RTL – Deutschlands Hit-Radio
| RTL – Deutschlands Hit-Radio | |
| Hörfunksender (privatrechtlich) | |
| Empfang | analog UKW und digital DAB+ terrestrisch, Kabel, Satellit |
|---|---|
| Empfangsgebiet | |
| Sendestart | deutschsprachiges Programm 15. Juli 1957 |
| Eigentümer | RTL Group |
| Geschäftsführung | Frank Jaeger |
| Liste von Hörfunksendern | |
| Website | |
| Zeitraum | Direktoren |
|---|---|
| 1957 bis 1964 | Claude Fischer |
| 1964 bis 1973 | Helmut Stoldt |
| 1973 bis 1983 | Frank Elstner |
| 1983 bis 1990 | Helmut Thoma |
| 1990 bis 1999 | Bernt von zur Mühlen |
| 1999 bis 2000 | Alain Berwick |
| 2000 bis 2014 | Holger Richter |
| seit 2014 | vakant |
Programmleiter
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Zeitraum | Programmleiter |
|---|---|
| 1988 bis 1990 | Hubert Terheggen |
| 1990 bis 1991 | Arno Müller |
| 1991 bis 1995 | Bernd Britten |
| 1995 bis 2014 | Holger Richter |
| seit 2014 | vakant |
Stationsmanager
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Stationsmanager übernimmt das kaufmännische Tagesgeschäft und unterstützt den Direktor bei seinen Tätigkeiten.[30]
| Zeitraum | Programmleiter |
|---|---|
| 1993 bis 1999 | Jean Steffen |
| 1999 bis 2014 | Holger Richter |
| seit 1. September 2014 | Frank Jaeger[31][32] |
Studios
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Radio Luxemburg sendete überwiegend aus dem Studio 4 der Villa Louvigny im Parc Municipal in Luxemburg. Am 2. Januar 1976 wurde Studio Bonn gegründet,[33] im Juli 1981 folgte ein Studio in Düsseldorf-Oberkassel (Studioleiter: Max Schautzer),[34] in dem insbesondere die Sendungen „Mister Morning“ und „Die großen Acht“ aufgenommen wurden. Der Verkehrswarnfunk von RTL-Radio Luxemburg, live aus dem Düsseldorfer Landesinnenministerium, galt als einer der Besten und wurde damals sogar vom „Stern“ ausdrücklich gelobt. Unterstützt von den Ford-Werken in Köln, ausgerüstet mit Autotelefonen, die auf Kosten des Senders betrieben wurden, berichteten Fahrer, die vom DRK eingesetzt wurden, live über den Sender von den Autobahnen über Verkehrsstaus und beschafften nähere Informationen direkt von den Polizeidienststellen vor Ort.
Veranstaltungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In Spitzenzeiten hatte Radio Luxemburg täglich mehr als 21 Millionen Hörer, hauptsächlich in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Mit dem „weißen Wagen“ von RTL-Radio Luxemburg war man jeden Monat mit Promotion-Gewinnspielen bei Einkaufszentren, Verbrauchermärkten und Supermärkten live vor Ort. Die Werbeindustrie schaltete sämtliche Spots und Gewinnspiele auf den Vier fröhlichen Wellen von Radio Luxemburg über die Werbeagentur IPA in Frankfurt am Main.
RTL-Radio Luxemburg hatte auch einen eigenen Radio- und TV-Club, den man „Hallo RTL“ nannte und dessen Clubheft monatlich seit Oktober 1977 kostenlos erschien.[17] RTL-Radio Luxemburg war auch regelmäßig bei der Düsseldorfer Messe „boot“ und bei der Berliner Funkausstellung mit Stand und Live-Sendungen vertreten. Die RTL-Löwenverleihung lockte alljährlich über 15.000 Hörer in die Dortmunder Westfalenhalle zur Preisverleihung. Weitere populäre Sendungen waren die „Funkkantine“ und der „Fröhliche Wecker“ sowie „RTL 12 Uhr mittags“, die „RTL-Torparade“ und die „Hits von der Schulbank“ sowie „Ein Tag wie kein anderer“.
