Raseborg
| Wappen | Karte | |
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Staat: | ||
| Landschaft: | Uusimaa | |
| Verwaltungsgemeinschaft: | Raseborg | |
| Geographische Lage | 59° 58′ N, 23° 26′ O | |
| Fläche: | 2.354,22 km²[1] | |
| davon Landfläche: | 1.147,72 km² | |
| davon Binnengewässerfläche: | 67,42 km² | |
| davon Meeresfläche: | 1.139,08 km² | |
| Einwohner: | 27.036 (31. Dez. 2024)[2] | |
| Bevölkerungsdichte: | 23,6 Ew./km² | |
| Gemeindenummer: | 710 | |
| Sprache(n): | Schwedisch, Finnisch | |
| Website: | raseborg.fi | |
| Partei | Wahlergebnis[4] | Sitze |
|---|---|---|
| Schwedische Volkspartei | 45,4 % | 21 |
| Sozialdemokraten | 26,9 % | 12 |
| Grüner Bund | 8,6 % | 4 |
| Sammlungspartei | 6,4 % | 2 |
| Kommunisten | 3,2 % | 1 |
| Linksbündnis | 2,9 % | 1 |
| Wahre Finnen | 2,8 % | 1 |
| Christdemokraten | 2,3 % | 1 |
Wappen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Wappen von Raseborg wurde 2008 von Henrik Strömberg für die neugegründete Stadt entworfen. Es zeigt im grünen Schild acht kreisförmig angeordnete Buschwindröschen. Auf dem Schild ruht eine goldene Mauerkrone. Die acht Blumen stehen für die acht ehemaligen Gemeinden, die ursprünglich im Gebiet der heutigen Stadt bestanden: Bromarv, Stadt und Landgemeinde Ekenäs, Stadt und Landgemeinde Karis, Pojo, Snappertuna und Tenala. Die Mauerkrone symbolisiert die Geschichte der Stadt und die Burg Raseborg.
Städtepartnerschaften
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Partnerstädte von Raseborg sind:
Kuressaare, Estland[5] seit 21. November 1988
Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Wirtschaft
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Die Gegend von Raseborg ist die Wiege der finnischen Metallindustrie. In Pojo entstanden schon im 17. Jahrhundert die Eisenhütten Antskog (1630), Billnäs (1641) und Fiskars (1649). Das Unternehmen Fiskars besteht bis heute und produziert mittlerweile handwerkliche Geräte wie Messer, Äxte und Scheren. Der Unternehmenssitz befindet sich mittlerweile in Helsinki, mit 450 Beschäftigten ist Fiskars aber nach wie vor der größte private Arbeitgeber in Raseborg. Weitere wichtige Arbeitgeber in Raseborg sind der Lkw-Hersteller Sisu Auto sowie der Schiffbauzulieferer SBA-Interior, die beide in Karis produzieren. Im öffentlichen Sektor beschäftigen die Stadt Raseborg 1700, der Krankenpflegebezirk Westuusimaa 550 und eine Garnison der finnischen Streitkräfte im Ort Dragsvik 250 Menschen.
Verkehr
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Durch Raseborg führt die Staatsstraße 25 von Hyvinkää nach Hanko. Sie quert dabei die Orte Karis und Raseborg. Kurz vor Karis zweigt von der Staatsstraße 25 die Hauptstraße 51 ab, die parallel zur Küste über Ingå und Kirkkonummi nach Helsinki führt. In Raseborg beginnt die Hauptstraße 52 nach Salo.
Am Bahnhof Karis kreuzen sich zwei Bahnstrecken: Die Küstenbahn von Helsinki nach Turku und die Bahnstrecke Hyvinkää–Hanko. Karis ist die Endhaltestelle einer Linie des Schienennahverkehrs in der Region Helsinki und wird ferner von allen Fernzügen, die zwischen Helsinki und Turku verkehren, bedient. Dadurch ist Raseborg gut an die Hauptstadtregion angebunden. Die Fahrtzeit nach Helsinki beträgt etwas über eine Stunde. Auf der Strecke Karis–Hanko halten die Züge auch am Bahnhof Ekenäs. Zwischen Karis und Hyvinkää besteht nur Güterverkehr.
Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Wahrzeichen und bekannteste Sehenswürdigkeit von Raseborg ist die Ruine der namensgebenden Burg Raseborg nahe der Ortschaft Snappertuna. Im Sommer finden in der Burg zahlreiche Veranstaltungen wie ein Mittsommerfest, Mittelalterfestivals, Konzerte und Theateraufführungen statt. Die Burg gehört zu den besterhaltenen mittelalterlichen Burgen Finnlands. Von der ebenfalls mittelalterlichen Burg Grabbacka sind hingegen nur wenige Ruinen übrig. Die Kulturlandschaft zwischen Snappertuna und dem zur Nachbargemeinde Ingå gehörigen Fagervik samt den Burgen Raseborg und Grabbacka und der Eisenhütte von Fagervik wird zu den Nationallandschaften Finnlands gezählt.
Ebenfalls zu den finnischen Nationallandschaften zählen die historischen Eisenhütten Antskog, Billnäs und Fiskars, die allesamt auf das 17. Jahrhundert zurückgehen, sowie die aus dem 19. Jahrhundert stammende Eisenhütte Åminnefors. In allen vier Eisenhütten sind historische Industriebauten, Arbeitersiedlungen und Gutshäuser aus der Zeit zwischen dem 18. und 20. Jahrhundert erhalten. Eine weitere Eisenhütte befindet sich in Svartå (Mustio) bei Karis. Sie ist vor allem wegen des 1783–92 erbauten Herrenhauses des Gutsbesitzers von Bedeutung.
Ekenäs besitzt eine gut erhaltene Altstadt mit Holzhäusern aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Im Zentrum der Altstadt befindet sich die im 17. Jahrhundert erbaute Kirche von Ekenäs. Weitere bedeutende Kirchenbauten in Raseborg sind die mittelalterlichen Feldsteinkirchen von Karis, Pojo und Tenala. Den Bautyp der hölzernen Kreuzkirche vertreten die Kirche von Snappertuna und die Kirche von Mustio aus dem 17. beziehungsweise 18. Jahrhundert. Die jüngste der Kirchenbauten in Raseborg ist die Kirche von Bromarv, die 1980–81 anstelle eines abgebrannten Vorgängerbaus errichtet wurde.
Söhne und Töchter der Stadt
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Ernst Linder (1868–1943), schwedischer General und Dressurreiter
- Fridolf Lundsten (1884–1947), Ringer
- Carol Lindroos (1930–2001), Diskuswerfer
- Pauli Nevala (1940–2025), Speerwerfer
- Oliver Helander (* 1997), Speerwerfer
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Maanmittauslaitos (finnisches Vermessungsamt): Suomen pinta-alat kunnittain 1. Januar 2010 (PDF; 199 kB)
- ↑ Statistisches Amt Finnland: 11ra -- Key figures on population by region
- ↑ Tilastokeskus (finnisches Statistikamt) (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2019. Suche im Internet Archive ) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.)
- ↑ Ergebnis der Kommunalwahlen 2012
- ↑ Website Kuressaare (estnisch)


