Bitterkräuter
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Gewöhnliches Bitterkraut (Picris hieracioides), Illustration | ||||||||||||
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| Picris | ||||||||||||
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Die Bitterkräuter (Picris) bilden eine Pflanzengattung in der Unterfamilie der Cichorioideae innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae).
Beschreibung
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Vegetative Merkmale
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bei den Bitterkraut-Arten handelt es sich um ein-, zweijährige oder ausdauernde krautige Pflanzen, die Wuchshöhen von 10 bis 100 Zentimetern erreichen. Sie haben eine raue, zum Teil widerhakiges Indument. Manche Arten bilden Rhizome.
Generative Merkmale
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In trugdoldigen Gesamtblütenständen stehen die Blütenkörbe. Die Blütenkörbe enthalten nur 30 bis 100 (oder mehr) zygomorphe Zungenblüten. Die fünf meist gelben Kronblätter sind am Grund zu einer Röhre verwachsen. Die Zunge endet in fünf Kronzipfeln.
Die fünf- bis zehnrippigen Achänen sind 2,5 bis 5 Millimeter lang und etwas gebogen. Der Pappus besitzt zwei Reihen federiger, schneeweißer Pappushaare.


Systematik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Taxonomie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Gattung Picris wurde 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, Tomus II, Seite 792–793 aufgestellt.[1] Der botanische Gattungsname Picris ist vom griechischen Wort pikros für bitter (Geschmack) abgeleitet. Synonyme für Picris L. sind: Deckera Sch.Bip., Hagioseris Boiss., Spitzelia Sch.Bip.[1]
Äußere Systematik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Gattung Picris gehört zur Subtribus Hypochaeridinae aus der Tribus Cichorieae in der Unterfamilie Cichorioideae innerhalb der Familie Asteraceae.[2]
Arten und Verbreitung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Gattung Picris ist fast weltweit verbreitet. Der Verbreitungsschwerpunkt liegt im Mittelmeerraum. In Mitteleuropa findet sich nur die Art Gewöhnliches Bitterkraut, Habichtskraut-Bitterkraut (Picris hieracioides L.).
Es gibt 40 bis 50 Picris-Arten (Auswahl):
- Picris amalecitana (Boiss.) Eig: Sie kommt in der Türkei, in Syrien, im Libanon, in Jordanien, Israel und in Ägypten vor.[3]
- Picris asplenioides L.: Sie kommt in Marokko, Algerien, Tunesien, Libyen, Ägypten, auf der Sinaihalbinsel, in Israel und Jordanien vor.[3]
- Picris bracteata Losa: Sie kommt in Spanien vor.[3]
- Picris campylocarpa Boiss. & Heldr.: Sie kommt in der Türkei vor.[3]
- Picris cupuligera (Durieu) Walp.: Sie kommt in Marokko, Algerien, Tunesien und in Spanien vor.[3]
- Picris cyanocarpa Boiss.: Sie kommt auf der Sinai-Halbinsel und im Gebiet von Israel und Jordanien vor.[3]
- Picris cyprica Lack: Sie kommt in Zypern und in der Türkei vor.[3]
- Picris cyrenaica (Pamp.) Lack: Sie kommt in Libyen vor.[3]
- Gewöhnliches Bitterkraut, Habichtskraut-Bitterkraut (Picris hieracioides L.): Es gibt mehrere Unterarten.
- Picris hispanica (Willd.) P.D.Sell: Sie kommt in Spanien und Nordafrika vor.[3]
- Picris hispidissima (Bartl.) W.D.J.Koch: Sie kommt in Italien, Slowenien, Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro und eventuell auch in Griechenland vor.[3]
- Picris mauginiana Pamp.: Sie kommt in Libyen vor.[3]
- Picris olympica Boiss.: Sie kommt in der Türkei vor.[3]
- Picris pauciflora Willd.: Sie kommt u. a. in Europa im südöstlichen Frankreich, auf der Balkan-Halbinsel, auf Inseln der Ägäis, in der Türkei und auf der Krim vor.[3]
- Hohes Bitterkraut (Picris rhagadioloides (L.) Desf., Syn.: Picris altissima Delile, Picris sprengeriana auct.): Es kommt in Nordafrika, Südeuropa, Südosteuropa und Vorderasien vor.[3]
- Picris rivularis Pau: Sie kommt in Spanien vor.[3]
- Picris scaberrima Guss.: Sie kommt nur in Italien vor.[3]
- Picris sinuata (Lam.) Lack: Sie kommt nur in Algerien und Tunesien vor.[3]
- Picris sulphurea Delile: Sie kommt in Ägypten und auf der Sinaihalbinsel vor.[3]
- Picris willkommii (Schultz Bip.) Nyman: Sie kommt nur im südwestlichen Spanien und in Portugal vor.[3]
Nicht mehr zur Gattung Picris gerechnet werden die Arten der Gattung Helminthotheca, darunter:
- Helminthotheca comosa (Boiss.) Holub (Syn.: Picris comosa (Boiss.) Benth. & Hook. f. ex B.D.Jacks., Helminthia comosa Boiss.)[3]
- Natternkopf-Bitterkraut, Wurmlattich (Helminthotheca echioides (L.) Holub, Syn.: Picris echioides L., Helminthia echioides (L.) Juss.)[3]
Quellen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Zhu Shi, Norbert Kilian: In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Volume 20–21: Asteraceae. Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 2011, ISBN 978-1-93564107-0. Picris Linnaeus. S. 347–349 - textgleich online wie gedrucktes Werk.
- John L. Strother: In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico. Volume 19: Magnoliophyta: Asteridae, part 6: Asteraceae, part 1 (Mutisieae–Anthemideae). Oxford University Press, New York und Oxford, 2006, ISBN 0-19-530563-9. Picris Linnaeus. S. 302–303 - textgleich online wie gedrucktes Werk.
- H. H. Allan: Flora of New Zealand. Volume I: Indigenous Tracheophyta – Psilopsida, Lycopsida, Filicopsida, Gymnospermae, Dicotyledons. Owen, Wellington 1961, Nachdruck 1982. ISBN 0-477-01056-3. Picris. online. (engl.)
- Marek Slovák, Jaromír Kučera, Hans Walter Lack, Jotham Ziffer-Berger, Andrea Melicharková, Eliška Záveská, Peter Vďačný: Diversification dynamics and transoceanic Eurasian-Australian disjunction in the genus Picris (Compositae) induced by the interplay of shifts in intrinsic/extrinsic traits and paleoclimatic oscillations. In: Molecular Phylogenetics and Evolution, Volume 119, 2018, S. 182–195. doi:10.1016/j.ympev.2017.11.006
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 Zhu Shi, Norbert Kilian: In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Volume 20–21: Asteraceae. Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 2011, ISBN 978-1-93564107-0. Picris Linnaeus., S. 347–349 - textgleich online wie gedrucktes Werk.
- ↑ Picris im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland.
- 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 Werner Greuter (2006+): Compositae (pro parte majore). In: Werner Greuter, E. von Raab-Straube (Hrsg.): Compositae.: Datenblatt Picris In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity.