Prochowice
| Prochowice | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Staat: | ||
| Woiwodschaft: | Niederschlesien | |
| Powiat: | Legnica | |
| Fläche: | 9,85 km² | |
| Geographische Lage: | 51° 16′ N, 16° 22′ O | |
| Höhe: | 110 m n.p.m. | |
| Einwohner: | 3496 (1. Jan. 2024)[1] | |
| Postleitzahl: | 59-225 | |
| Telefonvorwahl: | (+48) 76 | |
| Kfz-Kennzeichen: | DLE | |
| Wirtschaft und Verkehr | ||
| Straße: | DK 94 Strzelno–Krakau | |
| DK 36 Prochowice–Ostrów Wlkp. | ||
| Nächster int. Flughafen: | Breslau | |
| Gmina | ||
| Gminatyp: | Stadt-und-Land-Gemeinde | |
| Gminagliederung: | 12 Schulzenämter | |
| Fläche: | 102,62 km² | |
| Einwohner: | 7133 (1. Jan. 2024)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 70 Einw./km² | |
| Gemeindenummer (GUS): | 0209073 | |
| Verwaltung (Stand: 2009) | ||
| Bürgermeister: | Halina Kołodziejska | |
| Adresse: | Rynek 1 59-230 Prochowice | |
| Webpräsenz: | www.prochowice.com | |
| Jahr | Einwohner | Anmerkungen |
|---|---|---|
| 1803 | 784 | [5] |
| 1810 | 833 | [5] |
| 1816 | 798 | davon 644 Evangelische und 154 Katholiken[5] |
| 1818 | 935 | Stadt mit zwei Mutterkirchen[6] |
| 1821 | 1001 | in 120 Privatwohnhäusern[5] |
| 1825 | 1081 | in 121 Wohnhäusern; darunter 194 Katholiken und drei Juden[7] |
| 1840 | 1217 | in 126 Wohnhäusern; davon 1018 Evangelische, 191 Katholiken und acht Juden[2] |
| 1852 | 1413 | [8] |
| 1867 | 1406 | am 3. Dezember; davon 1283 im Stadtbezirk und 123 im Schloss-Gutsbezirk[9] |
| 1871 | 1488 | am 1. Dezember; davon 1370 im Stadtbezirk (1040 Evangelische, 312 Katholiken, neun sonstige Christen und neun Juden) und 118 im Schloss-Gutsbezirk (103 Evangelische, 15 Katholiken)[9] |
| 1905 | 2184 | am 1. Dezember; davon 2069 im Stadtbezirk, darunter 1550 Evangelische (1543 mit deutscher Muttersprache, vier mit polnischer Muttersprache, eine Person spricht eine andere Sprache, und zwei Personen sprechen Deutsch und eine andere Sprache) und 512 Katholiken (498 mit deutscher Muttersprache, fünf mit polnischer Muttersprache, sechs Katholiken sprechen eine andere Sprache, und drei Katholiken sprechen Deutsch und eine andere Sprache), sowie 115 im Schloss-Gutsbezirk, darunter 78 Evangelische (sämtlich mit deutscher Muttersprache) und 37 Katholiken (33 mit deutscher und drei mit polnischer Muttersprache, ein Katholik spricht Deutsch und eine andere Sprache)[10] |
| 1910 | 2204 | am 1. Dezember, davon 2100 im Stadtbezirk und 104 im Schloss-Gutsbezirk[11] |
| 1933 | 2572 | [12] |
| 1939 | 2800 | [12] |
Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Das Rathaus am Ring wurde 1642 erbaut und erhielt seine heutige Form 1769. Auf dem Walmdach befindet sich ein Dachreiter mit Zwiebelhaube. Der Ring und die von hier abzweigenden Straßen werden von zumeist zweistöckigen, traufständigen Häusern aus dem 18. und 19. Jahrhundert gesäumt. Das älteste Wohnhaus der Stadt ist ein giebelständiges Gebäude am Ring, das von einer Büste mit der Jahreszahl 1588 bekrönt wird.
- Schloss Parchwitz
- St.-Andreas-Kirche
- Johannes-der-Täufer-Kirche
Partnerschaften
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Prochowice unterhält eine Partnerschaft mit Warburg, Nordrhein-Westfalen.
Wappen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In von Silber und Blau geteiltem Schild ein goldener Hase, der von Leibesmitte in einen silbernen Fischschwanz ausläuft. Laut Dr. Friedrich Vetter nahm der Ritter Peter von Parchwitz den „Fischhasen“ im Jahre 1263 als Wappen an. Es soll an die ertragreichen Wälder und Flüsse der Gegend erinnern.[3] Otto Hupp gab 1898 das Wappen der Stadt noch als goldenen „Fischhasen“ auf rotem Schild wieder.[13] Der spätere Bürgermeister Walter Stein änderte die Farbgebung in Blau-Weiß und knüpfte damit an die Farben der historischen Stadtfahne an, die seit 1800 am Rathaus hing.[3]
Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Durch Prochowice verlaufen die Staatsstraßen DK 94 Strzelno–Krakau und die DK 36 in westlicher Richtung nach Lubin und von dort nach Ostrów Wielkopolski im Nordosten.
