Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
| Christian-Albrechts-Universität zu Kiel | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Motto | Pax optima rerum (lat. „Frieden ist das höchste der Güter“) | ||||
| Gründung | 5. Oktober 1665 | ||||
| Trägerschaft | staatlich | ||||
| Ort | Kiel | ||||
| Bundesland | |||||
| Land | |||||
| Präsident | vakant[1] | ||||
| Studierende | 24.925 (WS 2024/25)[2] | ||||
| Mitarbeiter | 3870 (2024) (ohne Klinikum)[2] | ||||
| davon Professoren | 431 (2024)[2] | ||||
| Jahresetat | 223,7 Mio. € (2024)[2] davon Drittmittel: 77,5 Mio. € | ||||
| Netzwerke | Verbund Norddeutscher Universitäten, European University of the Seas (SEA-EU)[3][4][5] | ||||
| Website | www.uni-kiel.de | ||||
| Fakultät | Anzahl der beschäftigten Studierenden |
|---|---|
| Agrar- und Ernährungswissenschaftliche Fakultät | 97 |
| Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät | 305 |
| Theologische Fakultät | 39 |
| Technische Fakultät | 115 |
| Rechtswissenschaftliche Fakultät | 104 |
| Philosophische Fakultät | 395 |
| Medizinische Fakultät | 13 |
| Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät | 128 |
| Zentrale Einrichtungen, Exzellenzcluster, Sonderforschungsbereiche | 107 |
Standorte und Einrichtungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Campus
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Institute der CAU verteilen sich hauptsächlich auf drei Standorte: Der Großteil befindet sich im Bereich des Universitätscampus an der Olshausenstraße bis zur Leibnizstraße im Nordwesten der Stadt. Als zweiter Standort kommt das Universitätsklinikum mit seinem Kieler Campus im Innenstadtbereich im Karree zwischen Brunswiker Straße, Feldstraße, Schwanenweg und Düsternbrooker Weg hinzu. Auf dem Ostufer der Kieler Förde befindet sich schließlich die Technische Fakultät mit dem Kieler Nanolabor.
Zentrale Einrichtungen
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Zu den zentralen Einrichtungen der Universität zählen unter anderem die Universitätsbibliothek, das Rechenzentrum und das Sportzentrum. Weitere zentrale Einrichtungen sind das Digital Science Center, das Graduiertenzentrum, das Postdoc-Zentrum sowie das Institut für Inklusive Bildung. Das Forschungs- und Technologiezentrum Westküste befindet sich in Büsum.[53]
Die Universitätsbibliothek Kiel befindet sich auf dem Campus an der Leibnizstraße und wurde 2001 in einem Neubau eröffnet. Ihr Bestand umfasst Stand 2024 rund 2,5 Millionen gedruckte Bücher und Zeitschriften sowie mehr als 135.000 E-Books und über 33.000 elektronische Fachzeitschriften. Darüber hinaus stellt sie mehr als 600 Datenbanken bereit und verfügt über umfangreiche historische Bestände, darunter über 6.000 Handschriften und Autographen. Neben der Zentralbibliothek bestehen mehrere Institutsbibliotheken. Insgesamt stehen den Nutzern in den Bibliotheksgebäuden mehr als 1.100 Arbeitsplätze zur Verfügung.[54]
Angegliederte Einrichtungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Zur CAU gehören weitere selbstständige Einrichtungen, die gemäß § 35 Hochschulgesetz Schleswig-Holstein die Stellung einer universitären Einrichtung annehmen.[55]
- Institut für Sicherheitspolitik
- Kiel Institut für Weltwirtschaft (IfW)
- Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN)
- ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft
- Lorenz-von-Stein-Institut für Verwaltungswissenschaften
- GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel
- Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH)
- Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf
- Museum für Archäologie Schloss Gottorf
- Museum für Kunst- und Kulturgeschichte Schloss Gottorf
- Wikinger Museum Haithabu
- Freilichtmuseum Molfsee – Landesmuseum für Volkskunde
- Jüdisches Museum Rendsburg
- Eisenkunstguss-Museum Büdelsdorf
- Kloster Cismar
Forschungs- und Studienzentren
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An der CAU sind mehrere zentrale Forschungs- und Studienzentren eingerichtet worden. Hierunter befand sich auch das Ökologie-Zentrum Kiel (ÖZK) mit seinem Haupt-Arbeitsgebiet: integrativen Aufgaben der ökologischen Grundlagenforschung und der angewandten Umweltforschung im marinen und terrestrischen Bereich. Zentrale Abteilungen des Zentrums waren die Ökosystemforschung und 5 weitere Fachabteilungen. Über die Abteilung Küstenökologie bestand eine enge Zusammenarbeit mit dem Forschungs- und Technologiezentrum Westküste. Zum 1. Januar 2010 wurde das ÖZK als gemeinsame Einrichtung aufgelöst und in das Institut für Natur- und Ressourcenschutz sowie das Institut für Ökosystemforschung aufgegliedert.[56]
