Zum Inhalt springen

Michelin Rally Masters: Race of Champions

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Rally Masters)
Michelin Rally Masters:
Race of Champions
Entwickler Digital Illusions
Publisher Infogrames
Veröffentlichung April 2000
Plattform Windows, PlayStation
Genre Rennspiel
Thematik Rallyesport
Spielmodus Einzelspieler, Mehrspieler
Medium CD-ROM
Sprache Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Schwedisch
Altersfreigabe
USK
USK ab 0 freigegeben
USK ab 0 freigegeben

Michelin Rally Masters: Race of Champions (kurz Rally Masters) ist ein Rennspiel, das von Digital Illusions entwickelt wurde und im Frühjahr 2000 für Windows und PlayStation bei Infogrames erschien.

Als Publisher war zunächst Gremlin Interactive vorgesehen.[1] Nach der Übernahme von Infogrames sollte das Spiel als Test Drive Rally erscheinen.[2] Eine Fassung für Nintendo 64 war geplant, wurde aber abgebrochen. Der Name wurde zurück auf Rally Masters geändert.[3] Eine Portierung für Dreamcast war ebenfalls geplant.[4]

Im Spielmodus „Masters Trophy“ werden wie im Rallyesport üblich Etappenrennen absolviert. In der „Meisterschaft“ wird auf parallelen Rundkursen ein Kopf-an-Kopf-Rennen gefahren. Im „Challenge Cup“ wird gegen drei computergesteuerte Fahrzeuge gefahren.[5] Dabei wird virtuell gegen Colin McRae, Carlos Sainz, Tommi Mäkinen oder Walter Röhrl angetreten. Die Strecken sind in England, Italien, Indonesien, Schweden und den USA verortet.[6]

Wertungsspiegel
PublikationWertung
PSWindows
Fun Generation56 %[7]
MAN!AC46/100[8]
Mega Fun55/100[9]
PC Action75 %[10]
PC Games80 %[11]
PC Joker80 %[5]
PC Player78/100[6]
Video Games70 %[12]
Metawertungen
GameRankings52 %[13]79 %[14]

Für Martin Schnelle von PC Player könne es trotz „halbwegs realistischem Fahrverhalten“ und guter Präsentation nicht mit Colin McRae Rally mithalten. Sein Kollege Udo Hoffmann verglich es mit Bleifuss-Titeln. Es böte ein gutes Fahrgefühl und kurzweilige Duelle. Das Schadensmodell bliebe jedoch primitiv.[6] Richard Löwenstein von PC Joker vermisste einen Split-Screen-Mehrspielermodus und mehr Tuningmöglichkeiten. Die Cockpitperspektive sei schmucklos.[5] „Schicke, abwechslungsreiche Landschaften, gelungene Fahrphysik und smarte Gegner“ resümierte Sascha Gliss von PC Games und betonte die Einsteigerfreundlichkeit.[11] Auch sein Kollege Christian Bigge von PC Action schätzte den Simulationsanteil niedrig ein. Es sei eher ein „Fun-Racer“, der technisch sauber umgesetzt sei und ein gutes Geschwindigkeitsgefühl böte.[10]

„Launige Arcadeduelle mit kleinen Schwächen im Detail“

Richard Löwenstein: PC Joker[5]

Verglichen mit der Konkurrenz könne laut Axel Boumalit von Video Games Rally Masters nicht mithalten. Positiv hob er den flüssigen Zweispielermodus hervor. Ihm fiel auch auf, dass die PlayStation-Version nicht die Qualität der PC-Umsetzung besäße.[12] Die Redaktion von Fun Generation wertete aufgrund der instabilen Bildrate auf der PlayStation stark ab.[7] Swen Harder verglich mit V-Rally 2, das ebenfalls bei Infogrames erschien. Es falle bei der Gegnerintelligenz und der veralteten Grafik stark ab. Positiv hob er jedoch die realistische Steuerung und die zahlreichen Spieloptionen hervor.[9] Ulrich Steppberger gab sich ebenfalls enttäuscht von der PlayStation-Fassung. Aus der WRC-Lizenz werde zu wenig gemacht. Optisch sei es katastrophal umgesetzt, insbesondere verglichen mit dem vorherigen Titel Motorhead von Digital Illusions. Ihm missfielen die Steuerung und die Fahrphysik.

„Lizenz zum Öden: Grafisch mieser Rally-Verschnitt mit unrealistischer Lenkung und langweiligen Duellen.“

Ulrich Steppberger: M! Games[8]

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. Motorhead Creators Head Off-Road. In: IGN. 19. Januar 1999, abgerufen am 26. April 2026 (englisch).
  2. Michelin Rally Masters Race of Champions. In: IGN. 9. August 1999, abgerufen am 26. April 2026 (englisch).
  3. A Late Rally Has Been Held Off. In: IGN. 5. Februar 2000, abgerufen am 26. April 2026 (englisch).
  4. Alex Huhtala: More rally for your money. In: Computer and Video Games. Nr. 216, S. 28 (retrocdn.net [PDF]).
  5. 1 2 3 4 Richard Löwenstein: Michelin Rally Masters: Race of Champions. In: PC Joker. Juni 2000, S. 7273 (Textarchiv – Internet Archive).
  6. 1 2 3 Udo Hoffmann: Rally Masters. In: PC Player. Juni 2000, S. 128131 (Textarchiv – Internet Archive).
  7. 1 2 Rally Masters. In: Fun Generation. Juni 2000, S. 81 (Textarchiv – Internet Archive).
  8. 1 2 Ulrich Steppberger: Michelin Rally Masters: Race of Champions – im Klassik-Test (PS). In: MANIAC.de. 6. März 2020, abgerufen am 26. April 2026.
  9. 1 2 Swen Harder: Rallymasters. In: Mega Fun. Juli 2000, S. 67 (Textarchiv – Internet Archive).
  10. 1 2 Christian Bigge: Schleudertrauma. In: PC Action. Mai 2000, S. 8081 (Textarchiv – Internet Archive).
  11. 1 2 Sascha Gliss: Meisterlicher Querfeldein-Raser. In: PC Games. Juni 2000, S. 110 (Textarchiv – Internet Archive).
  12. 1 2 Axel Boumalit: Rally Masters. In: Video Games. Juni 2000, S. 108 (Textarchiv – Internet Archive).
  13. Michelin Rally Masters: Race of Champions for PlayStation. In: GameRankings. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 27. Mai 2019; abgerufen am 26. April 2026 (englisch).
  14. Michelin Rally Masters: Race of Champions for PC. In: GameRankings. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 30. Mai 2019; abgerufen am 26. April 2026 (englisch).