Cover-Girl auf seinen Alben und wirkte auch teilweise in seinen Videoclips mit. Außerdem verkörperte sie in den beiden Filmen Haus der 1000 Leichen und The Devil’s Rejects die Rolle der Baby Firefly. Rob Zombie ist der ältere Bruder von Spider One, dem Frontmann der Band Powerman 5000.

Im Jahr 2011 war Rob Zombie auf Deutschland-Tour. Die Tour begann mit einem Special-Guest-Auftritt beim Rock am Ring – es folgten noch Oberhausen, Berlin und Hamburg. Dies war die erste Tour seit 13 Jahren in Deutschland.

Nebenbei ist Rob Zombie auch als Comicautor beschäftigt. Zwei Werke sind im Dark Horse Verlag erschienen: The Nail und Bigfoot. 2012 zeichnete er das Album-Cover für God Told Me To von John 5.[3] Zombie kündigte im Juni 2012 Broad Street Bullies an, welches in seiner Story die 1970er Jahre des Eishockeyvereines der Philadelphia Flyers erzählt.[4]

Mit White Zombie

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[5]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
 DE  AT  CH  UK  US
1998 Hellbilly Deluxe AT42
(1 Wo.)AT
UK37
Silber
Silber

(3 Wo.)UK
US5
Dreifachplatin
×3
Dreifachplatin

(66 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 25. August 1998
2001 The Sinister Urge US8
Platin
Platin

(36 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 13. November 2001
2006 Educated Horses UK90
(1 Wo.)UK
US5
(20 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 28. März 2006
2010 Hellbilly Deluxe 2 DE82
(1 Wo.)DE
AT72
(1 Wo.)AT
CH64
(1 Wo.)CH
UK65
(1 Wo.)UK
US8
(12 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 2. Februar 2010
2013 Venomous Rat Regeneration Vendor DE60
(1 Wo.)DE
AT38
(1 Wo.)AT
CH97
(1 Wo.)CH
UK33
(2 Wo.)UK
US7
(11 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 23. April 2013
2016 The Electric Warlock Acid Witch Satanic Orgy Celebration Dispenser DE40
(1 Wo.)DE
AT40
(1 Wo.)AT
CH43
(1 Wo.)CH
UK25
(1 Wo.)UK
US6
(4 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 29. April 2016
2021 The Lunar Injection Kool Aid Eclipse Conspiracy DE4
(2 Wo.)DE
AT23
(1 Wo.)AT
CH12
(1 Wo.)CH
UK24
(1 Wo.)UK
US9
(2 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 12. März 2021
Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartsChartplatzierungen[5]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
 US
2007 Zombie Live US57
(2 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 23. Oktober 2007
2015 Spookshow International: Live US118
(1 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 24. Februar 2015
Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[5]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
 UK  US
2003 Past, Present & Future UK
Silber
Silber
UK
US11
Platin
Platin

(26 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 23. September 2003
mit DVD
2006 The Best of Rob Zombie: 20th Century Masters The Millennium Collection US166
Gold
Gold

(3 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 10. Oktober 2006
Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartsChartplatzierungen[5]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
 US
1999 American Made Music to Strip By US38
(6 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 26. Oktober 1999
Remix-Album von Hellbilly Deluxe
2012 Mondo Sex Head US45
(1 Wo.)US
Erstveröffentlichung: 6. August 2012

Singles (Auswahl)

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Jahr Titel
Album
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartsChartplatzierungen[5]
(Jahr, Titel, Album, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
 UK
1998 Dragula
Hellbilly Deluxe
UK44
Gold
Gold

(2 Wo.)UK
Erstveröffentlichung: 24. August 1998
Jahr Titel
Album
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartsChartplatzierungen[5]
(Jahr, Titel, Album, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
 US
2014 The Zombie Horror Picture Show US57
(… Wo.)Template:Charttabelle/Wartung/vorläufig/2014US
Erstveröffentlichung: 19. Mai 2014

Beiträge zu Soundtracks

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • 1997: Musik zu Quake II
  • 1999: End of Days OST
  • 1999: The Matrix OST
  • 2002: The Electro-Industrial Tribute to Rob Zombie (Tributealbum zu Ehren Rob Zombies)
  • 2003: House of 1000 Corpses OST
  • 2003: Need for Speed – Underground OST
  • 2005: The Devil’s Rejects OST
  • 2006: Flatout 2 OST
  • 2007: The Haunted World of El Superbeasto OST
  • 2007: Grindhouse OST
  • 2007: Halloween OST
  • 2009: Punisher: War Zone OST

Auszeichnungen für Musikverkäufe

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Goldene Schallplatte

  • Kanada Kanada
    • 2000: für das Album American Made Music to Strip by
    • 2001: für das Album The Sinister Urge
    • 2004: für das Album Past, Present & Future

Platin-Schallplatte

  • Neuseeland Neuseeland
    • 2023: für die Single Dragula

2× Platin-Schallplatte

  • Kanada Kanada
    • 1999: für das Album Hellbilly Deluxe

Anmerkung: Auszeichnungen in Ländern aus den Charttabellen bzw. Chartboxen sind in ebendiesen zu finden.

Land/RegionAus­zeich­nung­en für Mu­sik­ver­käu­fe
(Land/Region, Aus­zeich­nungen, Ver­käu­fe, Quel­len)
Silber Gold Platin Ver­käu­fe Quel­len
 Kanada (MC)0! S 3× Gold3 2× Platin2350.000musiccanada.com
 Neuseeland (RMNZ)0! S0! G Platin130.000radioscope.co.nz
 Vereinigte Staaten (RIAA)0! S Gold1 5× Platin55.500.000riaa.com
 Vereinigtes Königreich (BPI) 2× Silber2 Gold10! P520.000bpi.co.uk
Insgesamt  2× Silber2  5× Gold5  8× Platin8
Commons: Rob Zombie – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. Rob Zombie Offers Updates on Werewolf Women of the S.S. and Tyrannosaurus Rex
  2. Rob Zombie Interview: Talks Upcoming Projects and Why Musicians Are Horrible Actors
  3. Radio 66.6 More Ghoulish Happenings in the Music World
  4. Rob Zombie Targets Philadelphia Flyers Hockey Team For Feature ‘Broad Street Bullies’
  5. a b c d e f Chartquellen: Deutschland Österreich Schweiz Großbritannien USA