Weitere Zentren an der CAU sind:
- Deutsch-Norwegisches Studienzentrum (DNSZ)
- Forschungszentrum Integrative Neurowissenschaften (FZIN)
- Hermann Kantorowicz-Institut für juristische Grundlagenforschung (HKI)
- Institut für Sicherheitspolitik (ISPK)
- Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN)
- Lorenz-von-Stein-Institut für Verwaltungswissenschaften
- Walther-Schücking-Institut für internationales Recht (WSI)
- Zentrum für asiatische und afrikanische Studien (ZAAS)
- Zentrum für Biochemie und Molekularbiologie (BiMo)[57]
- Gustav-Radbruch-Netzwerk für Philosophie und Ethik der Umwelt
- Zentrum für Ethik
- Zentrum für Schlüsselqualifikationen (ZfS)
- Zentrum für klinische Anatomie am Anatomischen Institut
- Zentrum für Lehrerbildung (ZfL)
- Zentrum für Molekulare Biowissenschaften (ZMB)
- Zentrum für Nordamerika-Studien (ZNAS)
- Zentrum für Osteuropastudien (ZOS)
- Center for Ocean and Society (CeOS)[58][59]
- Chinazentrum[60]
Studium und Lehre
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Studienangebot
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Universität bietet mehr als 190 Studiengänge in unterschiedlichen Abschlussformen an, darunter Bachelor-, Master- und Staatsexamensstudiengänge sowie Promotionsmöglichkeiten.[61][62] Die Studiengänge sind den acht Fakultäten der Universität zugeordnet.[63]
Die Ausbildung von Lehrkräften erfolgt im Rahmen verschiedener Lehramtsstudiengänge für unterschiedliche Schulformen. In der Lehrkräftebildung arbeitet die Universität unter anderem mit dem Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) zusammen.[64] Auch Einrichtungen wie das Institut für Inklusive Bildung sind in Ausbildung und Qualifizierung von Lehrkräften eingebunden.[65] Zudem beteiligt sich die Universität an der Allianz für Lehrkräftebildung in Schleswig-Holstein.[66]
Darüber hinaus bestehen interdisziplinäre Studienprogramme sowie internationale Studiengänge, darunter mehrere englischsprachige Masterprogramme.[62] Zu den fakultätsübergreifenden Programmen gehören unter anderem die interdisciplinary Master School of Marine Sciences, die Lehrmodule zu meereswissenschaftlichen Themen aus verschiedenen Disziplinen bündelt,[67][44] sowie die Kiel School of Sustainability, in der Masterprogramme und Lehrangebote zur nachhaltigen Entwicklung organisiert sind.[68]
Neben regulären Studiengängen bestehen verschiedene Formen der Studienbeteiligung, darunter ein Juniorstudium für Schüler, Gast-[69] und Zweithörerschaften sowie die Möglichkeit eines Doppelstudiums. Ergänzend können Studierende in einzelnen Bereichen Zertifikatsprogramme absolvieren.[62]
Für die Vermittlung fachübergreifender Kompetenzen bietet das Zentrum für Schlüsselqualifikationen (ZfS) Lehrveranstaltungen und Sprachkurse an.[70]
Stabsstelle Wissenschaftliche Weiterbildung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Stabsstelle Wissenschaftliche Weiterbildung versteht sich als Schnittstelle zwischen den wissenschaftlichen Erkenntnissen aus der Universität und den Anforderungen aus der beruflichen Praxis. Seit 1996 ist die Stabsstelle Wissenschaftliche Weiterbildung der Haupt-Weiterbildungsanbieter der Kieler Universität.[71] Sie bietet Seminare für Fach- und Führungskräfte, das (wissenschaftliche) Hochschulpersonal sowie Studierende und Absolventen an. Dazu gehören kostenpflichtige Master-Weiterbildungsstudiengänge sowie Zertifikatsprogramme und weitere Qualifizierungsangebote.[72] Zu den berufsbegleitenden Studiengängen gehören unter anderem der Masterstudiengang Hospital Management, der sich insbesondere an Ärzte richtet und auf Managementaufgaben im Gesundheitswesen vorbereitet,[73] sowie der Masterstudiengang Schulmanagement und Qualitätsentwicklung, der sich an Lehrkräfte sowie Führungspersonal im Bildungsbereich richtet.[74][75]
Jobmesse
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Für jobsuchende Absolventinnen und Forschende organisiert das Servicezentrum Strategie, Forschung und Transfer der CAU gemeinsam mit der Fachhochschule Kiel die talent transfair,[76] die zweimal im Jahr abwechselnd im Auditorium maximum und in einem Zelt auf dem Vorplatz des Audimax oder auf dem Campus der HAW Kiel stattfindet und den Austausch und das gegenseitige Kennenlernen von potentiellen Arbeitgebern und Arbeitnehmern fördert.
