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Project Crypto

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Project Crypto ist eine Initiative der US-Börsenaufsicht SEC zur Modernisierung der Wertpapiervorschriften, um den Handel mit Kryptowährungen zu ermöglichen.[1]

Die SEC möchte einheitliche Standards für die Nutzung von Blockchain in Wertpapierhandel, Abwicklung und Überwachung schaffen. Die Technologie soll helfen, Transaktionen schneller und transparenter abzuwickeln.

Ein zentrales Element sind Pilotprojekte, in denen große Handelsplattformen und Banken gemeinsam mit der SEC Standards testen. Die SEC tritt damit in eine Rolle, die weit über reine Aufsicht hinausgeht: Sie gestaltet aktiv den Rahmen, in dem Finanzinnovationen entstehen sollen.

Die Ankündigung im Juli 2025 erfolgt inmitten eines steigenden Interesses an der Tokenisierung, dem Prozess der Ausgabe digitaler Darstellungen von öffentlich gehandelten Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten auf einer Blockchain. Der Vorsitzende der SEC, Paul Atkins, sprach darüber, wie wichtig es sei, zu verhindern, dass Krypto-Unternehmen durch „Einheitsregeln“ ins Ausland getrieben werden.[2]

In Europa arbeitet die EU an MiCA, einem umfassenden Regelwerk für Kryptowerte. Dort liegt der Fokus stärker auf Verbraucherschutz und Transparenzpflichten für Anbieter. Börsen müssen nachweisen, dass sie Kapitalreserven halten und Risiken klar kommunizieren.[3]

Einzelnachweise

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  1. https://www.sec.gov/about/sec-launches-project-crypto
  2. https://www.cnbc.com/2025/07/31/sec-debuts-project-crypto-to-bring-us-financial-markets-on-chain.html
  3. https://www.bafin.de/SharedDocs/Veroeffentlichungen/DE/Fachartikel/2023/fa_bj_2305_Mica.html