Bolschaja Poljana (Kaliningrad)
Siedlung
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| Ortsname | Name bis 1947/50 | Bemerkungen |
|---|---|---|
| Beregowoje (Береговое) | Schön-Nuhr und bei Bürgersdorf | Der Ort wurde 1950 umbenannt und offenbar vor 1975 an den Ort Suchodolje angeschlossen. |
| Bolschaja Poljana (Большая Поляна) | Paterswalde | Verwaltungssitz |
| Bratskoje (Bratskoje) | Moritzlauken, 1938–1945:„Moritzfelde“ | Der Ort wurde 1950 umbenannt und vor 1975 verlassen. |
| Chlebnikowo (Хлебниково) | Allenberg | Der Ort wurde 1947 umbenannt und vor 1975 an die Siedlung städtischen Typs Snamensk angeschlossen. |
| Denissowo (Денисово) | Neu Wehlau | Der Ort wurde 1950 umbenannt und später an den Ort Jagodnoje angeschlossen. |
| Gordoje (Гордое) | Bürgersdorf | Der Ort wurde 1950 umbenannt. |
| Jagodnoje (Ягодное) | Lindendorf | Der Ort wurde 1947 umbenannt. |
| Jelnjaki (Ельняки) | Frischenau | Der Ort wurde 1947 umbenannt und war zunächst in den Dorfsowjet Saretschenski eingeordnet. |
| Klubnitschnoje (Клубничное) | Stanillen | Der Ort wurde 1947 umbenannt und vor 1975 verlassen. |
| Meschduretschje (Междуречье) | Piaten | Der Ort wurde 1947 umbenannt und vor 1975 aus dem Ortsregister gestrichen. |
| Ossipenkowo (Осипенково) | Preußlauken | Der Ort wurde 1950 umbenannt und vor 1975 verlassen. |
| Retschnoje (Речное) | Magotten | Der Ort wurde 1947 umbenannt und war zunächst in den Dorfsowjet Saretschenski eingeordnet. |
| Sawetnoje (Заветное) | Groß Nuhr | Der Ort wurde 1947 umbenannt und offenbar vor 1988 an den Ort Suchodolje angeschlossen. |
| Suchodolje (Суходолье) | Klein Nuhr | Der Ort wurde 1947 umbenannt. |
| Telmanowo (Телманово) | Richau | Der Ort wurde 1947 umbenannt. |
| Tschkalowo (Чкалово) | Koppershagen | Der Ort wurde 1950 umbenannt und vor 1975 verlassen. |
| Uljanowka (Ульяновка) | Rockelkeim | Der Ort wurde 1947 umbenannt und vor 1975 verlassen. |
| Wolostnowo (Волостново) | Seekshof | Der Ort wurde 1950 umbenannt und vor 1975 verlassen. |
Der 1947 umbenannte Ort Rodniki (Leißienen) wurde ebenfalls zunächst in den Bolschepoljanski selski Sowet eingeordnet, kam dann (vor 1975) aber in den Druschbinski selski Sowet im Rajon Prawdinsk.
Einwohnerentwicklung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Jahr | Einwohner[5] |
|---|---|
| 1910 | 1.353 |
| 1933 | 1.186 |
| 1939 | 1.225 |
| 2002 | 338 |
| 2010 | 298 |
Kirche
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Kirchengebäude
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die bis 1945 evangelische Kirche in Paterswalde stammt in ihrer Gründung aus der Ordenszeit und ging aus einer Wallfahrtskapelle südlich des heutigen Dorfes Bolschaja Poljana hervor. Im Reiterkrieg wurde sie Opfer eines Brandes. 1541/42 wurde sie neu erbaut, musste aber 1869 wieder geschlossen und abgebrochen werden.
Es entstand 1877 der neoromanische Neubau, dessen Turm im Zweiten Weltkrieg schwere Beschädigungen erlitt. Nach 1945 fungierte das Gebäude zweckentfremdet als Speicher. Das Dach deckte man mit Asbestzementplatten ab, die Fenster wurden zugemauert. Das Gebäude gehört heute der Russisch-orthodoxen Kirche.
