Zum Inhalt springen

Pinzberg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wappen Deutschlandkarte
Pinzberg
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Pinzberg hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 49° 41′ N, 11° 6′ OKoordinaten: 49° 41′ N, 11° 6′ O
Bundesland:Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Forchheim
Verwaltungs­gemeinschaft: Gosberg
Höhe: 334 m ü. NHN
Fläche: 13,31 km²
Einwohner: 1958 (31. Dez. 2025)[1]
Bevölkerungsdichte: 147 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 91361, 91358Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahl: 09191
Kfz-Kennzeichen: FO, EBS, PEG
Gemeindeschlüssel: 09 4 74 158
Gemeindegliederung: 5 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Reuther Str. 1
91361 Pinzberg
Website: pinzberg.de
Erste Bürgermeisterin: Elisabeth Simmerlein (Freie Wähler)
Lage der Gemeinde Pinzberg im Landkreis Forchheim
Karte
Karte

Pinzberg ist eine Gemeinde im oberfränkischen Landkreis Forchheim. Der Ortsteil Gosberg ist Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Gosberg.

Geografische Lage

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pinzberg liegt in der Planungsregion Oberfranken-West, etwa 5 km südöstlich von Forchheim.

Gemeindegliederung

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Pinzberg hat 5 Gemeindeteile.[2] Es gibt die Gemarkungen Dobenreuth, Gosberg und Pinzberg.[3]

Gemeindeteil Gemarkung
Dobenreuth Dobenreuth
Elsenberg Pinzberg
Gosberg Gosberg
Pinzberg Pinzberg
Steingraben Dobenreuth

Gemarkung Pinzberg

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemarkung Pinzberg liegt vollständig im Gemeindegebiet von Pinzberg und entspricht annähernd der Gemeindefläche Pinzbergs vor der Gebietsreform in Bayern. Sie hat eine Fläche von 6,197 km² und ist in 1758 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 3525,16 m² haben.[4] In der Gemarkung liegen die Pinzberger Gemeindeteile Elsenberg und Pinzberg.[5]

Nachbargemeinden

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Alte Schmiede und Wegbrunnen in Pinzberg

Bis zur Gemeindegründung

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pinzberg gehörte zum Hochstift Bamberg, das ab 1500 im Fränkischen Reichskreis lag. Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der Ort wie weite Teile Frankens zu Bayern (Siehe auch Geschichte Frankens).[6] Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Eingemeindungen

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor der Gebietsreform in Bayern hatte die Gemeinde Pinzberg eine Fläche von 620,35 Hektar (1964) und die Gemeindeteile Pinzberg und Elsenberg.[7] Die Gemeinde Dobenreuth mit einer Fläche von etwa 235 Hektar und den Gemeindeteilen Dobenreuth und Steingraben[8] und die Gemeinde Gosberg mit einer Fläche von etwa 478 Hektar und dem Gemeindeteil Gosberg[8] wurden zum 1. Mai 1978 in die Gemeinde Pinzberg eingegliedert.[9]

Einwohnerentwicklung

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Große Kreisstadt
Forchheim
Gemeinde
Wiesenthau
Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Gemeinde
Leutenbach
Gemeinde
Poxdorf
Gemeinde
Effeltrich
Gemeinde
Kunreuth
Bevölkerungsentwicklung
Jahr1961197019871991199520002005201020152019
Einwohner1493160816961824189818641923192619031970
WahljahrCSU/BürgerblockFreie Wählergruppe
Dorfgemeinschaft
Wählergemeinschaft
unabhängiger Bürger
Die ChanceAktive BürgerGesamt
2020363--12 Sitze
20144431-12 Sitze
2008443-112 Sitze

Ehrenamtliche Erste Bürgermeisterin ist seit 1. Mai 2020 Elisabeth Simmerlein (Freie Wählergruppe Dorfgemeinschaft Pinzberg, Gosberg, Dobenreuth, Elsenberg).[10] Von 1996 bis 2020 amtierte Reinhard Seeber (CSU/Bürgerblock). Sein Vorgänger war der spätere Landrat Reinhardt Glauber (1990 bis 1996).

Zweiter Bürgermeister ist Markus Galster (Wählergemeinschaft unabhängiger Bürger) und Dritter Bürgermeister Michael Schmitt (Freie Wählergruppe).

Jugendgemeinderat und Jugendbürgermeister

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1996 gibt es in Pinzberg einen Jugendgemeinderat. Dieser wurde vom damaligen Bürgermeister Reinhardt Glauber ins Leben gerufen. Der amtierende Jugendbürgermeister seit dem Jahr 2008 ist Fabian Friedl aus Gosberg.