Studierendenvertretung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Interessen der Studierenden werden durch das Studierendenparlament, den Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) sowie die Fachschaften vertreten. Das Studierendenparlament wird jährlich von den Studierenden gewählt und bestimmt unter anderem die Zusammensetzung des AStA, der die Studierendenschaft nach außen vertritt und ihre laufenden Geschäfte führt.[77] In die Gremien der universitären Selbstverwaltung werden ebenfalls studentische Vertreter gewählt.
Forschung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Forschungsschwerpunkte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Forschungsschwerpunkte der Universität Kiel sind Lebenswissenschaften, Meereswissenschaften, Nanowissenschaften und Gesellschaftswissenschaften.[78] Die Universität Kiel ist zurzeit besonders renommiert in den Bereichen Meereswissenschaften, Nanowissenschaften, Entzündungsforschung und der Erforschung der historischen Entwicklung kultureller Räume, insbesondere durch die Archäologien. Auch das der Universität angegliederte Institut für Weltwirtschaft genießt internationales Ansehen. Ähnliches galt für die bis zum 1. Oktober 2011 ebenfalls zur CAU gehörende Katastrophenforschungsstelle, welche inzwischen an die Freien Universität Berlin verlegt wurde.
Zu den zentralen Forschungsfeldern der Universität gehören Meeres- und Geowissenschaften, Medizin- und Lebenswissenschaften, Evolutionsbiologie sowie Nanowissenschaften. Mehrere dieser Bereiche werden in interdisziplinären Forschungsverbünden organisiert.[79] Ein besonderer Schwerpunkt liegt in der Erforschung chronischer Entzündungserkrankungen. Die Forschung wird unter anderem im Rahmen des Exzellenzclusters „Precision Medicine in Chronic Inflammation“ durchgeführt.[79]
Zu den kleineren Forschungsfeldern gehören die Agrar- und Ernährungswissenschaften. Hier befasst sich die Forschung unter anderem mit Fragen der Lebensmittelsicherheit und Qualitätssicherung in der Lebensmittelproduktion. In diesem Zusammenhang wurde Anfang der 2000er Jahre der Forschungsverbund „QUASI“ eingerichtet.[80]
Exzellenzstrategie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Rahmen der Exzellenzinitiative von Bund und Ländern wurde im Oktober 2006 der Exzellenzcluster „Ozean der Zukunft“ bewilligt. Im Oktober 2007 folgten ein weiterer Exzellenzcluster („Entzündungen an Grenzflächen“) sowie die Graduiertenschule „Menschliche Entwicklung in Landschaften“. Mit diesen Förderungen gehörte die Universität zu den erfolgreichsten Hochschulen der ersten Runde der Exzellenzinitiative nach den neun sogenannten „Eliteuniversitäten“.[81] Die beiden Cluster und die Graduiertenschule wurden auch in der zweiten Phase der Exzellenzinitiative ab 2012 weiter gefördert.