Kirchengemeinde
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Evangelisch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das alte Kirchdorf Paterswalde gehörte bis 1945 mit seiner seit der Reformation überwiegend evangelischen Bevölkerung zum Kirchenkreis Wehlau in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union. Dem Paterswalder Kirchspiel waren auch die Orte Lindendorf und Richau zugeordnet.
Nach 1945 kam das kirchliche Leben zum Erliegen. Erst nach dem Zerfall der Sowjetunion 1990/91 entstand hier durch neu angesiedelte russlanddeutsche Familien wieder neues kirchliches Leben. Es bildete sich 1994 eine feste Gemeinde, die sich in die neu errichtete Propstei Kaliningrad innerhalb der Evangelisch-Lutherischen Kirche Europäisches Russland (ELKER) eingliederte. Die zuständigen Geistlichen sind die Pfarrer der Auferstehungskirche in Kaliningrad. Die Kirchengemeinde ist Partnergemeinde der Evangelischen Kirchengemeinde Berlin-Mahlsdorf.[6]
Orthodox
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In Bolschaja Poljana lebende Angehörige der russisch-orthodoxen Kirche gehören zu deren Eparchie Kaliningrad und der Diözese Kaliningrad und Baltijsk.
Persönlichkeiten des Ortes
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Eduard Krah (* 17. Oktober 1820 in Paterswalde; † 1896), Direktor des Insterburger Gymnasiums
- Johannes Gallandi (* 15. Juni 1843 in Paterswalde; † 1917), preußischer Offizier, Genealoge
- Johannes Blaskowitz (* 10. Juli 1883 in Paterswalde; † 1948), Generaloberst
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Werner Lippke: Heimatbuch des Kreises Wehlau im Alle-Pregel-Deime-Gebiet. Band 1, Rautenberg, Leer 1988, ISBN 3-7921-0142-4.
- Friedwald Moeller: Altpreußisches evangelisches Pfarrerbuch von der Reformation bis zur Vertreibung im Jahre 1945. Verein für Familienforschung in Ost- und Westeuropa e.V, Hamburg 1968.
- Christa Stache: Verzeichnis der Kirchenbücher im Evangelischen Zentralarchiv in Berlin. Teil 1: Die östlichen Kirchenprovinzen der Evangelischen Kirche der altpreußischen Union. 3. Auflage. Evangelisches Zentralarchiv, Berlin 1992, ISBN 3-9801646-4-0.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Таблица 1.10 «Численность населения городских округов, муниципальных районов, муниципальных округов, городских и сельских поселений, городских населенных пунктов, сельских населенных пунктов» Программы итогов Всероссийской переписи населения 2020 года, утвержденной приказом Росстата от 28 декабря 2021г. № 963, с данными о численности постоянного населения каждого населенного пункта Калининградской области. (Tabelle 1.10 „Bevölkerungsanzahl der Stadtkreise, munizipalen Rajons, Munizipalkreise, städtischen und ländlichen Siedlungen [insgesamt], städtischen Orte, ländlichen Orte“ der Ergebnisse der Allrussischen Volkszählung von 2020 [vollzogen am 1. Oktober 2021], genehmigt durch die Verordnung von Rosstat vom 28. Dezember 2021, Nr. 963, mit Angaben zur Zahl der Wohnbevölkerung jedes Ortes der Oblast Kaliningrad.)
- 1 2 Durch den Указ Президиума Верховного Совета РСФСР от 17 июня 1947 г.«Об образовании сельских советов, городов и рабочих поселков в Калининградской области» (Erlass des Präsidiums des Obersten Sowjets der RSFSR vom 17. Juni 1947: Über die Bildung von Dorfsowjets, Städten und Arbeitersiedlungen in der Oblast Kaliningrad)
- ↑ Information auf www.gako.name ( des vom 22. Juni 2018 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (ru.)
- ↑ Artikel über Snamensk bei http://gako2006.narod.ru/M_goroda/ (ru.)
- ↑ Volkszählungsdaten
- ↑ Kontaktgruppe Kaliningrader Gebiet. ( des vom 8. Oktober 2018 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. auf www.kirche-mahlsdorf.de


