Pascal Meiser

Pascal Meiser (* 7. März 1975 in Saarbrücken) ist ein deutscher Politiker (Die Linke). Er war von Oktober 2017 bis März 2024 Mitglied des Deutschen Bundestages und gehört ihm seit März 2025 erneut an.
Ausbildung und Beruf
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Pascal Meiser wuchs in Lebach-Knorscheid und Nalbach-Körprich auf und besuchte von 1981 bis 1985 die Grundschule Körprich. Anschließend absolvierte er das Abitur von 1985 bis 1994 am Johannes-Kepler-Gymnasium in Lebach. Nach der Schule leistete er von 1994 bis 1995 seinen Zivildienst in einem Caritas-Kinderhort in der Landesaufnahmestelle für Vertriebene und Flüchtlinge. Anschließend studierte Meiser von 1995 bis 2005 Politikwissenschaften, Publizistik und Psychologie an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz, der University of Leeds und der Freien Universität Berlin.[1]
Nach dem Abschluss als Diplom-Politikwissenschaftler folgte von 2005 bis 2006 eine Ausbildung zum Gewerkschaftssekretär bei der IG Metall. Danach arbeitete er von 2006 bis 2007 als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Deutschen Bundestag. Im Jahr 2007 wechselte er als Mitarbeiter für den Parteiaufbau West zur Bundesgeschäftsstelle der Partei Die Linke, wo er 2010 Leiter des Bereiches Kampagnen und Parteientwicklung wurde. Diese Tätigkeit übte er bis zu seiner Wahl 2017 in den Deutschen Bundestag aus.
Nach seinem zwischenzeitlichen Ausscheiden aus dem Deutschen Bundestag, arbeitete er als Beauftragter für die Beziehungen zu Verbänden und Nichtregierungsorganisationen[2] für kurze Zeit in der Bundesgeschäftsstelle der Partei Die Linke.
Politischer Werdegang
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Linke
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Von 2011 bis 2024 war Pascal Meiser im Bezirksvorstand Die Linke Friedrichshain-Kreuzberg, ab 2013 war er Bezirksvorsitzender. Von Dezember 2018 war er zudem stellvertretender Vorsitzender des Landesverbandes Berlin seiner Partei.[3]
Deutscher Bundestag
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Meiser kandidierte als Direktkandidat zur Bundestagswahl 2017 im Wahlkreis Berlin-Friedrichshain – Kreuzberg – Prenzlauer Berg Ost (Wahlkreis 83) und auf Platz vier der Landesliste der Partei Die Linke. Über die Landesliste zog er 2017 und 2021[4] in den Bundestag ein. Als Folge der Mandatsverschiebungen nach der Teilwiederholungswahl 2024 in Berlin verlor er mit Wirkung zum 4. März 2024 seinen Abgeordnetensitz an Jörg Cezanne.
Er war ordentliches Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Energie und im Ausschuss für Arbeit und Soziales des Deutschen Bundestages. Zudem war er Sprecher für Gewerkschaftspolitik und Dienstleistungspolitik seiner Fraktion.[5]
Bei der Bundestagswahl 2025 trat er als Direktkandidat im Wahlkreis Berlin-Friedrichshain-Kreuzberg – Prenzlauer Berg Ost und auf der Landesliste der Berliner Linke an.[6] Mit 34,7 Prozent der Erststimmen gewann er das Direktmandat vor der Grünen Katrin Schmidberger (30,6 Prozent)[7] und zog damit in den 21. Deutschen Bundestag ein. Dort ist er stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Wohnen, Stadtentwicklung, Bauwesen und Kommunen sowie im Ausschuss für Arbeit und Soziales.[8] Er ist erneut Sprecher für Gewerkschaftspolitik und nun auch Sprecher für Arbeitspolitik und Arbeitsrecht seiner Fraktion.[9]
Kandidaturen für das Abgeordnetenhaus von Berlin
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus von Berlin 2011 erreichte er im Wahlkreis Friedrichshain-Kreuzberg 2 mit 7,7 % den dritten Platz bei den Erststimmen und verfehlte den Einzug ins Abgeordnetenhaus. Bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus von Berlin 2016 erreichte er im Wahlkreis Friedrichshain-Kreuzberg 2 mit 22,4 % den zweiten Platz bei den Erststimmen und verfehlte abermals den Einzug ins Abgeordnetenhaus.
Mitgliedschaften
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Meiser ist Mitglied bei Die Linke, Berliner Mieterverein, ver.di, IG Metall, Volkssolidarität, Pro Asyl, Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten, FSV Hansa 07, Verein zur Erforschung und Darstellung der Geschichte Kreuzbergs, Nachbarschaftshaus für interkulturelle Begegnung – ORA 34, Kreuzberg hilft, Helle Panke – Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin, Förderkreis demokratischer Volks- und Hochschulbildung, Deutsche Parlamentarische Gesellschaft
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Website von Pascal Meiser
- Biografie beim Deutschen Bundestag
- Pascal Meiser auf abgeordnetenwatch.de
- Pascal Meiser: Exil-Saarländer bald im Bundestag? in der Saarbrücker Zeitung
- Linke-Kandidat Pascal Meiser will Bundestagswahlkreis direkt gewinnen in der Berliner Woche
- Dreikampf im Szenekiez im Neuen Deutschland
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Deutscher Bundestag - Pascal Meiser. Abgerufen am 8. September 2020.
- ↑ Pascal Meiser | Pascal Meiser persönlich. Abgerufen am 28. August 2026.
- ↑ Hauptversammlung 05. Juli 2024. Abgerufen am 27. August 2026.
- ↑ Wahlergebnisse beim Bundeswahlleiter
- ↑ Fraktion Die Linke im Bundestag: SprecherInnen. Archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 28. Februar 2017; abgerufen am 8. September 2020. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- ↑ Landeslisten der Parteien in Berlin - Die Bundeswahlleiterin. Abgerufen am 7. Februar 2025.
- ↑ Bundestagswahl 2025 in Berlin: So hat Ihre Nachbarschaft gewählt. In: Berliner Morgenpost. Abgerufen am 24. Februar 2025.
- ↑ Deutscher Bundestag - Pascal Meiser. Abgerufen am 18. Januar 2026.
- ↑ Abgeordneten Profil Pascal Meiser. Abgerufen am 28. August 2026.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Meiser, Pascal |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Politiker (Die Linke), MdB |
| GEBURTSDATUM | 7. März 1975 |
| GEBURTSORT | Saarbrücken |