Bei der Eröffnung am 23. Oktober 1938 betrug das Fassungsvermögen noch 20.000 Zuschauer, allerdings wurde die Anlage im Zweiten Weltkrieg zerstört und erst nach und nach wieder aufgebaut. Beim Eröffnungsspiel 1938 unterlag der BFC Preussen mit 0:3 gegen Fortuna Düsseldorf vor 8000 Zuschauern, was vermutlich bis heute die Rekordbesucherzahl ist. Nach dem Krieg wurde das Stadion durch die US-Armee unter anderem auch für Baseball-Spiele genutzt.
Zuvor war der BFC Preussen im alten Preussen-Stadion beheimatet, das 1936 dem Flughafen Tempelhof weichen musste. Vom Tempelhofer Stadion sind die Betonstufen als „älteste Stehtraversen von Berlin“ erhalten. Mit dem Ausbau des Kamenzer Damms musste in den 2000er Jahren die Nordkurve des Stadions abgerissen werden.[2]
In der Saison 2022/23 war außerdem der Verein Delay Sports Berlin in dem Stadion beheimatet.[3]
Für die Saison 2025/26 erfüllt das Stadion wegen fehlender Abtrennung des Bereichs für auswärtige Zuschauer, wegen unzureichender Flutlichtanlage und fehlender Tribünenüberdachung nicht die Qualitätsstandards für die Austragung von Spielen der Regionalliga Nordost; dank bestehender Übergangsfristen wird eine Sonderregelung erwogen.[1]
Christian Wolter: Rasen der Leidenschaften. Die Fussballplätze von Berlin. Edition Else, Berlin 2011, ISBN 978-3-00-036563-8, S.216–217.
Peter Czoch, Daniel Küchenmeister, Thomas Schneider: Preussenstadion – Zuschauerrekord in Berlins elfter Liga. In: Fußballheimat Berlin. 100 Orte der Erinnerung. Ein Stadtreiseführer. Arete Verlag, Hildesheim 2024, ISBN 978-3-96423-115-4, S. 100f.