Riedwihr
| Riedwihr | ||
|---|---|---|
| Staat | Frankreich | |
| Region | Grand Est | |
| Département | Haut-Rhin | |
| Arrondissement | Colmar-Ribeauvillé | |
| Gemeinde | Porte du Ried | |
| Koordinaten | 48° 8′ N, 7° 27′ O | |
| Postleitzahl | 68320 | |
| Ehemaliger INSEE-Code | 68272 | |
| Eingemeindung | 1. Januar 2016 | |
| Status | Commune déléguée | |
Riedwihr (deutsch Riedweier) ist eine ehemalige französische Gemeinde mit 417 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2023) im Département Haut-Rhin in der Region Grand Est. Sie gehörte zum Arrondissement Colmar-Ribeauvillé und zum Kanton Colmar-2.
Mit Wirkung vom 1. Januar 2016 wurden die früheren Gemeinden Holtzwihr und Riedwihr zu einer Commune nouvelle mit dem Namen Porte du Ried zusammengelegt.
Geografie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Riedwihr liegt etwa zehn Kilometer nordöstlich von Colmar am Ufer des kleinen Flusses Blind.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Jahr 1279 hieß das Dorf „Rietwilr“. Ried in Ortsnamen deutet auf feuchtes, sumpfiges Gelände (zwischen Ill und dem einst mäandrierenden Rhein) hin. Der Ort war teils im Besitz der Habsburger, teils der Herrschaft Horburg, deren Anteil 1324 württembergisch wurde. Das Dorf ist seit alters her für seinen Anbau von Kraut bekannt. Der Krautkopf erscheint sogar im Ortswappen.
Kirchlich war Riedisheim bis 1776 Filial von Holtzwihr.[1]
Von 1871 bis zum Ende des Ersten Weltkrieges gehörte Riedweier als Teil des Reichslandes Elsaß-Lothringen zum Deutschen Reich und war dem Kreis Colmar im Bezirk Oberelsaß zugeordnet. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs erlitt der Ort erhebliche Bombenschäden. Die Bevölkerung musste sich in den naheliegenden Bunkern in Sicherheit bringen.
Bevölkerungsentwicklung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Jahr | 1910 | 1962 | 1968 | 1975 | 1982 | 1990 | 1999 | 2006 | 2013 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 400 | 303 | 322 | 289 | 306 | 315 | 382 | 376 | 403 |
| Quelle: Gemeindeverzeichnis,[2] Cassini und INSEE | |||||||||
Bauwerke
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Sankt Margaretenkirche (Église Sainte-Marguerite): Das Schiff wurde 1864–66 errichtet, der in historisierenden Formen (neugotisch/neuromanisch) errichtete Turm entstand nach Plänen von Charles Winckler 1882.
Partnerschaften
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Zusammen mit den ehemaligen Nachbargemeinden Bischwihr, Holtzwihr und Wickerschwihr unterhielt Riedwihr freundschaftliche Beziehung zur deutschen Gemeinde Bahlingen am Kaiserstuhl.
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Le Patrimoine des Communes du Haut-Rhin. Flohic Editions, Band 1, Paris 1998, ISBN 2-84234-036-1, S. 122–123.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ POP, Plateforme ouverte du patrimoine. Ministère de la Culture, abgerufen am 1. Januar 2026.
- ↑ 1910: Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900 – Kreis Colmar


