Pierling
Pierling Stadt Traunreut | |
|---|---|
| Koordinaten: | 47° 58′ N, 12° 38′ O |
| Höhe: | 567 m |
| Eingemeindung: | 1. Januar 1978 |
| Postleitzahl: | 83301 |
| Vorwahl: | 08669 |

Pierling ist ein Ortsteil der Stadt Traunreut im Landkreis Traunstein mit ca. 50 Einwohnern. Der drei Kilometer südöstlich von Traunreut gelegene Weiler war der Hauptort der bis 1978 existierenden Gemeinde Pierling.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Name Pierling wird vom im 8. Jahrhundert in Freising belegten Personennamen Pircho abgeleitet. Pierling war zur Zeit des Kurfürstentums Bayern Sitz einer Hauptmannschaft. 1818 entstand mit dem bayerischen Gemeindeedikt die politische Gemeinde Pierling, die die Orte Frühling, Heiming, Hurtöst, Kirchberg, Oberwalchen, Oberweißenkirchen, Schlichtersberg und Unterweißenkirchen umfasste. Kirchstätt, das noch zur Hauptmannschaft Pierling gehört hatte, kam an die Gemeinde Traunwalchen.
Die Gemeinde Pierling bestand 1925 aus den neun Orten Frühling, Heiming, Hurtöst, Kirchberg, Oberwalchen, Oberweißenkirchen, Pierling, Schlichtersberg und Unterweißenkirchen, hatte 252 Einwohner und ein Gebiet von knapp 759 Hektar.[1] Am 1. Oktober 1950 wurde durch die Regierung von Oberbayern die neue Gemeinde mit dem Namen Traunreut aus Gebietsteilen der Gemeinden Palling, Pierling, Stein an der Traun und Traunwalchen neu gebildet.[2] 1964 hatte die Gemeinde ein Gebiet von 751,27 Hektar.[3]
Im Zuge der Gemeindegebietsreform wurde die Gemeinde Pierling aufgelöst. Die Orte Ober- und Unterweißenkirchen sowie Kirchberg[4] wurden am 1. Januar 1978 nach Palling eingegliedert, das restliche Gemeindegebiet kam zur Stadt Traunreut.
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Irmtraut Heitmeier: Ortsnameninterpretation und Siedlungsgeschichte. Ein methodischer Versuch am Beispiel des südöstlichen Chiemgaus, in: Zeitschrift für Bayerische Landesgeschichte (ZBLG) 53 (1990)
- Johannes Danner: 1200 Jahre Traunwalchen. aus der Geschichte eines Landstrichs an der Traun. Selbstverlag des Autors, Traunwalchen 1989, ISBN 3-925249-16-8.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 307 (Digitalisat).
- ↑ Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 582.
- ↑ Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 219 (Digitalisat).
- ↑ Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Die Gemeinden Bayerns nach dem Gebietsstand 25. Mai 1987. Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns und die Änderungen im Besitzstand und Gebiet von 1840 bis 1987 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 451). München 1991, DNB 920240593, OCLC 75242522, S. 55–56, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00070717-7 (Digitalisat – Fußnote 12).