Remoulade

Remoulade oder Remouladensauce (französisch sauce rémoulade von rémola, „Schwarzrettich“, oder aus dem lateinischen molere, „mahlen“) ist eine mit Kräutern und weiteren Zutaten gewürzte Mayonnaise.
Die Grundbestandteile von Remoulade sind Öl, Weinessig oder Zitronensaft und optional Eigelb. Dazu kommen würzende Zutaten wie Senf und Kräuter wie Petersilie, Kerbel und Estragon, Kapern und kleingeschnittene Gewürzgurken sowie Sardellen. Das fertige Produkt muss einen Mindestfettgehalt von 50 Gewichtsprozent aufweisen. Für Produkte mit einem Fettgehalt unter 50 Prozent sind Bezeichnungen wie Remouladencreme oder Remouladensauce üblich. Beim Verkauf von veganer Remoulade muss auf die Abweichung vom herkömmlichen Produkt bzw. den Verzicht auf tierische Zutaten hingewiesen werden (z. B. „ohne Zusatz von Ei“, „ohne Eigelb“). Verdickungsmittel sind bei veganen Varianten üblich.[1]
Remoulade wird meist zu Krustentieren, paniertem Fisch und Tafelspitz sowie zu Roastbeef, Sülze, kaltem Braten aller Art oder gekochten Eiern serviert. Sie wird außerdem als Sauce für Hotdogs und Sandwiches sowie bei belegten Brötchen anstelle von Butter oder Margarine verwendet.
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Quellen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Erhard Gorys: Das neue Küchenlexikon. Von Aachener Printen bis Zwischenrippenstück. 11. Auflage. dtv 36245, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-423-36245-0.
- Richard Hering, F. Jürgen Herrmann (Hrsg.): Herings Lexikon der Küche. International anerkanntes Nachschlagewerk für die moderne und klassische Küche. 24., erweiterte Auflage. Fachbuchverlag Pfanneberg, Haan-Gruiten 2009 (Erstausgabe 1907), ISBN 978-3-8057-0587-5.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ guideline: Richtlinie für Mayonnaise, Salatmayonnaise und Remoulade. In: Richtlinie für Mayonnaise, Salatmayonnaise und Remoulade. Lebensmittelverband Deutschland e. V., 3. Juni 2024, abgerufen am 10. August 2026.