Pacific Science Association
| Pacific Science Association (PSA) | |
|---|---|
| Rechtsform | wissenschaftliche Gesellschaft |
| Gründung | 1920 |
| Sitz | Bishop Museum, Honolulu, Hawaii |
| Zweck | Förderung der wissenschaftlichen Zusammenarbeit der Länder und Völker des Pazifikraums |
| Präsident | Nancy Lewis[1] |
| Personen | Chang Hung-Shou (Vizepräsident) Makoto Tsuchiya (Generalsekretär und Schatzmeister) Steve Young (Herausgeber) |
| Website | www.pacificscience.org |
Die Pacific Science Association (PSA, deutsch: Wissenschaftliche Vereinigung des Pazifischen Ozeans) ist eine regionale, nichtstaatliche wissenschaftliche Organisation, die die Förderung von Wissenschaft und Technologie zur Unterstützung einer nachhaltigen Entwicklung im pazifischen Raum zum Ziel hat. Sie ging aus der 1. Pan-Pacific Scientific Conference hervor, die 1920 in Honolulu unter dem Vorsitz von Herbert Ernest Gregory und mit Arthur L. Dean als Vizepräsident und Sekretär stattfand. Das Sekretariat befindet sich im Bishop Museum in Honolulu, Hawaii.
Aktivitäten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Durch Pacific-Science-Kongresse, Inter-Congress-Tagungen und fortlaufende wissenschaftliche Arbeitsgruppen bietet die PSA eine interdisziplinäre Plattform, auf der Wissenschaftler gemeinsame Anliegen und Prioritäten der Region diskutieren und bewerten können. Über ihr wissenschaftliches Netzwerk verbindet die PSA Forschende aus Industrieländern mit jenen aus Entwicklungsländern, einschließlich der Inselstaaten und abgelegeneren Gebiete des Pazifiks. Die PSA fördert Forschungsvorhaben zu wichtigen aufkommenden Herausforderungen der Region, etwa dem Verlust der biologischen Vielfalt, dem Klimawandel, Infektionskrankheiten sowie den sozialen Auswirkungen der Globalisierung. In diesen Bereichen kann die Wissenschaft entscheidende Informationen bereitstellen, die sowohl von der Gesellschaft als auch von politischen Entscheidungsträgern benötigt werden, um fundierte und sachgerechte Entscheidungen zu treffen. Die PSA ist seit 1970 eine wissenschaftliche Partnerorganisation des Internationalen Wissenschaftsrats (ICSU).
Zu den laufenden Aktivitäten der PSA gehören:
- Pacific Science Congresses sind mehrteilige wissenschaftliche Kongresse mit zahlreichen Symposien, die alle vier Jahre an wechselnden Orten stattfinden. In den Zwischenjahren werden kleinere, thematisch stärker fokussierte Inter-Congress-Tagungen abgehalten. Seit 1920 fanden 23 Kongresse und 12 Inter-Congresse statt. Veranstaltungsorte waren unter anderem Tokio, Honolulu, Vancouver, Peking, Kuala Lumpur, Tahiti, Fidschi, Chabarowsk und Valparaíso. Der 23. Kongress wurde im Juni 2016 auf dem Campus der Academia Sinica in Taipeh (Taiwan) abgehalten. Der jüngste, der 24. Pacific Science Congress wurde gemeinsam von der Chinesischen Vereinigung für Wissenschaft und Technologie (CAST) auf dem Campus der Shantou-Universität in Shantou in der Volksrepublik China vom 20. bis 24. November 2025 ausgerichtet.
- Pacific Science ist die offizielle Zeitschrift der PSA. Sie erscheint vierteljährlich und ist den biologischen, physikalischen und sozialwissenschaftlichen Forschungen der Pazifikregion gewidmet.
Kongresse
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Nr. | Jahr | Veranstaltungsort | Bezeichnung |
|---|---|---|---|
| I | 1920 | Honolulu | Pan-Pacific Scientific Conference |
| II | 1923 | Melbourne | Pan-Pacific Science Congress |
| III | 1926 | Tokio | Pan-Pacific Science Congress |
| IV | 1929 | Java | Pacific Science Congress |
| V | 1933 | Victoria | |
| VI | 1939 | San Francisco | |
| VII | 1949 | Auckland | |
| VIII | 1953 | Quezon City | |
| IX | 1957 | Bangkok | |
| X | 1961 | Honolulu | |
| XI | 1966 | Tokio | |
| XII | 1971 | Canberra | |
| XIII | 1975 | Vancouver | |
| XIV | 1979 | Chabarowsk | |
| XV | 1983 | Dunedin | |
| XVI | 1987 | Seoul | |
| XVII | 1991 | Honolulu | |
| XVIII | 1995 | Peking | |
| XIX | 1999 | Sydney | |
| XX | 2003 | Bangkok | |
| XXI | 2007 | Okinawa | |
| XXII | 2011 | Kuala Lumpur | |
| XXIII | 2016 | Taipeh | |
| XXIV | 2025 | Shantou | PSC-24 |
Mitgliedschaft
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Die Pacific Science Association setzt sich aus nationalen Mitgliedern, Einzelmitgliedern sowie Nichtregierungs- und Unternehmensmitgliedern zusammen. Die nationalen Mitglieder (sogenannte „Mitgliedsorganisationen“) werden in der Regel durch die jeweiligen nationalen Wissenschaftsakademien vertreten. Einige nationale Mitglieder sind jedoch Universitäten in Staaten, die selbst ebenfalls nationale Mitglieder sind. So ist beispielsweise die Universität Ryūkyū in der Präfektur Okinawa (Japan) ein nationales Mitglied, obwohl auch Japan selbst Mitglied der PSA ist. Einzel- sowie NGO- und Unternehmensmitgliedschaften bilden ebenfalls einen wichtigen Bestandteil der Mitgliedschaft der Organisation.
Der Pacific Science Council ist das Leitungsorgan der PSA. Er setzt sich aus einem oder mehreren Vertretern jeder der PSA angehörenden Organisation zusammen. Zu den nationalen Mitgliedern der PSA zählen derzeit Australien, China–Peking, China–Hongkong, China–Taipeh, Frankreich, Guam, Indonesien, Japan, Korea, Malaysia, Okinawa, die Pazifikinseln (Cookinseln, Fidschi, Kiribati, Marshallinseln, Nauru, Niue, Samoa, Salomonen, Tokelau, Tonga, Tuvalu und Vanuatu), Russland, Singapur, Thailand, die Vereinigten Staaten und Vietnam.
Geografischer Wirkungsbereich
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der geografische Wirkungsbereich der PSA umfasst den „Pazifik“ in einem weit gefassten Sinn. Dazu gehören sämtliche Staaten und Inseln innerhalb des Pazifischen Ozeans sowie an dessen Randgebieten, ebenso wie Länder mit einem starken wissenschaftlichen Interesse an der Region. Diese Definition schließt daher auch zahlreiche asiatische und amerikanische Staaten ein, soweit sich Teile ihres Staatsgebiets in der Pazifikregion befinden. Der Begriff „Pazifikinseln“ hingegen bezeichnet die kleinen Inselstaaten Melanesiens, Mikronesiens und Polynesiens.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Governing Body of the PSA. In: Pacific Science Association. Abgerufen am 4. Juni 2026.