Mitte der 1970er-Jahre wurde ein Ersatz für die Übersetzsysteme PMM Wolna und GSP-55 sowie den Pontonpark PMP angedacht. Ursprünglich hätte dies das 1974 eingeführte Wolna-System, basierend auf einem schweren vierachsigen 8×8-Lastkraftwagen des Typs SIL-135, sein sollen.[1] Das Radchassis erwies sich im Einsatz als problematisch, weshalb sich das sowjetische Militär wieder auf ein kettengetriebenes Fahrgestell konzentrierte. Gerade für breite Wasserhindernisse von bis zu sechs Kilometern sollte das neue System seine Vorteile ausspielen. Bereits in den 1980er-Jahren zeigt das PMM-2-System erhebliche Schwächen, gerade beim Übersetzen der zunehmend schwerer werdenden Kampfpanzer aus sowjetischer Produktion. Die Herstellung der PMM-2 und der verbesserten Version PMM-2M wurde mittlerweile eingestellt.[1][2] In der Volksrepublik China wird die Schwimmschnellbrücke GZM-003 produziert, die auf der Version PMM-2M basiert.[3]
Die PMM-2 wurde auf Basis des kettengetriebenen Schwimmwagens PTS-2 entwickelt. Dabei handelt es sich um eine modifizierte Version des MT-T-Fahrgestells, das diverse Baugruppen des T-64-Panzers verwendet. Im Fahrzustand sind die beiden an Scharnieren befestigten Pontons auf dem Fahrzeug übereinander eingeklappt.[1] Es können mehrere PMM-2 gekoppelt oder einzeln operieren. Der Antrieb im Wasser erfolgt mittels zweier Propeller. Jede PMM-2-Fähre verfügt über klappbare Verladerampen, sodass ein Be- und Entladen von beiden Seiten möglich ist. Beim Motor handelt es sich um einen W-46-5-Vielstoffmotor[1], der mit 38,88 Litern Hubraum eine Leistung von 690PS (507,5 kW) bei 1900 Umdrehungen pro Minute erbringt. Das Führerhaus ist gegen 7,62-mm-Geschosse gepanzert und unbewaffnet.[2]
Bei der verbesserten Version PMM-2M wurde die nominelle Tragfähigkeit der Fähre um 2,5 Tonnen angehoben, um dem steigenden Gewicht der Kampfpanzer der 1970er- und 1980er-Jahre gerecht zu werden. Die Tragfähigkeitreserve der Fähre minimierte sich dadurch um diesen Wert.[1]