Der Querverlag ist ein Verlag für queere Literatur mit Sitz in Berlin.[1] Er bezeichnet sich selbst als „Deutschlands erster lesbisch-schwuler Buchverlag“.[2]
Der Querverlag wurde 1995 von Ilona Bubeck und Jim Baker gegründet. Er gibt Romane und Sachbücher heraus, seit 1995 rund 300 Publikationen. Der Sachbuchbereich umfasst Ratgeber und Nachschlagewerke bis hin zu wissenschaftlicher Grundlagenliteratur wie Annamarie JagosesQueer Theory – Eine Einführung,[3] Lutz van Dijks Einsam war ich nie – Schwule unter dem Hakenkreuz 1933–1945 oder Grenzen lesbischer Identitäten, herausgegeben von Sabine Hark.
Besondere Bekanntheit erhielt der Verlag durch seine später als „Kreischreihe“ bezeichnete Reihe an politischen Streitschriften, die seit 2016 in Form von Sammelbänden mit ähnlichem Layout kontroverse, queerpolitische und aktivistische Themen diskutieren.[5] Hierzu ist das vielfach diskutierte, von Patsy l’Amour laLove herausgegebene Buch Beißreflexe mit Beiträgen von 29 Autoren aus dem linken, queeren und feministischen Feld zu zählen.[6]
Der Querverlag feierte im August 2020 sein 25-jähriges Bestehen.
↑Sabri Deniz Martin:Diffamierung als Selbstentblößung. Ein Rückblick auf die Beißreflexe-Debatte. In: Till Randolf Amelung (Hrsg.): Irrwege. Analysen aktueller queerer Politik. 1. Auflage. Querverlag, Berlin, ISBN 978-3-89656-288-3, S.44–86.
↑Anima Müller:Die heilende Kraft der Travestie: „Wenn einer von euch die AfD wählt, schmink ich euch kaputt“. In: Der Tagesspiegel Online. ISSN1865-2263 (tagesspiegel.de[abgerufen am 17.November 2023]).