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Pierre Monier

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Robert Tournières (1667–1752): Pierre Mosnier, peintre (1702). Musée de l’Histoire de France (Versailles)

Pierre Monier (getauft am 2. März 1641 in Blois; † 29. Dezember 1703 in Paris), auch Meunier, Monnier, Monsnier oder Mosnier, war ein französischer Maler und Kunsttheoretiker. Er war der Sohn von Jean Monier (1600) sowie Bruder von Jean, Michel und Jacques Monier.[1]

Pierre Monier entstammte einer Malerfamilie aus Blois und ist ihr bekanntestes Mitglied. Ab Februar 1659 war er Schüler von Sébastien Bourdon. Im Jahr 1664 arbeitete er an der Dekoration der Galerie im Pariser Hôtel de Bretonvilliers und errang im selben Jahr den ersten Preis beim Prix de Rome der Académie royale de peinture et de sculpture mit dem Werk La conquête de la Toison d’or (Paris, École nationale supérieure des beaux-arts de Paris). Der Preis wurde auf Vorschlag des Königs und auf Betreiben des Finanzministers Jean-Baptiste Colbert an Monier vergeben.[2]

Einige Monate später reiste er nach Italien, wo er von 1665 bis 1673 zu den ersten Stipendiaten der Académie de France à Rome unter der Leitung von Charles Errard gehörte. In Rom studierte er besonders intensiv die Kunst der Carracci sowie die Tapisseriefolge zu den Taten der Apostel nach Raffael. Nach seiner Rückkehr nach Frankreich verwendete er Motive, die er in der Galleria Farnese kopiert hatte, zur Dekoration des Gewölbes in der Galerie des Ambassadeurs in den Pariser Tuilerien (1667). Dort lernte er Michel Corneille den Jüngeren, François Bonnemer und Louis René Vouet kennen.[2]

Im Jahr 1674 wurde Pierre Monier als Mitglied in die Académie royale de peinture et de sculpture aufgenommen. Sein Aufnahmestück war das Gemälde Hercule recevant des flèches d’Apollon, une épée de Mercure et une cuirasse de Vulcain pour préparer la défense de Theben menacée par les Minyens (Paris, Louvre, Depositum der École nationale supérieure des beaux-arts de Paris). 1676 wurde er zum außerordentlichen und 1686 zum ordentlichen Professor der Académie Royale berufen, wo er mehrere Vorlesungen hielt. Fortan widmete er sich vorrangig der Kunsttheorie und veröffentlichte im Jahr 1698 die Abhandlung Histoire des arts qui ont rapport au dessin, die er dem Marquis de Villacerf, Surintendant des Bâtiments du Roi, widmete.[2]

Pierre Monier: La conquête de la Toison d’or (Die Eroberung des Goldenen Vlieses), 1664. Ecole Nationale Supérieure des Beaux-Arts, Paris

Im Jahr 1680 arbeitete Pierre Monier gemeinsam mit Bonnemer und Jean Nocret an der Fassadendekoration des Schlosses in Marly-le-Roi. Von 1684 bis 1686 beteiligte er sich an der Tapisseriefolge Amours de Psyché, die nach Entwürfen von Giulio Romano in der Pariser Gobelins-Manufaktur gewirkt wurde. Erhaltene Stücke befinden sich in Arras (Musée des beaux-arts d’Arras: Danse des bergers et des bergères) und in Grenoble (Musée de Grenoble: La Musique). 1696 malte Monier für die Kathedrale Notre-Dame de Paris das Gemälde Saint Yves et la Vierge intercédant auprès du Christ pour le bon déroulement d’un procès pour le marquis de Locmariaker (das Gemälde ist verschollen, doch eine Zeichnung davon befindet sich im Puschkin-Museum in Moskau). Im Salon von 1699 war er mit zwei Gemälden vertreten, die Jesus Christus zeigen, wie er die Kinder zu sich ruft.[2]

Ein Jahr vor Moniers Tod, im Jahr 1702, wählte Robert Tournières ein Porträt von ihm als Aufnahmestück für die Académie Royale in Versailles. Unter den Gemälden, die Alexandre Lenoir dem Musée des monuments français übergab, befand sich eine Adoration des Mages von Pierre Monier aus der Pariser Kirche Sainte-Perrine de Chaillot.[2]

  • Monier, Pierre. In: Hans Vollmer (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Band 25: Moehring–Olivié. E. A. Seemann, Leipzig 1931.
  • Olivier Bonfait: Les peintres français du XVIIe siècle et la tradition provinciale. In: Antoine Schnapper, Pierre Rosenberg (Hrsg.): Mélanges en hommage à Pierre Rosenberg. Réunion des musées nationaux, Paris, 2001, S. 73–84.
  • Philippe de Chennevières-Pointel: Recherches sur la vie et les ouvrages de quelques peintres provinciaux de l’ancienne France. Bd. 2, J.-B. Dumoulin, Paris, 1850, S. 190–198.
  • Pierre Rosenberg: A propos de quelques peintres français du XVIIe siècle. In: The Burlington Magazine. Bd. 127, Nr. 990, September 1985, S. 786–789.
  • Emmanuel Bénézit: Dictionary of artists. Band 9: Maele – Müller. Paris, 2006.
  • Allgemeines Künstlerlexikon Online / Artists of the World Online. Herausgegeben von De Gruyter, Verlag De Gruyter, 2009.
Commons: Pierre Monier – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. RKD Research. Abgerufen am 10. April 2026.
  2. 1 2 3 4 5 De Gruyter (Hrsg.): Allgemeines Künstlerlexikon Online / Artists of the World Online. 2009.