Seit 2018 werden im Rahmen der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder die Cluster „Precision Medicine in Chronic Inflammation“ (PMI) und „ROOTS – Social, Environmental, and Cultural Connectivity in Past Societies“ gefördert. Die Förderung beider Cluster wurde 2025 bis 2032 verlängert.[82]
Der Cluster „Precision Medicine in Chronic Inflammation“ (PMI) beschäftigt sich mit den Ursachen, Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten chronischer Entzündungserkrankungen. Zu den untersuchten Krankheitsbildern zählen unter anderem Morbus Crohn, Psoriasis und Diabetes. Am Cluster sind neben der CAU unter anderem die Universität zu Lübeck, das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein sowie weitere Forschungseinrichtungen beteiligt.[82] Der Exzellenzcluster „ROOTS“ untersucht soziale, kulturelle und wirtschaftliche Verflechtungen vergangener Gesellschaften und deren Bedeutung für gegenwärtige Entwicklungen. Die Forschung ist insbesondere in der Archäologie sowie angrenzenden historischen Disziplinen verankert.[82]
Mit der erneuten Bewilligung der Cluster besteht für die Universität erneut die Möglichkeit, sich um den Status einer Exzellenzuniversität zu bewerben. Der Senat der Universität beschloss im Juni 2025 einstimmig, einen entsprechenden Antrag einzureichen.[83] Ende 2025 reichte die Universität beim Wissenschaftsrat daraufhin den Antrag auf Förderung als Exzellenzuniversität ein. Eine Entscheidung über die Vergabe neuer Exzellenzuniversitäten wird für den Zeitraum zwischen September und Oktober 2026 erwartet. Im Falle einer Bewilligung könnte die Universität bis 2033 zusätzliche Fördermittel von bis zu 15 Millionen Euro jährlich erhalten.[84]
Die Universität bezeichnet die Verbindung von Forschung, Lehre und internationaler Zusammenarbeit als Teil ihrer „Unternehmensidentität“. Diese wird unter anderem mit der großen Zahl von Studierenden aus den Ostseeanrainerstaaten sowie mit der interdisziplinären Ausrichtung der Forschungsaktivitäten begründet.[85]
Kooperationen und Verbünde (Auswahl)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Universität beteiligt sich an verschiedenen regionalen, nationalen und internationalen Forschungsverbünden. Seit 1994 beteiligt sich die Universität am Verbund Norddeutscher Universitäten zur Verbesserung von Lehre und Forschung. Darüber hinaus gehört sie zu den Initiatoren der Allianz für Spitzenforschung.SH, einem Zusammenschluss mehrerer Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Schleswig-Holstein, der 2020 gegründet wurde.[86]
Im Bereich der Meeres- und Geowissenschaften kooperiert die Universität unter anderem mit dem GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel. Gemeinsam werden unter anderem Veränderungen der Ozeane, Auswirkungen des Klimawandels auf marine Ökosysteme sowie Fragen der nachhaltigen Nutzung mariner Ressourcen untersucht.[79]
Im Bereich der Evolutionsbiologie beteiligt sich die Universität an der International Max Planck Research School (IMPRS) für Evolutionsbiologie, die gemeinsam mit dem Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie in Plön und dem GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel betrieben wird.[79]
Der Forschungsschwerpunkt Nanowissenschaften und Oberflächenforschung ist im Forschungsverbund Kiel Nano, Surface and Interface Science (KiNSIS) organisiert. In diesem Forschungsverbund arbeiten Wissenschaftler der Universität mit Partnern aus außeruniversitären Einrichtungen wie dem Fraunhofer-Institut für Siliziumtechnologie und dem Helmholtz-Zentrum zusammen.[79]
Im Bereich der Materialwissenschaften kooperiert die Universität im Rahmen eines von der Deutsche Forschungsgemeinschaft geförderten Projekts zu keramischen Formgedächtniswerkstoffen mit der University of Minnesota.[87]
Im Bereich der Medizin besteht eine Kooperation mit dem Wissenschaftsinstitut Tokio, die auf einem seit 2023 bestehenden Abkommen mit der früheren Medizinischen und Zahnmedizinischen Universität Tokio basiert und 2024 erweitert wurde. Die Zusammenarbeit umfasst insbesondere den Austausch von Forschenden sowie gemeinsame Aktivitäten in der Entzündungsmedizin.[88] In der medizinischen Forschung kooperiert die Universität zudem gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Schleswig-Holstein im Projekt „KI-Exchange“ mit der University of California, San Francisco auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz.[89]
