Otto Flake
Otto Flake (* 29. Oktober 1880 in Metz, Deutsches Reich; † 10. November 1963 in Baden-Baden) war ein deutscher Schriftsteller. Flake gehörte neben Carl Einstein, Robert Müller und Robert Musil zu den wichtigsten expressionistischen Vertretern einer reflektiven Prosa, die Narration und Reflexion ineinandersetzten. Obzwar er nach 1945 zu Lebzeiten eine Wiederentdeckung erfuhr, ist er heute weitgehend vergessen. Zu den wichtigsten Dokumenten der Unterströmung des modernen Romans gehören der Großstadtroman Die Stadt des Hirns aus dem Jahre 1919 und Ja und Nein von 1920 mit ihrem Helden Lauda.
Leben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Herkunft und Kindheit
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Die väterlichen Vorfahren von Otto Flake stammten aus der Gegend von Hannover, sein Großvater wurde nach der Eroberung von Elsass/Lothringen 1870 als Polizeikommissar nach Straßburg versetzt. Der Vater (* 1851) war Justizbeamter in der mittleren Laufbahn und zum Zeitpunkt der Geburt seines Sohnes in der Verwaltung des Gefängnisses in Colmar beschäftigt. Die Mutter (* 1857 in der Pfalz) stammte aus ländlichen bildungsbürgerlichen Verhältnissen.[1] Der frühzeitige Tod des Vaters (1890) ließ die Familie in schwierigen finanziellen Verhältnissen zurück, zumal die Mutter sechs Monate nach dem Tod des Gatten noch ein zweites Kind, die Tochter Hedwig zur Welt brachte.[2] In den folgenden Jahren bestritt die Mutter den Unterhalt vor allem durch Vermietung eigener Wohnräume. Flake trug schon als Schüler und später als Student durch Nachhilfeunterricht zum Unterhalt bei.[3]
Vor 1914
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Nach dem Abitur (1900) zog die Mutter mit den beiden Kindern nach Straßburg, wo Flake Germanistik, Philosophie und Kunstgeschichte studierte. Dort lernte er René Schickele kennen, gab mit der Künstlergruppe Das Jüngste Elsaß (auch Der Stürmerkreis) neun Ausgaben der Zeitschrift Stürmer heraus und begann, für Zeitungen zu schreiben. In diese Zeit fallen auch erste Versuche literarischer Erzählungen, die unveröffentlicht bleiben. Eine geplante Doktorarbeit über die Hexameter bei Platen blieb unvollendet.1904 trafen sich beide wieder in München.[4] Dort fasste er den Entschluss, bei Dehio in der Kunstgeschichte zu promovieren, brach das Projekt und damit das Studium auch wegen eines gesundheitlichen Zusammenbruchs ab.[5] und studierte anschließend in Straßburg.
