Richard Reisinger
Richard Reisinger (* 2. Juli 1964 in Sulzbach-Rosenberg) ist ein bayerischer Politiker der CSU und seit 2008 Landrat im Landkreis Amberg-Sulzbach.
Leben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Richard Reisinger erlangte 1983 die allgemeine Hochschulreife. Danach wurde er Diplom-Finanzwirt (FH) und Beamter im gehobenen Dienst der bayerischen Finanzverwaltung. Zusätzlich zu seiner Berufstätigkeit als Finanzbeamter absolvierte er ein Lehramtsstudium und war ab 1999 Gymnasiallehrer für die Fächer Englisch und Französisch am Herzog-Christian-August-Gymnasium in Sulzbach-Rosenberg. Für die Kommunalwahl im März 2008 wurde er von seiner Partei als Kandidat für das Amt des Landrats im Landkreis Amberg-Sulzbach aufgestellt und setzte sich in der Stichwahl gegen den Amtsinhaber Armin Nentwig (SPD) durch. Sein Amt trat er am 1. Mai 2008 an. 2014 wurde er gegen zwei und 2020 gegen drei Mitbewerber wiedergewählt.[1] 2026 trat er bei der Kommunalwahl erneut als Landratskandidat für die CSU an. Mit 63,8 Prozent der Stimmen setzte sich Reisinger gegen sechs Mitbewerber bereits im ersten Wahlgang durch und wurde als Landrat des Landkreises Amberg-Sulzbach wiedergewählt.[2]
Von 2014 bis 2026 war Reisinger Vorsitzender des Bezirksverbandes Oberpfalz des Bayerischen Landkreistages. Richard Reisinger war von 2019 bis 2023 Mitglied im Parteivorstand der CSU.
Reisinger ist seit Dezember 2014 stellvertretender Präsident des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge.[3] Als stellvertretender Bundesjugendausschussvorsitzender (ab 2006) und später als Bundesjugendausschussvorsitzender (ab 2008) gehörte er dem Bundesvorstand sowie dem Bundespräsidium an. Im Jahr 2013 wurde er regulär in den Bundesvorstand gewählt.
Ebenfalls seit 2014 ist er Mitglied im Aufsichtsrat des Bayerischen Volkshochschulverbandes (BVV).
Bereits seit seinem 16. Lebensjahr gehört Richard Reisinger dem Pfarrgemeinderat St. Marien Sulzbach-Rosenberg ununterbrochen an. 1998 erfolgte die Wahl zum Vorsitzenden und Sprecher des Gemeinderats. Diese Funktion übt er nach wie vor aus. Einmal pro Jahr ist er für die Pfarrei als Sternsinger unterwegs, zudem besucht er als Nikolaus jedes Jahr zwei Seniorenheime und einen Kindergarten in Sulzbach-Rosenberg.
Seit 2006 ist Richard Reisinger auch Mitglied im Diözesanpastoralrat, ein Beratungsgremium des Bischofs der Diözese Regensburg. Seit 2025 ist er zudem Mitglied im Diözesankomitee der Diözese Regensburg.
Seit 3. Juli 2024 ist Richard Reisinger zweiter Vorsitzender im Sparkassenverband Bayern (SVB). Bei der 98. Ordentlichen Vollversammlung des Sparkassenverbandes Bayern wurde ein neues Präsidium gewählt. Erster Verbandsvorsitzender ist Dr. Thomas Jung (Politiker, 1961), Oberbürgermeister der Stadt Fürth, zweiter Verbandsvorsitzender ist Richard Reisinger und dritter Verbandsvorsitzender Dr. Uwe Brandl, Präsident des Bayerischen Gemeindetags und des Deutschen Städte- und Gemeindebunds. Die Verbandsvorsitzenden wurden für vier Jahre gewählt.
Richard Reisinger ist außerdem Vorsitzender des Fördervereins Regens Wagner Michelfeld. Der Verein der Freunde und Förderer von Regens Wagner Michelfeld, wie er offiziell heißt, wurde 2000 gegründet. Seither begleitet der Förderverein die Dienste und Angebote für Menschen mit Behinderung von Regens Wagner Michelfeld. Der Verein unterstützt ausgewählte Projekte finanziell und ideell und trägt so zu ihrem Gelingen bei.
Darüber hinaus ist er im Bezirksverband Oberpfalz für Gartenbau und Landespflege 1. Vorsitzender im Kreisverband Amberg-Sulzbach und beim Bayerischen Roten Kreuz (BRK) 2. Vorsitzender im Kreisverband Amberg-Sulzbach.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Knapp 78 Prozent für Landrat Reisinger Mittelbayerische Zeitung vom 17. März 2014, abgerufen am 21. März 2014
- ↑ Landkreis Amberg-Sulzbach vom 8. März 2026
- ↑ Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge: frieden, Oktober 2015
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Reisinger, Richard |
| KURZBESCHREIBUNG | bayerischer Politiker (CSU) |
| GEBURTSDATUM | 2. Juli 1964 |
| GEBURTSORT | Sulzbach-Rosenberg |