Bekannte Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Hochschullehrer in Kiel
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Zu den Lehrstuhlinhabern der Universität Kiel gehörten von 1967 bis 1970 der Physiologe Hans Friedrich Meves (1925–2008), ab 1975 der Humangenetiker Werner Grote (1938–2025) und ab 1976 der Chemiker und Ernährungswissenschaftler Walter Feldheim (1926–2016)[90]
- Anselm von Feuerbach, 1802–1804
- Johann Gustav Droysen, 1840–1851
- Louis Stromeyer, ab 1848
- Wilhelm Griesinger, ab 1849 Direktor der Universitätsklinik Kiel
- Friedrich von Esmarch, 1854–1898
- Theodor Nöldeke, 1864–1872
- Wilhelm Dilthey, 1868–1871
- Ferdinand Tönnies, 1881–1933
- Heinrich Hertz, 1883–1885
- Max Planck, 1885–1889
Akademische Musikdirektoren bzw. Universitätsmusikdirektoren
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Amt des akademischen Musikdirektors der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel wurde zuerst 1818 unentgeltlich an den Kieler Kantor und Nikolaiorganisten Johann Georg Christian Apel verliehen. Die Pflichten, welche mit diesem Amt verbunden waren, erstreckten sich sowohl auf die musikalische Ausgestaltung akademischer Feierlichkeiten als auch auf Unterricht in liturgischem Gesang und Orgelspiel für Studenten des homiletischen Seminars.
Apels Nachfolger Karl Graedener erhielt nach Verhandlungen ein Jahresgehalt von 500 Reichstalern, übte das Amt jedoch nur ein Jahr aus und ging anschließend nach Hamburg.
Die Wiederbesetzung des Postens wurde mehrfach verschoben, da sich kein geeigneter Kandidat fand. So wurden die Bewerbungen des Kieler Gesang- und Klavierlehrers Carl Friedrich Fedor Bellmann, des Nikolaiorganisten Christian Friedrich August Hundertmark sowie des Musikforschers und Bibliothekars Hermann Oesterley von Kuratorium und Konsistorium der Universität abgelehnt. Erst 1878 war mit dem Organisten und Komponisten Hermann Stange wiederum ein geeigneter Musiker gefunden. Stange wurde u. a. mit der Aufgabe betraut, einen studentischen Chor aufzubauen und war – neben der musikalischen Bestückung akademischer Feiern und der Lehrtätigkeit am homiletischen Seminar – dazu verpflichtet, musikhistorische und musiktheoretische Vorlesungen zu halten.
Nach dem Tod Hermann Stanges im Jahre 1914 wurde der Komponist und Dirigent der Kieler VDM-Konzerte sowie des Kieler Gesangvereins Ernst Kunsemüller sein Nachfolger. Kunsemüller konnte das Amt des akademischen Musikdirektors allerdings nur sporadisch ausfüllen, da er bereits 1915 zum Kriegsdienst eingezogen wurde und im Jahr 1918 seinen Kriegsverletzungen erlag. Mit dem Musikwissenschaftler und Dirigenten Fritz Stein folgte ihm ein einflussreicher Musiker nach, der sich ebenfalls im städtischen Musikleben stark engagierte.
Als Stein 1928 zum Ordinarius des von ihm selbst gegründeten Musikwissenschaftlichen Instituts an der CAU Kiel berufen wurde, war das eigentliche Amt eines Akademischen Musikdirektors bereits eingestellt worden. Die vorwiegend musikpraktisch ausgerichteten Aktivitäten sowie Kurse in Musiktheorie und Gehörbildung übernahmen nun Lektoren, unter ihnen (in chronologischer Reihenfolge) Hans Hoffmann, Hans-Joachim Therstappen, Kurt Gudewill und Wilhelm Pfannkuch. Nach 32-jähriger Tätigkeit von Bernhard Emmer hat seit dem Sommersemester 2022 Daniel Kirchmann das Amt des Kieler Universitätsmusikdirektors inne.[91]
| Musikdirektor | Amtszeit | |
|---|---|---|
| Johann Georg Christian Apel | (1775–1841) | (1818–1841) |
| Karl Graedener | (1812–1883) | (1848–1849) |
| Hermann Stange | (1835–1914) | (1878–1913) |
| Ernst Kunsemüller | (1885–1918) | (1914–1918) |
| Fritz Stein | (1879–1961) | (1919–1923) |
Nobelpreisträger
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Zwölf Wissenschaftler, die unterschiedlich lange an der CAU studiert oder geforscht und gelehrt hatten, wurden mit dem Nobelpreis ihrer Disziplin geehrt.