Moderatoren
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die beliebtesten und bekanntesten Moderatoren der Vier fröhlichen Wellen waren Camillo Felgen, „Franz“ Enno Spielhagen, „Ferdy“ Waldemar Müller, „Frank“ Timm Elstner, Dieter „Thomas“ Heck, Alf Wolf, Helga Guitton, „Rolf“ Wilfried Röpke, Jochen Pützenbacher, „Metty“ Matthias Krings, Christian Simon, Lou van Burg, Thomas Gottschalk, Monika Georges, „Brigitte“ Tamara Kiefer, Marion Preuss, Désirée Nosbusch, Anke Engelke, Rolf Zuckowski, Georg Bossert, Reinhard Münchenhagen, Barbara Gansauge, Klaus A. „Charly“ Heller, Felix Parbs, Kristina Hertel, Achim Graul, Klaus Bungert, Rainer Holbe, Patrick Lynen, „Onkel Acki“ Axel Fitzke, Benno Weber, Hugo-Egon Balder, Rainer Maria Ehrhardt und Inga Abel (Mahlzeit), Biggi Lechtermann und Tommi Ohrner, Björn-Hergen Schimpf, Edy Hildebrandt, Oliver Spiecker, Günter Meyer, Michael Wirbitzky, Thomas Germann, Viktor Worms, Carlheinz Hollmann, Iff Bennett, Martin Schwarze, Peter Trunk, Wolfgang Rositzka, Hans Meiser, „Ulrich“ Ulf Posé, Heinz Siebeneicher, Willy Knupp, Adelaide „Haidy“ Jacobi, Walter Freiwald, Fritz Walter, Michael Daub, Geert Müller-Gerbes, Dave Christian und Jürgen „Jörg“ Ebner.
In den Sommermonaten zur Urlaubszeit moderierten u. a. auch Ulla Norden, Jürgen Marcus sowie Volker Lechtenbrink als Vertretung. James Last produzierte im Jahre 1967 eigens für die Vier fröhlichen Wellen die Erkennungsmelodie Happy Luxemburg. Das Studio-Orchester Peter Orloff produzierte für die Sendung RTL- 12 Uhr mittags das Indikativ. Rückblickend gesehen, erwies sich die Tätigkeit bei den Vier fröhlichen Wellen von RTL-Radio Luxemburg für einige von ihnen als Sprungbrett zu ihrer späteren Hörfunk- und Fernsehkarriere in Deutschland. Erst als die ARD-Rundfunkanstalten im Verbreitungsgebiet, allen voran der Südwestfunk mit seinem Programm SWF3, auch die jüngeren Zuhörer entdeckten, schwand die Popularität von RTL-Radio Luxemburg.
Die fröhlichen Wellen von Radio Luxemburg mit ihrem legeren Moderationsstil, dem Schwerpunkt auf Popmusik und einem geringen Nachrichtenanteil waren in den 1960er Jahren singulär auf dem deutschsprachigen Radiomarkt und stießen die Gründung oder Reform zahlreicher Radioprogramme an, innerhalb wie außerhalb ihres Sendegebiets, so etwa WDR 2 (ab Anfang der 70er Jahre) und kurz darauf SWF3 (Baden-Baden) und Ö3 in Österreich.
Empfang
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das für Deutschland gesendete Programm von RTL – Deutschlands Hit-Radio ist über folgende Wege zu empfangen:
- Astra 19.2, digital Transponder: 111, Frequenz: 12,604 GHz[35]
- deutschlandweit in den Kabelnetzen.
