Ringerike
| Wappen | Karte | ||
|---|---|---|---|
| Basisdaten | |||
| Staat: | |||
| Kommunennummer: | 3305 | ||
| Provinz (fylke): | Buskerud | ||
| Verwaltungssitz: | Hønefoss | ||
| Koordinaten: | 60° 11′ N, 10° 13′ O | ||
| Fläche: | 1.555,10 km² | ||
| Einwohner: | 31.942 (1. Jan. 2026)[1] | ||
| Bevölkerungsdichte: | 21 Einwohner je km² | ||
| Sprachform: | Bokmål | ||
| Webpräsenz: | |||
| Verkehr | |||
| Straße: | Europastraße 16 | ||
| Bahnanschluss: | Bergensbanen Randsfjordbanen | ||
| Politik | |||
| Bürgermeister: | Runar Johansen (H) (2023) | ||
| Lage in der Provinz Buskerud | |||
| Jahr | Einwohnerzahl[9] | Veränderung | |
|---|---|---|---|
| Anzahl | Prozent | ||
| 1980 | 26.856 | — | — |
| 1990 | 27.275 | +419 | +1,6 % |
| 2000 | 27.917 | +642 | +2,4 % |
| 2010 | 28.806 | +889 | +3,2 % |
| 2020 | 30.641 | +1.835 | +6,4 % |
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ringerike wurde bereits früh besiedelt. Es gibt archäologische Funde, die bis in die Steinzeit zurückreichen. Nordwestlich von Hønefoss befinden sich Hügelgräber aus der Eisenzeit. Hønefoss erhielt im Jahr 1852 den Status als Kjøpstad und damit die vollen Handelsprivilegien. Es folgte daraufhin ein größerer Anstieg der Einwohnerzahl in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.[4]
Die Kommune Ringerike entstand zum 1. Januar 1964, als die Kommunen Hønefoss, Tyristrand, Hole, Norderhov, Ådal und ein Teil der Kommune Krødsherad fusioniert wurden. Norderhov brachte 15.143, Hønefoss 4453, Ådal 3442, Hole 3184, Tyristrand 1714 und Krødsherad 42 Einwohner in die Kommune Ringerike ein. Der neue Gemeindename Ringerike war zuvor schon lange als Name für die Landschaft genutzt worden. Zum 1. Januar 1977 wurde Hole wieder von Ringerike abgespalten und eine eigenständige Kommune. In Hole lebten zu diesem Zeitpunkt 3915 Personen. Ringerike verblieb mit 26.420 Einwohnern.[10] Nach der landesweiten Regionalreform gehörte Ringerike von 2020 bis 2023 zum Fylke Viken.[11]
Wirtschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Für die lokale Wirtschaft ist der Dienstleistungssektor von größerer Bedeutung. Dies liegt einerseits daran, dass Hønefoss die Position als Handels- und Dienstleistung für die Region einnimmt und auch der Tourismus von größerer Bedeutung ist. In der Industrie war lange die Holzverarbeitung dominierend. Durch die Schließung der Follum Fabrikker im Jahr 2012 ging ihre Bedeutung stark zurück. Seitdem ist vor allem die mechanische Industrie ein wichtiger Industriezweig in Ringerike. Nur wenige der Arbeitsplätze sind in der Land- und Forstwirtschaft verortet. Für die Landwirtschaft ist der Anbau von Getreide, Gartenbau sowie die Haltung von Rindern, Schweinen und Hühnern typisch. In Hønefoss liegt der Hauptsitz der norwegischen Kartografiebehörde, dem Kartverket.[4]
In der Kommune befinden sich mehrere Wasserkraftwerke. Das Kraftwerk Hofsfoss wurde 1978 in Betrieb genommen und hatte zwischen 1991 und 2020 eine mittlere Jahresproduktion von etwa 155 GWh. Es nutzt eine Fallhöhe von rund 27 Metern in der Begna aus.[12] Das Kraftwerk Hønefoss, das 1920 in Betrieb genommen wurde, hatte im selben Zeitraum eine mittlere Jahresproduktion von etwa 124 GWh. Die Fallhöhe liegt bei rund 22 Metern.[13]
Im Jahr 2021 arbeiteten von rund 15.270 Arbeitstätigen etwa 10.280 in Ringerike selbst. Über 1000 Personen pendelten in die Kommune Oslo, jeweils über 500 nach Hole und Bærum. Zugleich pendelten über 1000 Personen aus Jevnaker nach Ringerike.[14]
Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Straßenverkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Hønefoss ist ein bedeutender Verkehrsknotenpunkt für die Region. Durch die Kommune führt die Europastraße 16 (E16), die Norwegen in Ost-West-Richtung durchquert und unter anderem die Straßenverbindung zwischen den beiden größten norwegischen Städten, Oslo und Bergen, herstellt. Zwischen der Nordgrenze Ringerikes und Hønefoss verläuft die E16 weitgehend entlang der Begna. Bei Hønefoss unterteilt sich die Straße in zwei Arme: Ein Arm führt in den Osten, der andere in den Süden. Der östliche Zweig stellt die Verbindung zum Flughafen Oslo-Gardermoen her. Der südliche Zweig führt nach Sandvika in der Kommune Bærum und damit in das Osloer Stadtgebiet.[2]