Gemeinde
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Stadt- und Landgemeinde Prochowice gliedert sich neben dem gleichnamigen Hauptort in folgende Ortsteile:
- Cichobórz (Überschau)
- Dąbie (Dahme)
- Golanka Dolna (Nieder Heidau)
- Gromadzyń (Herrndorf)
- Kawice (Koitz)
- Kwiatkowice (Alt Läst)
- Lisowice (Leschwitz)
- Mierzowice (Merschwitz)
- Motyczyn (Möttig)
- Rogów Legnicki (Rogau)
- Szczedrzykowice (Spittelndorf)
- Szczedrzykowice-Stacja (Kolonie am Bahnhof)
Städtepartnerschaften
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Warburg, Deutschland
Söhne und Töchter der Stadt
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Max Fiedler (1868–1924), Kantor und Komponist
- Jan Šołta (1921–2004), Historiker und Wirtschaftswissenschaftler
- Gerhard Kaske (1925–2019), Chemiker, Physiker und Heimatforscher
- Horst Hiller (1931–2010), deutscher Physiker und Autor
- Friedrich Vetter (* 1940), deutscher Stadt- und Verkehrsgeograph
- Detlev Poguntke (* 1945), Mathematiker
- Elżbieta Szmytka (* 1956), Opernsängerin
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Martin Zeiller: Parchwitz. In: Matthäus Merian (Hrsg.): Topographia Bohemiae, Moraviae et Silesiae (= Topographia Germaniae. Band 11). 1. Auflage. Matthaeus Merians Erben, Frankfurt am Main 1650, S. 171 (Volltext [Wikisource]).
- Parchwitz, Stadt und Schlossgut, an der Katzbach, Kreis Liegnitz, Regierungsbezirk Liegnitz, Provinz Schlesien. In: Meyers Gazetteer, mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Parchwitz (meyersgaz.org).
- Schlesisches Güter-Adreßbuch, Fünfte Ausgabe, Korn, Breslau 1894, S. 289, Ziffer 2570 (Google Books).
- Hans Lutsch: Die Kunstdenkmäler des Reg.-Bezirks Liegnitz. Korn, Breslau 1891, S. 268–273 (Google Books).
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 Area and population in the territorial profile in 2024. Abgerufen am 7. September 2025.
- 1 2 3 4 5 6 Johann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch-topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preusz. Provinz Schlesien. 2. Auflage, Breslau 1845, S. 893–894 (Google Books).
- 1 2 3 4 5 6 7 8 Gemeindewebsite abger. am 14. November 2009.
- ↑ Lexikoneintrag zu Parchwitz, in: Meyers Großes Konversations-Lexikon, 6. Auflage, Band 15, Leipzig/Wien 1908, S. 432 (Zeno.org)
- 1 2 3 4 Alexander August Mützell und Leopold Krug: Neues topographisch-statistisch-geographisches Wörterbuch des preußischen Staats, Band 5: T–Z, Halle 1823, S. 352–359, Ziffer 522 (Google Books).
- ↑ Alexander August Mützell und Leopold Krug: Neues topographisch-statistisch-geographisches Wörterbuch des preußischen Staats, Band 4: P–S, Halle 1823, S. 10, Ziffer 355 (Google).
- ↑ Johann Georg Knie: Alphabethisch-Statistisch-Topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preuß. Provinz Schlesien, mit Einschluß des jetzt ganz zur Provinz gehörenden Markgrafthums Ober-Lausitz und der Grafschaft Glatz; nebst beigefügter Nachweisung von der Eintheilung des Landes nach den verschiedenen Zweigen der Civil-Verwaltung. Breslau 1830, S. 989 (Google Books).
- ↑ Topographisch-statistisches Handbuch des Preußischen Staats (Kraatz, Hrsg.). Berlin 1856, S. 455 (Google Books).
- 1 2 Königliches Statistisches Bureau: Die Gemeinden und Gutsbezirke der Provinz Schlesien und ihre Bevölkerung. Nach den Urmaterialien der allgemeinen Volkszählung vom 1. Dezember 1871 bearbeitet und zusammengestellt. Berlin 1874. X. Landkreis Liegnitz: S. 224–225, Ziffer 1 (Google Books), und S. 232–233, Ziffer 185 (Google Books).
- ↑ Königlich Preußisches Statistisches Landesamt: Gemeindelexikon für das Königreich Preußen. Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1905 und anderer amtlicher Quellen. Heft VI: Provinz Schlesien, Berlin 1908, S. 162–163, Ziffer 1 (Google Books), und S. 170–171, Ziffer 179 (Google Books).
- ↑ Landkreis Liegnitz. Gemeindeverzeichnis 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 16. Februar 2024; abgerufen am 25. Februar 2026.
- 1 2 Michael Rademacher: Liegnitz. Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: eirenicon.com.
- ↑ Otto Hupp: Die Wappen und Siegel der Deutschen Städte. Heft 2: Königreich Preußen : Pommern, Posen und Schlesien. 1898.


