Kreis Petseri
Der Kreis Petseri (estnisch Petserimaa) war in der Zwischenkriegszeit (1920–1944) eine von elf historischen Verwaltungseinheiten der Republik Estland. Es lag im Südosten des Landes. Administratives Zentrum war die gleichnamige Stadt Petseri.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Entstehung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Vor dem Ersten Weltkrieg gehörte das Gebiet zum Russischen Kaiserreich. Nach dem Zusammenfall des Tsarenreiches und dem Estnischen Freiheitskrieg schlossen die Republik Estland und das sowjetische Russland den Frieden von Tartu. In diesem Vertrag trat Sowjetrussland den westlich des Flusses Welikaja gelegenen Teil des Pskover Gouvernements an Estland ab. Aus diesem Territorium entstand der Landkreis Petserimaa.[1]
Zwischenkriegszeit
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Petserimaa war stark russisch und orthodox geprägt, wirtschaftlich dominierten Land- und Forstwirtschaft.
Zweiter Weltkrieg
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Nach sowjetischer und deutscher Besetzung wurde der Hauptteil des Kreises 1944 an die Russische SFSR abgetreten; nur ein kleiner Teil verblieb bei Estland.
Jüngere Entwicklungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Estland verzichtete 1995 auf historische Gebietsansprüche. Ein 2005 unterzeichneter Grenzvertrag wurde bis heute (Stand: 2026) nicht ratifiziert, wodurch das Gebiet fast vollständig in Russland verbleibt.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Tania Lestal: Estonia - Paradise of the North: The lost Estonian county of Petserimaa. In: Estonia - Paradise of the North. 16. August 2025, abgerufen am 29. September 2026.