- über die RTL Radio App (iOS, Android)
- seit 5. Oktober 2020 auf DAB+ im zweiten DAB-Bundesmux an 71 Senderstandorten in Deutschland.[36]
Das Sendegebiet für das UKW-ausgestrahlte Programm (97,0) ist die Großregion rund um das Quattropole-Städtenetz Luxemburg, Trier, Metz und Saarbrücken. Man kann es aber auch in der Wallonie, der deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens und der Eifel empfangen. Das Empfangsgebiet reicht ca. von Verdun im Westen bis Mainz im Osten sowie Köln im Norden und Nancy im Süden. Am 5. Mai 2026 endete die jahrzehntelange Ausstrahlung auf UKW 93,3. Die Frequenz wird seither vom englischsprachigen RTL Today genutzt. RTL – Deutschlands Hit-Radio ist weiterhin auf UKW 97,0 zu empfangen.[37]
In den 70er Jahren wurden Radioempfänger auf den Markt gebracht, die eine grüne Radio-Luxemburg-Taste hatten.[38][39] Durch Drücken dieser Taste wurde der Empfänger sofort fest auf die Frequenz des Senders eingestellt.
Sendeanlagen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Sendeanlagen von RTL Radio stehen in Düdelingen und in Hosingen (UKW). Von 2008 bis 2013 wurden die UKW-Frequenzen vom neu geschaffenen RTL Radio 93.3 und 97.0 genutzt. Zwischen 2008 und 2013 wurde RTL Radio ausschließlich über die Mittelwelle terrestrisch verbreitet. Der Sender Marnach wurde am 31. Dezember 2015 stillgelegt. Zwischen Februar und März 2016 wurde die Sendeanlage demontiert/abgebaut.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- www.rtlradio.de – Deutschlandprogramm
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ AS&S: Tagesreichweiten. Abgerufen am 19. Dezember 2015.
- ↑ wdr: 2005: Vor 75 Jahren: Radio Luxemburg erhält Sendelizenz,
- ↑ Conrad Pütter: Rundfunk gegen das Dritte Reich. Ein Handbuch. In: Winfried B. Lerg im Studienkreis Rundfunk und Geschichte (Hrsg.): Rundfunkstudien. Band 3. K.G. Saur, München / London / New York / Oxford / Paris 1986, ISBN 3-598-10470-7, S. 237.
- ↑ Das bekannteste Beispiel für diese, das laufende Programm kennzeichnenden Werbesendungen war The League of Ovaltineys (für Ovomaltine), ausgestrahlt sonntags um 17.30 Uhr, ab dem Jahr 1934, und mit Kriegsunterbrechnungen bis in die 1950er Jahre. Siehe dazu den englischen Wikipedia-Artikel über Ovaltine.
- ↑ Andrew Crisell: An Introductory History of British Broadcasting. Chapman & Hall, 2002, S. 47 f.
- 1 2 RTL Radio Luxemburg Chronik, 1957 bis heute. In: Radio Journal. Abgerufen am 19. Dezember 2015.
- ↑ Chronik zum 50-jährigen Jubiläum 2007. RTL Radio, S. 4, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 18. September 2013; abgerufen am 21. Dezember 2013. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- 1 2 Dokumentation zu Radio Luxemburg, ab 4:50 Minuten. RTL Radio Luxemburg, abgerufen am 19. Dezember 2015.
- ↑ Chronik zum 50-jährigen Jubiläum 2007. RTL Radio, S. 9, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 20. September 2013; abgerufen am 21. Dezember 2013. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- ↑ Chronik zum 50-jährigen Jubiläum 2007. RTL Radio, S. S. 14, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 19. September 2013; abgerufen am 21. Dezember 2013. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- ↑ Chronik zum 50-jährigen Jubiläum 2007. RTL Radio, S. 12, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 20. September 2013; abgerufen am 21. Dezember 2013. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- 1 2 Chronik zum 50-jährigen Jubiläum 2007. RTL Radio, S. 19, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 19. September 2013; abgerufen am 21. Dezember 2013. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- ↑ Chronik zum 50-jährigen Jubiläum 2007. RTL Radio, S. 15, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 20. September 2013; abgerufen am 21. Dezember 2013. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- ↑ Mit doppelter Kraft. In: Der Spiegel. Nr. 37, 1968, S. 126 (online).