In Hønefoss treffen sowohl der Riksvei 7 als auch der Riksvei 350 auf die E16. Der Riksvei 7 führt von Hønefoss aus durch das Soknedalen in den Nordwesten. Der Riksvei 350 verläuft von Hønefoss aus in den Südwesten und stellt unter anderem die Anbindung an die Stadt Hokksund her.[2]
Schienenverkehr
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Der erste Bahnhof in Hønefoss wurde 1868 eröffnet, als die Randsfjordbanen fertigstand. Das heutige Bahnhofsgebäude besteht seit 1909 und wurde zur Eröffnung der Bergensbanen gebaut. Der Abstand zum Osloer Hauptbahnhof beträgt rund 90 Kilometer.[15]
Mit der Ringeriksbanen ist eine Erweiterung der Bergensbanen von Hønefoss nach Sandvika geplant. Sie soll die Reisezeit zwischen Bergen und Oslo um etwa eine Stunde verkürzen.[16][17]
Name und Wappen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das seit 1967 offizielle Wappen der Kommune zeigt einen goldenen Ring auf rotem Hintergrund. Der Ring ist ein Symbol für die Einheit des Gebiets, das seit dem Mittelalter eine eigenständige Einheit bildet.[4] Der Name leitet sich vom altnordischen Namen (H)ringaríki ab, der sich aus dem Volksnamen (h)ringar und ríki (deutsch „Reich“) zusammensetzt. Der Ursprung und die Bedeutung des Volksnamens ist nicht gesichert.[18]
Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Fredrik Wilhelm Gomnaes (1868–1925), Komponist
- Bjørn Rørholt (1919–1993), Ingenieur, Offizier und Widerstandskämpfer
- Mads Kaggestad (* 1977), Radrennfahrer
- Tora Berger (* 1981), Biathletin
- Sølve Jokerud Strand (* 2000), Skispringer
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Kommune Ringerike im Store norske leksikon (norwegisch)
- Fakten über Ringerike beim Statistisk sentralbyrå (norwegisch)
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ 07459: Population, by region, contents and year. In: ssb.no. Statistisk sentralbyrå, abgerufen am 7. März 2026 (englisch).
- 1 2 3 4 5 Ringerike kommune. In: Norgeskart. Abgerufen am 26. Januar 2025 (norwegisch).
- ↑ 09280: Area of land and fresh water, by municipality (km²) (M). In: ssb.no. Statistisk sentralbyrå, abgerufen am 26. Januar 2025 (englisch).
- 1 2 3 4 5 Geir Thorsnæs, Per Roger Lauritzen: Ringerike. In: Store norske leksikon. Abgerufen am 26. Januar 2025 (norwegisch).
- ↑ Høgaste fjelltopp i kvar kommune. Kartverket, abgerufen am 26. Januar 2025 (norwegisch).
- ↑ Population and land area in urban settlements. Statistisk sentralbyrå, 20. November 2025 (englisch).
- ↑ Innbyggjarnamn. Språkrådet, abgerufen am 26. Januar 2025 (norwegisch).
- ↑ Forskrift om språkvedtak i kommunar og fylkeskommunar (språkvedtaksforskrifta). In: Lovdata. Abgerufen am 26. Januar 2025 (norwegisch).
- ↑ Population. 06913: Population 1 January and population changes during the calendar year (M) 1951 - 2025. In: ssb.no. Abgerufen am 24. Februar 2026 (englisch).
- ↑ Dag Juvkam: Historisk oversikt over endringer i kommune- og fylkesinndelingen. (PDF) In: Statistisk sentralbyrå. 1999, abgerufen am 26. Januar 2025 (norwegisch).
- ↑ Nye kommune- og fylkesnummer fra 2020. In: regjeringen.no. 27. Oktober 2017, abgerufen am 16. Januar 2025 (norwegisch).
- ↑ Hofsfoss. In: NVE. Abgerufen am 26. Januar 2025 (norwegisch).
- ↑ Hønefoss. In: NVE. Abgerufen am 26. Januar 2025 (norwegisch).
- ↑ Pendlingsstrømmer. Statistics Norway, abgerufen am 26. Januar 2025 (norwegisch).
- ↑ Hønefoss stasjon. In: Bane Nor. Abgerufen am 26. Januar 2025 (norwegisch).
- ↑ Bjørn Atle Gildestad: Ringeriksbanen utsett – igjen. In: NRK. 15. Mai 2020, abgerufen am 26. Januar 2025 (norwegisch).
- ↑ Ringeriksbanen. In: Nye Veier. Abgerufen am 26. Januar 2025 (norwegisch).
- ↑ Ringerike. In: Norsk stadnamnleksikon. Abgerufen am 26. Januar 2025 (norwegisch).