Schon während des Studiums hatte Flake bei verschiedenen Zeitungen und Zeitschriften journalistische Beiträge geliefert, darunter auch dem Leipziger Tageblatt. Dort wurde ihm 1906 eine Stelle als Redakteur angeboten, die er übernahm (Monatsgehalt: 300 Mark). Ein Jahr später war er Leiter des Feuilletons.[6] Danach aber gab es Zerwürfnisse mit Herausgeber und Inhabern unter anderem wegen einer satirischen Darstellung der Verhältnisse am Schauspielhaus Leipzig. Er legte die Redaktion nieder, blieb aber als freier Mitarbeiter tätig und begann seine Karriere als freier Schriftsteller vor allem mit Reisebüchern.[7]
1909 vereinbarte er mit René Schickele einen gemeinsamen Arbeitsaufenthalt in Paris, wo beide gemeinsam mit ihren Ehefrauen ein Haus bezogen.[8] 1912 erschien sein erster Roman Schritt für Schritt[9], danach in rascher Folge Romane, Erzählungen und Sachbücher. Von Paris zog er nach Berlin, wo er als regelmäßiger Mitarbeiter der Neuen Rundschau tätig war und später zu den auflagenstärksten Autoren der Weimarer Republik gehörte. In dieser Zeit unternahm er zahlreiche Reisen, über die er in seiner Essaysammlung Das Logbuch berichtet hat (publiziert 1917 bei S. Fischer). Unter anderem traf er in Konstantinopel mit Friedrich Schrader und Max Rudolf Kaufmann zwei ausgewiesene Kenner der osmanischen Kultur.[10]
Erster Weltkrieg
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Während des Ersten Weltkrieges arbeitete Otto Flake in der Zivilverwaltung im besetzten Brüssel. Dort hatte er im Haus von Carl und Thea Sternheim Kontakt mit den ebenfalls dort stationierten Schriftstellern Gottfried Benn, Friedrich Eisenlohr und Carl Einstein, dem Kunsthistoriker Wilhelm Hausenstein, dem Verleger Hans von Wedderkop sowie dem Kunsthändler Alfred Flechtheim[11]. Anfang 1918 war er kurze Zeit für die neu gegründete Deutsche Allgemeine Zeitung in Berlin als Chef des Feuilletons tätig. Stellvertretender Chefredakteur der DAZ war bis 1920 Max Rudolf Kaufmann, den Flake aus Konstantinopel kannte. Gegen Kriegsende ließ Flake sich in Zürich nieder und schloss sich dem Kreis der Dadaisten an.
Weimarer Republik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]1920 legte er eine deutsche Übersetzung des berühmten Romans von Honoré de Balzac, Verlorene Illusionen, vor.[12] Im selben Jahr erkannte er zeitgleich mit Eduard Korrodi Hermann Hesses Urheberschaft des Demian.[13] Seit 1928 lebte er nach seiner Ausweisung aus Südtirol (wo er am Ritten lebte) mit seiner Familie in Baden-Baden, wo er mit Ivo Puhonny bekannt wurde. Dessen Tochter Doris illustrierte Flakes Märchenbuch Der Straßburger Zuckerbeck (1933).
Kurt Tucholsky schrieb über seinen Mitarbeiter an Die Weltbühne:
„Flake, unser bedeutendster Essayist neben Heinrich Mann, ein deutscher Wegbereiter, eine geistige Wohltat […].“[14]
Stefan Zweig stellte fest:
„Ganz fremd ist Flake, ich weiß es, ganz isoliert mit dieser seiner Art in unserer neueren Literatur, aber notwendig, sehr notwendig, denn er beweist den Deutschen, denen Dichtung fast immer eins ist mit Dämmerung, am besten, dass Kunst auch Klugheit sein kann und zwar Klugheit mit Kraft.“

Nationalsozialismus
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Seit seinen ersten Roman (1912) war Otto Flake an den S. Fischer Verlag in Berlin gebunden. 1933 unterschrieb Flake wie 87 weitere deutsche Schriftsteller eine Ergebenheitsadresse an Adolf Hitler, das Gelöbnis treuester Gefolgschaft, worum ihn sein Verleger Samuel Fischer ersucht hatte, um dessen Verlag zu unterstützen (Fischer galt nach den Kategorien der Nazis als Jude). Zudem war Flakes fünfte Ehefrau in der Terminologie der Nazis eine „Halbjüdin“, und er glaubte, auch sie dadurch zu schützen. Für diese Unterschrift wurde er unter anderem von Thomas Mann, Bertolt Brecht und Alfred Döblin scharf kritisiert.
