Nachbarorte von Rasselwitz sind im Nordwesten Sedschütz (Dziedzice), im Norden Servitut (Serwitut), im Osten Schiegau (Ścigów) und im Süden Kujau (Kujawy).
„Polonicalis Rastlowitz“ wurde 1383 erstmals urkundlich erwähnt. 1447 wurde erstmals eine Kirche im Ort erwähnt.[2] 1531 ist es in der Schreibweise Raslawitze polonicalis belegt.[3]
1802 wurde in Rasselwitz eine steinerne Kirche erbaut.[4] Nach der Neuorganisation der Provinz Schlesien gehörte die Landgemeinde Rasselwitz ab 1816 zum Landkreis Neustadt O.S. im Regierungsbezirk Oppeln. 1845 bestanden im Dorf eine katholische Pfarrkirche, eine katholische Schule, eine Wassermühle und 73 Häuser und es wohnten 707 Einwohner im Ort, davon fünf evangelisch.[3] 1861 zählte der Ort 17 Bauern, 19 Gärtner und 17 Häusler. Die katholische Schule wurde von 215 Schülern besucht.[4] Die Volkszählung 1910 ergab für Polnisch Rasselwitz 889 Einwohner, davon 41 deutscher und 846 polnischer Muttersprache und 885 katholischer Konfession, weitere 2 Einwohner gaben Deutsch sowie eine andere Sprache an.[5]
1945 kam der bisher deutsche Ort unter polnische Verwaltung und wurde in Racławiczki umbenannt und der Woiwodschaft Schlesien angeschlossen. 1950 kam der Ort zur Woiwodschaft Oppeln. 1999 kam der Ort zum Powiat Krapkowicki. Am 17. Mai 2006 wurde in der Gemeinde Klein Strehlitz, der Rasselwitz angehört, Deutsch als zweite Amtssprache eingeführt. Am 24. November 2008 erhielt der Ort zusätzlich den amtlichen deutschen Ortsnamen Rasselwitz.
Die römisch-katholische Maria-Magdalena-Kirche (Kościół św. Marii Magdaleny) wurde 1802 erbaut und besitzt einen barocken Altar. Seit 1966 steht der Kirchenbau unter Denkmalschutz.[7]
Pfarrhaus aus dem Jahr 1836, 1966 ebenfalls unter Denkmalschutz.[7]
Kapelle aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.
Denkmal für die Gefallenen des I. und II. Weltkriegs.
12Johann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch-topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preuss. Provinz Schlesien. Breslau 1845, S. 531.
↑Regierungsbezirk Oppeln. In: Gemeindelexikon für die Regierungsbezirke Allenstein, Danzig, Marienwerder, Posen, Bromberg und Oppeln. Auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1910 und anderer amtlicher Quellen bearbeitet vom Königlich Preußischen Statistischen Landesamte. Heft VI. Verlag des Königlichen Statistischen Landesamtes, Berlin 1912, S.52f. (bibliotekacyfrowa.pl[PDF]).