Prochorus

Prochorus wird in der Apostelgeschichte (Apg 6,5 EU) zu den Sieben Diakonen der Jerusalemer Urgemeinde gezählt. Sein Name entstammt dem Griechischen und bedeutet „Vortänzer“.
Überlieferung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Nach der Überlieferung war Prochorus hellenistischer Herkunft. Petrus habe ihn später als Bischof von Nikomedia in Bithynien eingesetzt; zwischenzeitlich sei er als Sekretär des Apostels Johannes tätig gewesen. Nach seiner Rückkehr nach Nikomedia soll Prochorus das Martyrium erlitten haben.
Prochorus wurde ein Teil der Johannesakten zugeschrieben, nämlich die apokryphe Schrift der Geschichte des Lebens des Apostels Johannes, der von ihm gewirkten Wunder und seiner Aufnahme in den Himmel (in der lateinischen Übersetzung: Historia de vita, miraculis et assumptione Joannis Apostoli).[1] In der Bibelwissenschaft wird der namentlich nicht bekannte Verfasser daher als „Pseudo-Prochoros“ bezeichnet.
Liturgischer Gedenktag
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Sein Gedenktag ist in der katholischen und in der orthodoxen Kirche der 28. Juni.
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Ekkart Sauser: Prochoros. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 24, Bautz, Nordhausen 2005, ISBN 3-88309-247-9, Sp. 1185.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Fußnoten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Die Erzählung des Prochorus von den Thaten des Apostels Johannes. In: Theodor Zahn (Bearb.), unter Benutzung von C. v. Tischendorf’s Nachlass: Acta Joannis. Deichert, Erlangen 1880.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Prochorus |
| KURZBESCHREIBUNG | Diakon, Bischof von Nikomedia |
| GEBURTSDATUM | 1. Jahrhundert |
| STERBEDATUM | 1. Jahrhundert |