Es handelt sich um Zweizylinder–Heißdampflokomotiven, deren Kessel mit dem der PO-Baureihen 3200 und 5300 identisch war. Auch die Zylinder stimmten mit denen der 3200 überein, der Schornstein mit der 5300. Die vorderen Laufradsätze waren als Bisseldrehgestell ausgebildet. Die Loks waren mit einem verhältnismäßig kurzen Tender gekuppelt und hatten – typisch für PO-Lokomotiven – recht kleine Windleitbleche, die ab 1929 nach Versuchen André Chapelons nachgerüstet wurden. In den Jahren 1947/48 wurden vierzehn Maschinen auf Ölfeuerung umgebaut, um die Brandgefahr in den Kiefernwäldern der Landes de Gascogne zu vermindern.[1]
Die Loks erwiesen sich als zuverlässig und robust, sie zogen Express-, Regional- und Güterzüge. Steigungen von 2,5‰ wurden bei einer Anhängelast von 415t mit 80km/h bewältigt, Rampen von 10‰ bei 390t Last mit 50km/h. Auf Rampen von mehr als 25‰ neigten die Maschinen allerdings zum Schleudern. Einsatzgebiete waren hauptsächlich der Westen und Südwesten Frankreichs, zwischen 1955 und 1966 wurden 25 der Maschinen in den Norden verlegt.
1924/25 verkaufte die PO 21 dieser Lokomotiven an die Compagnie des chemins de fer du Maroc. 41 Loks gingen 1934 an die Chemins de fer de l’État (ETAT), die sie als 230-401 bis 230 441 in ihren Bestand einreihte. Unter der Regie der SNCF erhielten die von der PO übernommenen Lokomotiven die Betriebsnummern 230G 201 bis 264 und 312 bis 370, die 1934 an die ETAT verkauften Maschinen wurden zu den 230K 401 bis 441.
Die letzten ehemaligen PO 4200 wurden 1970 abgestellt. Die Lokomotiven 230 G 352 und 353 (beide bei der Société de construction des Batignolles gebaut) blieben erhalten.