- ↑ SWF-Reportage von 1974, abgerufen am 9. Januar 2026.
- ↑ Chronik zum 50-jährigen Jubiläum 2007. RTL Radio, S. 23, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 24. Dezember 2013; abgerufen am 21. Dezember 2013. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- 1 2 Chronik zum 50-jährigen Jubiläum 2007. RTL Radio, S. 27, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 14. September 2014; abgerufen am 21. Dezember 2013. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- ↑ Radio Journal: Wolfgang Rositzka: Die Puhvogel-family - »Aus harmlosen Späßchen wurde eine erfolgreiche Comedy«. Abgerufen am 19. Dezember 2015.
- ↑ Radio Journal: Interview mit Wolfgang Rositzka. Abgerufen am 19. Dezember 2015.
- ↑ Chronik zum 50-jährigen Jubiläum 2007. RTL Radio, S. 36, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 24. Dezember 2013; abgerufen am 21. Dezember 2013. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- ↑ Interview mit Arno Müller aus den frühen 90er Jahren. RTL Radio, abgerufen am 19. Dezember 2015.
- 1 2 3 4 Chronik zum 50-jährigen Jubiläum 2007. RTL Radio, S. 38, archiviert vom am 13. September 2014; abgerufen am 21. Dezember 2013.
- ↑ Luxemburger Tageblatt: RTL-Radio zieht nach Berlin um. 7. Februar 2014, abgerufen am 7. Februar 2014.
- ↑ Luxemburger Wort: RTL Radio stellt Fensterprogramm für Großregion ein. 3. Dezember 2013, abgerufen am 11. Dezember 2013.
- ↑ Luxemburger Tageblatt: RTL RADIO ab 1. Juli: Arno & die Morgencrew deutschlandweit. 30. Juni 2015, abgerufen am 19. Dezember 2015.
- ↑ Stellungnahme auf der Facebook-Seite des Senders
- ↑ Stream
- ↑ Posting vom 16. September 2015 auf der Facebook-Seite des Senders
- ↑ Diese Radioprogramme starten deutschlandweit auf DAB+. In: RADIOSZENE. 10. Juli 2020, abgerufen am 26. Juli 2020 (deutsch).
- ↑ Chronik zum 50-jährigen Jubiläum 2007. S. 38, archiviert vom am 13. September 2014; abgerufen am 13. Oktober 2022.
- ↑ Holger Richter verlässt RTL RADIO. In: Radioszene. 9. August 2014, abgerufen am 13. Oktober 2022.
- ↑ Impressum. Abgerufen am 12. Dezember 2025.
- ↑ Chronik zum 50-jährigen Jubiläum 2007. RTL Radio, S. 25, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 24. Dezember 2013; abgerufen am 21. Dezember 2013.
- ↑ Chronik zum 50-jährigen Jubiläum 2007. RTL Radio, S. 31, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 24. Dezember 2013; abgerufen am 21. Dezember 2013.
- ↑ Frances Monsheimer: RTL Radio wechselt Frequenz auf Astra 19,2 Grad Ost. Digital Fernsehen, abgerufen am 19. Dezember 2015.
- ↑ Bundesweites Radioangebot wird ausgebaut – Bundesmux 2 startet. In: 1st Lounge Radio. 8. Februar 2020, abgerufen am 26. Juli 2020 (deutsch).
- ↑ RTL Today Radio ab heute auch auf 93,3 MHz UKW. Abgerufen am 5. Mai 2026.
- ↑ Dirk Engelhardt: Kult-Radios mit Luxemburg-Taste. In: Die Welt. 6. Dezember 2003 (welt.de [abgerufen am 11. November 2018]).
- ↑ Der Telefunken Thread. Archiviert vom am 11. November 2018; abgerufen am 11. November 2018. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
Koordinaten: 49° 38′ 15,9″ N, 6° 9′ 49,4″ O