Nach 1935 übernahm der frühere Lektor des S. Fischer Verlages Peter Suhrkamp im Einvernehmen mit Gottfried Bermann Fischer den Verlag (den er nach Kriegsende wie vereinbart auf Gottfried Bermann Fischer zurück übertrug) und veröffentlichte 1939 noch Flakes Werk Große Damen des Barock. Danach kam es zu Spannungen zwischen Suhrkamp und Flake, die sich in die Nachkriegszeit fortsetzten, nicht zuletzt ausgelöst durch die Entscheidung Flakes, nach 1945 auch in anderen Verlagen zu veröffentlichen.[15]
Nach dem Zweiten Weltkrieg
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Nach Kriegsende 1945 wurde Flake von der französischen Besatzungsmacht in den Kulturrat von Baden-Baden berufen, der mit der Durchführung von Ausstellungen und Vorträgen betraut war. Als gebürtiger Lothringer setzte er sich für die Aussöhnung von Deutschen und Franzosen ein. Als Autor wurde er nach 1945 zunächst kaum mehr wahrgenommen und schrieb unter Pseudonym. Nach 1948 sanken Flakes Einkünfte erheblich, sodass er bis zu der Wiederentdeckung seines Werkes durch Rolf Hochhuth zeitweise auf Zuwendungen Dritter angewiesen war. Dazu gehörte auch Bundespräsident Theodor Heuss, den Flake seit der Weimarer Zeit auch aus gemeinsamen Vortragsveranstaltungen kannte. Er überwies ihm seit 1952 jährlich mehrfach eine Ehrengabe i.H.v. 500 DM.[16] 1954 erhielt Otto Flake den Johann-Peter-Hebel-Preis des Landes Baden-Württemberg. Im Jahr 1958 setzte sich der junge Rolf Hochhuth nachdrücklich für den vergessenen Flake ein, worauf bei Bertelsmann mehrere Titel des verarmten und depressiven Autors neu aufgelegt wurden und in 28 Monaten sich rund 1 Million Exemplare verkauften.[17]
Am 10. November 1963 starb Otto Flake in Baden-Baden. Sein Nachlass befindet sich in der Stadtbibliothek Baden-Baden und im Deutschen Literaturarchiv Marbach.[18][19]
Friedrich Sieburg beschreibt Flake als Moralisten mit dem Drang, die menschliche Natur zu bilden, [...] als Prophet, dem man nicht glaubte, Lehrer, dem man nicht folgte.[20] In der DDR wurde Flakes Das Ende der Revolution (1920) auf die Liste der auszusondernden Literatur gesetzt.[21]
Beziehungen zu Frauen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Kurz vor seiner Anstellung in Leipzig hatte er Minna Mai kennengelernt, Tochter einer wohlhabenden jüdischen Frankfurter Kaufmannsfamilie, die gerade ihr Abitur abschloss. Sie heirateten im Mai 1907.[22] Im März 1908 kam der Sohn Thomas zur Welt,[23] 1911 wurde die Ehe geschieden. Minna zog mit Thomas nach Berlin, studierte Medizin, wurde Ärztin (Dr. med.)[24], und näherte sich kommunistischen Positionen.[25] In der NS-Zeit wanderte sie nach den USA aus. Der Sohn verblieb in Deutschland.