| Laureat | geboren | verstorben | CAU-Periode | CAU-Funktion | Nobelpreis |
|---|---|---|---|---|---|
| Theodor Mommsen | 1817 Garding | 1903 Charlottenburg | 1838–1844 | Jurastudent, Dr. jur. | Literatur – 1902 |
| Philipp Lenard | 1862 Bratislava | 1947 Messelhausen | 1898–1907 | Ordinarius, Physik | Physik –– 1905 |
| Eduard Buchner | 1860 München | 1917 Focsani | 1893–1896 | Privatdozent, Biochemie | Chemie – 1907 |
| Max Planck | 1858 Kiel | 1947 Göttingen | 1885–1889 | a. o. Professor, theoretische Physik | Physik –– 1918 |
| Otto Meyerhof | 1884 Hannover | 1951 Philadelphia | 1912–1924 | Postdoc, a. o. Prof., Physiologie | Medizin ½ 1922 |
| Gerhard Domagk | 1895 Lagow | 1964 Burgberg | 1914–1921 | Studium der Medizin mit Abschluss in Kiel[92] | Medizin 1939 |
| Walter Rudolf Hess | 1881 Frauenfeld, CH | 1973 Muralto, CH | Student der Medizin[93] | Medizin 1949 | |
| Otto Diels | 1876 Hamburg | 1954 Kiel | 1916–1945 | Ordinarius, Organische Chemie | Chemie ½ 1950 |
| Kurt Alder | 1902 Königshütte | 1958 Köln | 1924–1936 | a. o. Prof., Organische Chemie | Chemie ½ 1950 |
| Wassily Leontief | 1905 München | 1999 New York, USA | 1927–1928 | Wissenschaftlicher Assistent, Wirtschaftswissenschaften | Wirtschaftswissenschaften 1973 |
| Wolfgang Paul | 1913 Lorenzkirch | 1993 Bonn | 1937–1942 | Wissenschaftlicher Assistent, Physik | Physik ⅓ 1989 |
| Günter Blobel | 1936 Waltersdorf | 2018 New York, USA | Student der Medizin[94] | Medizin 1999 | |
Sonstiges
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Als unabhängige Hochschulzeitung der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel erscheint in der Regel monatlich während der Vorlesungszeit DER ALBRECHT. Bis Oktober 2022 erschien die "unizeit", die vom Präsidium herausgegeben wurde, alle drei Monate gedruckt als Beilage der Kieler Nachrichten, zudem lieferte sie online aktuelle Berichte und Nachrichten aus der CAU.[95]
Holsteiner Studienpreis
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der renommierteste Studierendenpreis an der CAU ist der Holsteiner Studienpreis, der seit 2001 an die drei besten Studenten der Universität verliehen wird.[96][97] Kriterien sind hierbei neben herausragenden Leistungen im Studium die fachliche Breite des Studiums sowie gesellschaftliches und politisches Engagement.[98] Das Preisgeld beträgt 500 € für die Plätze 2 und 3 und 1000 € für den 1. Platz.[99] Der Studienpreis wird durch den Verein Iuventus Academiae Holsatorum vergeben. Dem Kuratorium gehören Professoren diverser Fakultäten an, der Preis wird durch den Präsidenten oder den Vize-Präsidenten der Universität verliehen.[100]
Fahne
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Studentenverbindungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Oliver Auge (Hrsg.): Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. 350 Jahre Wirken in Stadt, Land und Welt, Neumünster 2015, ISBN 978-3-529-05905-6.
- Christian-Albrechts-Universität (Hrsg.): Christiana Albertina. Forschungen und Berichte aus der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. ISSN 0578-0160.
- Stefan Bichow: Die Universität Kiel in den 1960er Jahren. Ordnungen einer akademischen Institution in der Krise. Frankfurt am Main 2013, Peter Lang Verlag. ISBN 978-3-631-64186-6.
- Christoph Cornelißen, Carsten Mish (Hrsg.): Wissenschaft an der Grenze. Die Universität Kiel im Nationalsozialismus. (= Mitteilungen der Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte, herausgegeben von Jürgen Jensen. Band 86). Klartext Verlag, Essen 2009, ISBN 978-3-8375-0240-4.