Wappen von Pinzberg
Wappen von Pinzberg
Blasonierung: „In Gold eine eingeschweifte rote Spitze, darin ein silberner Torturm mit beiderseits anschließender silberner Quadermauer; beseitet vorne von einem schwarzen dreiblättrigen Kleeblatt, hinten von einer schwarzen Kornblumenblüte.“[11]
Wappenbegründung: Pinzberg besteht aus den Gemeinden Dobenreuth, Elsenberg, Gosberg und Pinzberg. Alle Orte sollen gleichermaßen in dem Wappen dargestellt werden. Der Turm ist das Wahrzeichen von Pinzberg und weist auf den viergeschossigen Kirchturm hin, der zugleich ein Torturm der Friedhofsbefestigung aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts ist. Die eingeschweifte rote Spitze ist das Symbol der Dreifaltigkeit und steht für den Ort Gosberg und seine Filialkirche, die der Heiligen Dreifaltigkeit geweiht ist. Das Kleeblatt steht für den Ort Dobenreuth und symbolisiert das seltene Patrozinium der Heiligen Familie. Seit dem Mittelalter wird sowohl die irdische wie die himmlische Dreifaltigkeit oft durch Naturformen wie Kleeblätter dargestellt. Die für den Ort Elsenberg wichtige Landwirtschaft wird durch die Kornblumenblüte dargestellt. Die Farben Gold und Schwarz aus dem bambergischen Hochstiftswappen erinnern an die lang währende Beziehung zum Bistum Bamberg. Im Jahr 1062 schenkte Heinrich IV. Teile des heutigen Gemeindegebiets von Pinzberg dem Bistum.

Die Gemeinde Pinzberg führt das Wappen seit 1988.

Bau- und Bodendenkmäler

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Wallfahrtsgelände mit Kapellen

Im Pfarrdorf Pinzberg gibt es 31 Baudenkmäler, wozu unter anderem eine ehemalige Schmiede und ein Wallfahrtsgelände gehören.

Wirtschaft und Infrastruktur

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2022 gab es 325 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort, 900 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort und 25 Arbeitslose. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keinen Betrieb, im Bauhauptgewerbe zwei Betriebe.

2020 bestanden 29 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 974 Hektar.[12]

Im nördlichen Gemeindegebiet verläuft die Staatsstraße 2236 von Forchheim über Gosberg und Dobenreuth nach Kunreuth. Die Kreisstraße FO 7 verläuft über Pinzberg von der Staatsstraße 2243 nördlichen von Effeltrich zur Staatsstraße 2236 bei Gosberg.

Im Gemeindegebiet liegen die beiden Bahnhaltepunkte Pinzberg und Gosberg der Strecke Forchheim–Behringersmühle, die zum Tarifgebiet des Verkehrsverbundes Großraum Nürnberg gehören.

Über den VGN sind Busverbindungen in die umliegenden Gemeinden und Städte verfügbar.

Durch Pinzberg verläuft der Fränkische Marienweg.

Im Jahre 2025 gab es folgende Einrichtungen:

  • eine Kindertageseinrichtung für bis zu 145 Kinder[13]
  • eine Außenstelle der Volkshochschule des Landkreises Forchheim[14]
  • Grundschule Pinzberg[15]
Commons: Pinzberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikivoyage: Pinzberg – Reiseführer

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. Einwohnerzahlen – Stand: 31. Dezember 2025. (PDF; 4,1 MB) Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke in Bayern. In: statistik.bayern.de. Bayerisches Landesamt für Statistik, Mai 2026, abgerufen am 21. Mai 2026 (Hilfe dazu).
  2. BayernPortal - Gemeinde Pinzberg
  3. Gemarkungs- und Gemeindeverzeichnis. In: ldbv.bayern.de. Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung, 17. April 2025, abgerufen am 16. Dezember 2025.
  4. Gemarkung Pinzberg (092681). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 5. Januar 2026.
  5. Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 5. Januar 2026.
  6. Johannes Neumann: Der Reichsdeputationshauptschluss von 1803: Voraussetzungen und Folgen (Memento vom 4. März 2016 im Internet Archive) (PDF-Datei; 179 kB)
  7. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 675 (Digitalisat).
  8. 1 2 Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 673 (Digitalisat).
  9. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 684 (Statistische Bibliothek des Bundes und der Länder [PDF; 41,1 MB]).
  10. Bürgermeister/Oberbürgermeister in kreisangehörigen Gemeinden. Bayerisches Landesamt für Statistik, 10. Mai 2023, abgerufen am 16. Mai 2023.
  11. Wappen von Pinzberg in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
  12. Statistik kommunal 2023. Bayerisches Landesamt für Statistik, abgerufen am 26. Juli 2025.
  13. Gemeinde Pinzberg: Kindertagesstätten. Abgerufen am 3. Juni 2025.
  14. Gemeinde Pinzberg: Erwachsenenbildung. Abgerufen am 3. Juni 2025.
  15. Gemeinde Pinzberg: Schulen. Abgerufen am 3. Juni 2025.