Palawandrongo
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Palawandrongo | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Dicrurus palawanensis | ||||||||||||
| Tweeddale, 1878 |
Der Palawandrongo (Dicrurus palawanensis) ist ein Singvogel aus der Familie der Drongos (Dicruridae).[1]
Der Vogel ist endemisch in den Philippinen auf den Inseln Palawan, Busuanga, Culion, Balabac, Cagayancillo, Semirara und Cuyo.
Die Art wurde in der Vergangenheit als konspezifisch mit zahlreichen Drongos angesehen wie dem Glanzfleckdrongo (Dicrurus bracteatus), dann als Dicrurus bracteatus palawanensis bezeichnet, zuletzt als konspezifisch mit dem Haarbuschdrongo (Dicrurus hottentottus) und Dicrurus hottentottus palawanensis genannt.[2]
Aufgrund molekularbiologischer Phylogenetik wurde die Art als eigenständig anerkannt.[3]
Der Lebensraum umfasst hauptsächlich immergrüne feuchte Wälder, Hemiborealer Mischwald, Sekundärwald und dichtes Gestrüpp unterhalb von 1,500 m. ü. M.
Merkmale
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Vogel misst etwa 24–2 cm. Das Gefieder ist bräunlich-schwarz, hell metallisch grün glänzend mit einzelnen kleinen glitzernden Brustfedern und glänzenden Nackenfedern, abgesetzt gegen den samtschwarzen Rücken. Flügeldecken und Steuerfedern sind hell glänzend, fast bronze-grün. Die Zügel, Federn auf der Schnabelbasis und die Unterseite sind nicht glänzend samtschwarz, beim charakteristischen Schwanz werden die Federn von der Mitte aus allmählich länger, die Spitzen der äußersten sind leicht nach oben gerollt. Die Iris ist rot, der spitze und herabgebogene Schnabel ist dunkelgrau bis schwarz, trägt keinen Haken an der Spitze. Die Beine sind schwarz.
Das Weibchen ist matter, weniger samtartig und kleiner. Jungvögel sind brauner und weniger glänzend, die Unterflügeldecken tragen weiße Federspitzen.[5]
Geografische Variation
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Es werden folgende Unterarten anerkannt:[2][5][6][7][8]
- D. p. palawanensis Tweeddale, 1878, Nominatform
- D. p. cuyensis (McGregor, 1903)[9] – Auf Semirara und Cuyo, glänzender und etwas größer
Stimme
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Vogel ist besonders während der Brutzeit sehr lärmig. Der Gesang wird als sehr variabel beschrieben, beginnt mit lauten, harschen, scharfen „tchip“ Lauten oder ” nasalen Summtönen, wird dann melodiös klingelnd oder klirrend auf unterschiedlichen Höhen und in verschiedenen Geschwindigkeiten. Rufe sind ein zweisilbiges „tsit-weet“, der zweite Laut ansteigend und weicher. Nach einer kurzen Pause wird der Ruf wiederholt.[5]
Lebensweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Art ist ein Standvogel. Die Nahrung besteht vermutlich hauptsächlich aus Insekten und Nektar. Das Brutverhalten dürfte dem des Haarbuschdrongos (Dicrurus hottentottus) entsprechen.[5]
Gefährdungssituation
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Palawandrongo gilt als nicht gefährdet (Least Concern).[10]
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- A. Tweeddale: Dicrurus palawanensis. In: Proceedings of the Zoological Society of London 1878, Teil 3, S. 614, 1878, Biodiversity Library
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- xeno-canto: Tonaufnahmen – Palawandrongo (Dicrurus palawanensis)
- Palawandrongo (Dicrurus palawanensis) auf eBird.org
- BirdLife International: Species Factsheet – Palawan-drongo (Dicrurus palawanensis)
- Macaulay Library
- Palawandrongo auf oiseaux.net (französisch)
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ P. H. Barthel, C. Barthel, E. Bezzel, P. Eckhoff, R. van den Elzen, Ch. Hinkelmann & F. D. Steinheimer: Die Vögel der Erde - Arten, Unterarten, Verbreitung und deutsche Namen, 3. ergänzte Auflage, 2022, PDF
- 1 2 Palawandrongo (Dicrurus hottentottus palawanensis) bei Avibase; abgerufen am 16. Mai 2026.
- ↑ S. B. Shakya, M. Irham, M. L. Brady, T. Haryoko, Y. S. Fitriana, O. Johnson, M. A. Rahman, N. J. Robi, R. G. Moyle, D. M. Prawiradilaga und F. H. Sheldon: Observations on the relationships of some Sundaic passerine taxa (Aves: Passeriformes) previously unavailable for molecular phylogenetic study. In: Journal of Ornithology, Band 161, S. 651–664, 2020, PDF
- ↑ J. A. Jobling: A Dictionary of Scientific Bird Names. Oxford University Press. 1991. ISBN 0-19-854634-3.
- 1 2 3 4 G. Rocamora, J. del Hoyo, N. Collar, D. Yeatman-Berthelot, D. A. Christie und G. M. Kirwan: Palawan Drongo (Dicrurus palawanensis), version 1.0. In: N. D. Sly (Herausgeber): Birds of the World. 2023, Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA. Dicrurus palawanensis
- ↑ World Bird List 15.2 Orioles, drongos, fantails
- ↑ AviList Core Team. 2025. AviList: The Global Avian Checklist, v2025. AviList.v2025
- ↑ J. F. Clements, P. C. Rasmussen, T. S. Schulenberg, M. J. Iliff, J. A. Gerbracht, D. Lepage, A. Spencer, S. M. Billerman, B. L. Sullivan, M. Smith und C. L. Wood: The eBird/Clements Checklist of Birds of the world: v2025, 2025, Version 2025. Abgerufen am 23. Januar 2026
- ↑ R. C. McGregor: Chibia cuyensis. In: Bulletin of the Philippine Museum, Band 1, S. 5, 1903, Biodiversity Library
- ↑ Dicrurus palawanensis in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2023. Eingestellt von: BirdLife International, 2023. Abgerufen am 16. Mai 2026.