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Remmesweiler

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Remmesweiler
Kreisstadt Sankt Wendel
Wappen von Remmesweiler
Koordinaten: 49° 26′ N,  8′ OKoordinaten: 49° 26′ 25″ N,  7′ 35″ O
Einwohner: 990[1]
Eingemeindung: 1. Januar 1974
Postleitzahl: 66606
Vorwahl: 06851
Remmesweiler (Saarland)
Remmesweiler (Saarland)
Lage von Remmesweiler im Saarland
Evangelische Kirche
Evangelische Kirche

Remmesweiler ist ein Stadtteil und Gemeindebezirk der Stadt St. Wendel im gleichnamigen Landkreis im Saarland. Bis Ende 1973 war Remmesweiler eine eigenständige Gemeinde.

Remmesweiler liegt südwestlich der Kernstadt. Nachbarorte sind Ober- und Niederlinxweiler im Osten, Mainzweiler im Süden und Urexweiler im Westen.

Vor- und Frühgeschichte

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Frühgeschichtliche und römerzeitliche Funde auf der Gemarkung von Remmesweiler weisen darauf hin, dass der Ort schon lange besiedelt ist.[2] 1845 entdeckte man unter einem Steinhaufen eisernes Werkzeug und Krüge. An der Rennstraße fand man Grabhügel.[3]

Als erste urkundliche Erwähnung nahm man lange 1307 an. Die Urkunde bezeugt, dass ein gewisser Godemann von Remmeswilre dem Grafen Eberhard von Zweibrücken Geld geliehen habe. Nach einer Neubewertung der Quellen kam man jedoch zum Schluss, dass es sich um Dornesweiler in Lothringen handelt. Darum wird heute 1343 als Jahr der ersten urkundlichen Erwähnung angenommen. Der Ort gehörte zu den Grafschaften Saarbrücken und Ottweiler.[2]

Ab 1500 gibt es genauere Quellen zum Ort und seinen Bewohnern. Das Verzeichnis zur sogenannten Fräuleinsteuer von 1537 gibt erstmals Auskunft über die Namen der Dorfbewohner.[2]

Eine Kapelle wurde 1634 erstmals erwähnt. Im Jahr darauf wurde Remmesweiler in die Wirren des Dreißigjährigen Krieges gezogen und erleidet schwere Schäden. Am Ende des Krieges soll kein Haus mehr gestanden haben.[2]

Nach dem Frieden von Campo Formio 1797 wurde das Linke Rheinufer, und damit auch Remmesweiler, von Frankreich annektiert. Nach dem Wiener Kongress kam die Gegend zunächst als Fürstentum Lichtenberg zum Herzogtum Sachsen-Coburg. Das Fürstentum wurde 1834 an Preußen abgetreten und als Kreis St. Wendel Teil der Rheinprovinz.[2]

1920 wurde Remmesweiler als Teil des Saargebiets aus dem Deutschen Reich ausgegliedert und unter die Verwaltung des Völkerbundes gestellt. Nach nochmaliger Ein- und Ausgliederung wurde das Saarland, und damit auch Remmesweiler, 1957 endgültig Teil der Bundesrepublik Deutschland.[2]

Zum 1. Januar 1974 wurde Remmesweiler im Rahmen der Gebietsreform Teil der neu gebildeten Stadt St. Wendel.[4]

In den Jahren 2000 und 2006 war Remmesweiler Landessieger im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“.[5]

Die Protestanten gehören zur Evangelischen Kirche im Rheinland, die Katholiken zum Bistum Trier.[6]

Vor Ort gibt es eine evangelische Kirche, die 1974/75 oberhalb der Ortslage errichtet wurde, sie besteht bis heute.[2] Die katholische Kirche wurde 1933 erbaut, nachdem bereits 1926 ein Kirchenbauverein gegründet worden war. Das Gotteshaus wurde im Oktober 2022 profaniert.[6][7]

Der Ortsrat besteht aus neun Mitgliedern, die seit der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 alle der CDU angehören.[8] Ortsvorsteherin von Remmesweiler ist Elisabeth Krob (CDU).[9]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

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Mit einem Ensemble aus südwestdeutschen Einhäusern und dem Turm der ehemaligen evangelischen Pfarrkirche gibt es zwei Baudenkmäler in Remmesweiler.

Durch den Ort verläuft die L 130, von der südlich der geschlossenen Ortschaft die L 292 abzweigt. In Oberlinxweiler kann die B41 erreicht werden.

An den öffentlichen Personennahverkehr ist Remmesweiler durch die Buslinie 355 des saarVV angebunden.[10] Im Ort bestehen vier Bushaltestellen (Mainzweilerstraße, Schäfer, Tankstelle, Zum Sportplatz).[11] Die nächsten Bahnhöfe sind Oberlinxweiler und Ottweiler an der Nahetalbahn.

Commons: Remmesweiler – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Remmesweiler ist stolz auf seine über 670jährige Geschichte. In: Saarbrücker Zeitung. Abgerufen am 22. Mai 2026.
  2. 1 2 3 4 5 6 7 Chronik von Remmesweiler. In: remmesweiler.de. Abgerufen am 22. Mai 2026.
  3. Johann Anton Joseph Hansen: Die Umgegend von Ottweiler. In: Bonner Jahrbücher. Nr. 10, 1847 (uni-heidelberg.de).
  4. Neugliederungsgesetz – NGG vom 19. Dezember 1973, § 44, veröffentlicht im Amtsblatt des Saarlandes 1973, Nr. 48, S. 857 (PDF Seite 29; 499 kB)
  5. St Wendeler Land Nachrichten: Ich leb so gern in ... Remmesweiler. In: St. Wendeler Land Nachrichten. 10. Dezember 2020, abgerufen am 24. Mai 2026.
  6. 1 2 Abschied mit Wehmut und Trauer. In: Nachrichtenportal des Bistums Trier. Bischöfliche Pressestelle, 31. Oktober 2022, abgerufen am 22. Mai 2026.
  7. Saarländischer Rundfunk: Immer weniger katholische Kirchen im Saarland. 29. Juni 2025, abgerufen am 22. Mai 2026.
  8. Ergebnis Ortsratswahl Remmesweiler 2024. In: sankt-wendel.de. 9. Juni 2024, abgerufen am 22. Mai 2026.
  9. Stadtteile/Ortsvorsteher. Kreisstadt St. Wendel, abgerufen am 22. Mai 2026.
  10. Liniennetzplan St. Wendel. (PDF) Abgerufen am 22. Mai 2026.
  11. verzeichnet auf OpenStreetMap