- Christoph Cornelißen (Hrsg.)/Arvid von Bassi (Mitarb.)/Birte Meinschien (Mitarb.): Wissenschaft im Aufbruch. Beiträge zur Wiederbegründung der Kieler Universität nach 1945.(= Mitteilungen der Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte, herausgegeben von Jürgen Jensen, Band 88). Klartext Verlag, Essen 2014, ISBN 978-3-8375-1390-5.
- Rainer S. Elkar: Studieren in Kiel. Eine historische Zeitreise von den Anfängen bis zur Gegenwart. (= Sonderveröffentlichungen der Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte, herausgegeben von Jürgen Jensen, Band 77). Husum Druck- und Verlagsgesellschaft, Husum 2015, ISBN 978-3-89876-795-8.
- Astrid Hansen und Nils Meyer: Universität als Denkmal. Der Campus der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Geschichte – Bestand – Zielplanung. Ludwig, Kiel 2010, ISBN 978-3-86935-040-0.
- Manfred Jessen-Klingenberg: Die Christian-Albrechts-Universität in der Zeit der nationalsozialistischen Diktatur. In: Aus der Geschichte lernen? Universität und Land vor und nach 1945. Eine Ringvorlesung der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und des Schleswig-Holsteinischen Landtages im Wintersemester 1994/95. Kiel 1995, S. 7–19. Wieder abgedruckt in: Standpunkte zur neueren Geschichte Schleswig-Holsteins. Malente 1998, ISBN 3-933862-25-4, S. 133–144.
- Karl Jordan (Hrsg.): Geschichte der Christian-Albrechts-Universität Kiel – 1665–1965. In mehreren Bänden. Neumünster, 1965.
- Werner Paravicini (Hrsg.): Begegnungen mit Kiel. Gabe der Christian-Albrechts-Universität zur 750-Jahr-Feier der Stadt. Wachholz Verlag, Neumünster 1992.
- Hans-Werner Prahl (Hrsg.): Uni-Formierung des Geistes. Universität Kiel im Nationalsozialismus. Band 1, Kiel 1995, ISBN 3-89029-967-9, Band 2, Kiel 2007, ISBN 978-3-88312-413-1.
- Henning Ratjen: Geschichte der Universität zu Kiel. Verlag der Schwers’schen Buchhandlung, Kiel u. a., 1870 (Digitalisat der Universitätsbibliothek Kiel).
- Carl Rodenberg, Volquart Pauls: Die Anfänge der Christian-Albrechts-Universität Kiel. Neumünster 1955.
- Gunnar Take: Die Universität Kiel im April 1933. Nationalsozialistische Wissenschaftspolitik „von unten“ und „von oben“. In: Demokratische Geschichte 29, 2018, S. 77–98.
- Gunnar Take: Forschen für den Wirtschaftskrieg. Das Kieler Institut für Weltwirtschaft im Nationalsozialismus. de Gruyter, Berlin 2019, ISBN 978-3-11-065457-8.
- Markus Tauschek: Macht, Politische Kultur, Widerstand. Studentischer Protest an der Universität Kiel. Waxmann Verlag, Münster 2016, ISBN 978-3-8309-3388-5.
- Ralph Uhlig (Hrsg.): Vertriebene Wissenschaftler der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) nach 1933. Zur Geschichte der CAU im Nationalsozialismus. Eine Dokumentation. Bearbeitet von Uta Cornelia Schmatzler und Matthias Wieber. Lang, Frankfurt am Main u. a. 1991, ISBN 3-631-44232-7.
- Friedrich Volbehr und Richard Weyl: Professoren und Dozenten der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel 1665 bis 1915 (5. Oktober); nebst einem Anhang: die Lektoren, Lehrer der Künste und Universitäts-Bibliothekare. Universitäts-Buchhandlung Kiel, 1916 (online und als Datenbank).
