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Regine Witkowski

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Regine Witkowski (* 12. Juli 1934 in Chemnitz; † 11. Mai 2026 in Bernau bei Berlin) war eine deutsche Humangenetikerin. Sie lehrte und forschte an der Berliner Charité, wo sie das Institut für Medizinische Genetik von seiner Gründung 1988 bis zu ihrer Emeritierung 1999 leitete.

Witkowski studierte von 1953 bis 1958 Biologie mit dem Hauptfach Botanik an der Universität Greifswald. Nach erfolgreichem Diplom mit einer Arbeit über die In-vitro-Kultur wurde ihr die Leitung eines Labors für Zellzüchtung an der Hautklinik der Berliner Charité angetragen. 1961 folgte die Promotion und 1969 die Habilitation über ein zytogenetisches Thema. Die Ernennung zur außerordentlichen Professorin erfolgte 1983. Im Jahr 1988 gründete Witkowski das Institut für Medizinische Genetik der Charité, deren Direktorin sie wurde und worauf die Ernennung zur ordentlichen Professorin folgte.[1]

Als langjähriges Mitglied des Vorstandes der Gesellschaft für Humangenetik der DDR war sie am Aufbau organisatorischer Strukturen und an der Einführung der Weiterbildung zum Facharzt für Humangenetik und zum Fachhumangenetiker maßgeblich beteiligt, lehnte dabei einen Eintritt in die SED ab. Durch ihre maßgebende Mitarbeit an Fachbüchern wie Lehrbuch der klinischen Genetik, Lexikon der Syndrome und Fehlbildungen sowie weiteren Werke und die mehr als 175 initiierten internationalen Fachkolloquien der Humangenetik ist sie in Deutschland und darüber hinaus zur anerkannten Humangenetikerin geworden. Es gelang ihr auch, durch die Möglichkeit des wissenschaftlichen Austausches, nicht nur fachliche, sondern auch persönliche Beziehungen zwischen Ost und West aufzubauen.[1] 1999 erhielt sie das Bundesverdienstkreuz[2] und 2008 die Ehrenmedaille der Deutschen Gesellschaft für Humangenetik.[1]

In der evangelischen Kirchgemeinde von Berlin-Heinersdorf war Witkowski eine lange Zeit als Kirchenälteste aktiv tätig. Am 11. Mai 2026 starb sie im Alter von 91 Jahren in ihrem Wohnort Bernau bei Berlin.[3]

Veröffentlichungen (Auswahl)

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  • Karyotyp-Phänotyp-Beziehungen beim Menschen. Humboldt-Universität Berlin, 1968. (Habilitationsschrift)
  • mit Otto Prokop: Genetik erblicher Syndrome und Missbildungen. Wörterbuch für die Familieberatung. Akademie-Verlag, Berlin 1974. (3. Auflage 1983, diverse Reprints, u. a. DeGruyter 2022, Teil 1: doi:10.1515/9783112582381, Teil 2: doi:10.1515/9783112478967, fortgesetzt als Wörterbuch für die genetische Familienberatung. Akademie-Verlag, Berlin 1991).
  • mit Falko H. Herrmann: Einführung in die klinische Genetik. Akademie-Verlag, Berlin 1976, 4. Auflage 1989 (auch als Lizenzdruck: Vieweg, Braunschweig 1976, ISBN 978-3-528-06819-6).
  • mit Otto Prokop, Eva Ullrich: Lexikon der Syndrome und Fehlbildungen : Ursachen, Genetik und Risiken. 4. Auflage, Springer, Berlin, Heidelberg 1995, ISBN 978-3-540-59022-4, 7. Auflage 2003, ISBN 978-3-540-44305-6, auch als Online-Ausgabe doi:10.1007/978-3-642-55694-4.
  • mit Charlotte Opitz, Sigrid Tinschert: Genetisch bedingte Fehlbildungen im orofaziokranialen Bereich. Quintessenz-Verlag, Berlin 2001, ISBN 978-3-87652-324-8.

Einzelnachweise

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  1. 1 2 3 Evelin Schröck: GfH-Ehrenmedaille für Professor Dr. Regine Witkowski. Laudatio anlässlich der GfH-Preisverleihung 2008. (Memento vom 5. August 2016 im Internet Archive) In: Medizinische Genetik. Bd. 20 (2008), H. 2, S. 243 f., DOI:10.1007/s11825-008-0100-4.
  2. Ein Orden für Curth Flatow, Senta Berger und Michael Verhoeven, Der Tagesspiegel, 5. Oktober 1999, abgerufen am 27. September 2016.
  3. Traueranzeige Regina Witkowski. In: trauer.tagesspiegel.de. 23. Mai 2026, abgerufen am 30. Mai 2026.