Panciu
| Panciu Páncsu | ||||
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| Basisdaten | ||||
| Staat: | ||||
| Historische Region: | Westmoldau | |||
| Kreis: | Vrancea | |||
| Koordinaten: | 45° 55′ N, 27° 5′ O | |||
| Zeitzone: | OEZ (UTC+2) | |||
| Höhe: | 269 m | |||
| Fläche: | 61,85 km² | |||
| Einwohner: | 6.921 (1. Dezember 2021[1]) | |||
| Bevölkerungsdichte: | 112 Einwohner je km² | |||
| Postleitzahl: | 625400 | |||
| Telefonvorwahl: | (+40) 02 37 | |||
| Kfz-Kennzeichen: | VN | |||
| Struktur und Verwaltung (Stand: 2024[2]) | ||||
| Gemeindeart: | Stadt | |||
| Gliederung: | 5 Gemarkungen/Katastralgemeinden: Crucea de Jos, Crucea de Sus, Dumbrava, Neicu, Satu Nou | |||
| Bürgermeister : | Nicolai Mărăscu (PNL) | |||
| Postanschrift: | Str. Titu Maiorescu, nr. 15 loc. Panciu, jud. Vrancea, RO–625400 | |||
| Website: | ||||
Panciu (ungarisch Páncsu) ist eine Kleinstadt im Kreis Vrancea in Rumänien.
Geographische Lage
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Panciu liegt am Drum național 2L in der historischen Region Westmoldau im Vorland der Ostkarpaten, an den Ausläufern des Vrancea-Gebirges. Das Stadtzentrum befindet sich auf einem kleinen Höhenrücken, der im Norden und Süden von zwei Bächen begrenzt wird. Die Kreishauptstadt Focșani befindet sich etwa 30 km südlich.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die ältesten archäologischen Funde der Region stammen aus dem Paläolithikum.[3] Im Jahr 1589 wurde Panciu unter dem Namen Crucea erstmals urkundlich erwähnt. Im 17. Jahrhundert entwickelte sich der vor allem vom Weinbau lebende Ort zu einem lokalen Verwaltungszentrum.[4] 1798 wurde der Ortsname Panciu erstmals erwähnt.[3] Neben Rumänen lebten in Panciu auch viele Juden (1.410 im Jahr 1900).[5] 1907 kam es im Rahmen des Bauernaufstandes in Rumänien auch in Panciu zu Unruhen.[6] Der Ort war mehrfach von Katastrophen betroffen; so durch ein Feuer 1869, durch ein Erdbeben 1894 und durch Kampfhandlungen im Ersten Weltkrieg 1916.[4] Am schwersten wirkte sich ein Erdbeben am 10. November 1940 mit einer Stärke von 7,4 auf der Richter-Skala aus. 42 Personen wurden getötet, 70 schwer verletzt und nahezu der ganze Ort zerstört.[7] Die anschließend wieder aufgebaute Stadt besteht zum großen Teil aus Plattenbauten.
Heute sind neben dem Weinbau die Textilindustrie und die Lebensmittelverarbeitung von vorrangiger Bedeutung.
Bevölkerung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bei der Volkszählung 2002 wurden in der Stadt 8903 Einwohner registriert, darunter 8839 Rumänen und 55 Roma.[8] 5327 lebten in der eigentlichen Stadt, die übrigen in den eingemeindeten Ortschaften.
Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Panciu ist Endhaltestelle der Bahnstrecke Mărășești–Panciu von Buzău kommend, welche seit 2011 nur noch für den Güterverkehr eingesetzt wird.[9]
Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Kloster Brazi (17./18. Jahrhundert)
- historische Weinkeller (18./19. Jahrhundert)
- jüdischer Friedhof (19. Jahrhundert)
Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Ioan Slavici (1848–1925), Schriftsteller
- Gheorghe Alexianu (1897–1946), Gouverneur Transnistriens von 1941 bis 1944, geboren in Străoane.[10]
- Dan Nica (* 1960), Politiker
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Volkszählung 2021 in Rumänien bei citypopulation.de
- ↑ Autoritatea Electorală Permanentă: Primar. prezenta.roaep.ro, 9. Juni 2024, abgerufen am 3. März 2025 (rumänisch).
- 1 2 Muzeul Vrancei, abgerufen am 8. Februar 2009 ( vom 15. April 2010 im Internet Archive)
- 1 2 România Pitorească, abgerufen am 8. Februar 2009 ( vom 6. Juni 2016 im Internet Archive)
- ↑ Jewishgen.org, abgerufen am 8. Februar 2009
- ↑ jurnalul.ro, abgerufen am 8. Februar 2009 ( des vom 4. März 2016 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- ↑ Adevarul.ro, abgerufen am 8. Februar 2009 ( vom 1. Mai 2009 im Internet Archive)
- ↑ Volkszählung 2002, abgerufen am 8. Februar 2009
- ↑ George Noapteș: Gara din Panciu, scoasă la mezat de CFR din lipsă de fonduri. monitoruldevrancea.ro, 13. September 2023, abgerufen am 3. März 2025 (rumänisch).
- ↑ Angaben zu Gheorghe Alexianu bei books.google.de