- Otto Friedrich Wiegand: Bibliographie zur Geschichte der Christian-Albrechts-Universität Kiel. Zwei Bände. Hirt, Kiel 1964/1981.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Literatur von und über Christian-Albrechts-Universität zu Kiel im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Offizielle Webseiten
- Personal- und Vorlesungsverzeichnis von 1665, dem Gründungsdatum der Universität, bis zum Jahr 2000 in digitalisierter Form auf der Homepage der CAU
- Internetseite des Allgemeinen Studierendenausschusses
- Internetseite des Studierendenparlamentes
- Internetseite der Fachschaftsvertreterkonferenz (FVK)
- Luftbilder der Universität und des Stadtzentrums vor und nach dem Zweiten Weltkrieg
- Ozean der Zukunft – Exzellenzcluster „Ozean der Zukunft“ (8 Fakultäten der CAU und drei Partnerinstitutionen)
- Kieler Gelehrtenverzeichnis (Professorn 1919 bis 1965)
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Präsidentin der Christian-Albrechts-Universität stellt ihr Amt zur Verfügung. 10. Februar 2024, abgerufen am 10. Februar 2024 (deutsch).
- 1 2 3 4 5 6 7 Statistische Eckdaten. In: CAU Kiel. Abgerufen am 7. Oktober 2025.
- ↑ RiffReporter: Europäische Universitäten: EU-Kommission kürt die ersten 17 Netzwerke. Archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 4. Juli 2019; abgerufen am 4. Juli 2019.
- ↑ Europäische Universitäten. Archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 25. September 2020; abgerufen am 18. November 2024.
- ↑ Deutsche Universitäten spielen führende Rolle in europäischer Vernetzung: Erste ‚Europäische Hochschulen' ausgewählt. Abgerufen am 4. Juli 2019.
- ↑ DFG – GSC 208: Integrierte Studien zur menschlichen Entwicklung in Landschaften. Archiviert vom am 22. Februar 2017; abgerufen am 22. Februar 2017.
- ↑ DFG – EXC 80: Ozean der Zukunft. Archiviert vom am 22. Februar 2017; abgerufen am 22. Februar 2017.
- ↑ DFG – EXC 306: Entzündungen an Grenzflächen. Archiviert vom am 22. Februar 2017; abgerufen am 22. Februar 2017.
- ↑ W 2-Professur für Physikalische Ozeanographie (sechs Jahre) mit Tenure Track nach W 2. Abgerufen am 12. November 2025.
- ↑ Raissa Maas: Uni Kiel | „Über 5.500 neue Studierende setzen Anker an Kieler Universität“ … zu Studierenden der Uni Kiel. In: Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, 16. Oktober 2017, abgerufen am 31. Oktober 2017.
- ↑ Raissa Maas: CAU | Über 5.500 neue Studierende setzen Anker an Kieler Universität. In: Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, 16. Oktober 2017, abgerufen am 31. Oktober 2017.
- 1 2 3 Christian-Albrechts-Universität. In: Gesellschaft für Schleswig-Holsteinische Geschichte. Abgerufen am 23. Mai 2024.
- ↑ Die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Von der Landesschule zum internationalen Forschungszentrum. CAU Kiel, abgerufen am 9. Mai 2010.
- ↑ Kiel statt Flensburg – eine gescheiterte Universitätsgründung in der Frühen Neuzeit. Universität Flensburg, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 5. Juli 2013; abgerufen am 18. November 2024.
- ↑ Wintersemester 1665–1666. In: Personal- und Vorlesungsverzeichnis der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. 25. November 1665, urn:nbn:de:gbv:8:1-zs-00000217-v7.
- ↑ Jörg Talanow: Kiel – so wie es war. Band 2. Droste, Düsseldorf 1978, S. 15.
- ↑ Hartwig Beseler, Niels Gutschow: Kriegsschicksale Deutscher Architektur. Band I: Nord. Wachholtz, Neumünster o. J, S. 9 f.
- ↑ Pierer’s Universal-Lexikon, Stichwort Kiel
- ↑ Mit 241 von insgesamt 8219 Studenten (1876); Statistik im Universal-Lexikon der Gegenwart und Vergangenheit, 6. Auflage, Leipzig 1878, Bd. 14, S. 661.
- ↑ Vgl. Michael Grüttner: Studenten im Dritten Reich. S. 21, Verlag Ferdinand Schöningh, Paderborn 1995, ISBN 3-506-77492-1.
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- ↑ Dokumentation der Zeit des Nationalsozialismus auf der Homepage der Universität
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- ↑ Semesterbericht des Corps Palaiomarchia-Masovia.
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Koordinaten: 54° 20′ 20″ N, 10° 7′ 21″ O