1915 verliebte sich Erna Bruhn in ihn, eine Abiturientin aus einer Industriellenfamilie, der auch Bruno Bruhn angehörte.[26] Er war aber liiert mit Antonie, der Schwester einer früheren Geliebten Johanna, die 1914 plötzlich verstorben war.[27] Während seiner Zeit als Militärzensor in Brüssel heiratete er im Mai 1916 Antonie, hielt aber gleichzeitig den Kontakt zu Erna aufrecht, die er unter anderem 1918 in Zürich besuchte, wo er zwischenzeitlich als Korrespondent einer deutschen Zeitung nachrichtendienstlich tätig sein sollte (was er praktisch verweigerte).[28] 1920 wurde die Ehe geschieden.[29] Danach lebte er mit Erna zusammen, traf aber auch danach Antonie hin und wieder. Erna war sehnsüchtig nach einem Kind, das aber – den damaligen Auffassungen in der Gesellschaft entsprechend nicht unehelich geboren werden sollte. Gleichzeitig akzeptierte sie Flakes immer wieder geäußerten Wunsch nach einem freien Zusammenleben. Deshalb vereinbarten beide, zu heiraten, ein Kind zu bekommen und sich dann wieder scheiden zu lassen. Sie heirateten 1920 und im Juli 1921 wurde Erna Mutter der gemeinsamen Tochter Anna Eva Maria.[30] Wie vereinbart ließen sie sich im Verlauf von 1922 scheiden, lebten aber weiter zusammen und fanden danach in Baden-Baden ein gemeinsames Haus, wo sie 1928 wieder heirateten. Seither lebte Otto Flake in Baden-Baden.[31] Am 11. Mai 1929 verstarb sie an einer Herzschwäche, verstärkt durch eine Lungenentzündung.[32]
„Meinen Beziehungen zu Frauen war eigentümlich, dass ich mich dialektisch verhielt, will sagen, sie zwar unterbrach, aber nicht abbrach – wenn die Frauen darauf eingingen. Durch Trennungen zerfiel die Beziehung gewissermaßen in musikalische Sätze, deren jeder eine neue Variation darstellte. Die Ehe mit Antonie dauerte als Freundschaft weiter; die Freundschaft mit Erna legte nahe, auch sie in den ehelichen Satz einzufügen.“
Danach suchte er, auch um das Zusammenleben mit dem Kind zu organisieren, nach einer Hauswirtschafterin und fand Kamilla, die Tochter eines ostelbischen Grundbesitzers, mit der er eine Liaison einging.[34]
1928 fasste er seine Erfahrungen und Überlegungen zu dem Verhältnis zwischen Männern und Frauen in dem Essay Die erotische Freiheit zusammen. Peter Härtling schrieb dazu:
„Er sieht bereits eine Verquickung von Ausbrüchen, erkennt, dass die Unruhe der Frauen nicht ein Phänomen für sich ist, sondern Teil vieler emanzipatorischer Reflexe: „Die Bewusstwerdung der Frau ist eine Parallele zu der Bewusstwerdung des Arbeiters und zu der der außereuropäischen Völker.“ Das könnte soeben geschrieben sein……. Wenn Flake hingegen über die Ehe nachdenkt, über die erotischen Freiheiten, die man einander gewähren solle, über „Sauberkeit“, ist er uns fremd.“
Anfang 1932 traf er auf Marianne, deren Mutter ein Modegeschäft in Baden-Baden betrieb und heiratete sie im gleichen Jahr.[36] Sie kam am 23. Februar 1945 bei einem Luftangriff auf Pforzheim ums Leben.[37]
Die Tochter Eva Maria Seveno starb am 21. Februar 2010 im Alter von 89 Jahren in der Nähe von Lübeck.[38]
Preise und Auszeichnungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]1954 erhielt er den Johann-Peter-Hebel-Preis.[39]
1955 wurde ihm das Große Bundesverdienstkreuz verliehen.[40]
1960 erhielt er den Literaturpreis der Bayerische Akademie der Schönen Künste.[41]
Werke (Auswahl)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Die elsässische Frage als Kulturproblem, in: März. Halbmonatsschrift für deutsche Kultur. 1. Jg. 1907
- Strassburg und das Elsass. Mit acht Vollbildern. 1908
- Rund um die elsässische Frage. 1911
- Der französische Roman und die Novelle. Ihre Geschichte von den Anfängen bis zur Gegenwart. 1912
- Schritt für Schritt. Roman 1912
- Freitagskind. Roman. 1913
- Caramba. Erzählung. Neue Rundschau. Jahrgang 24 von Freie Bühne. 11. Heft, November 1913.
- Die Prophezeiung und andere Novellen.[42] 1915
- Yvonne Müller. In: Die neue Rundschau. S. Fischer, Berlin 1915, S. 574–576 (Digitalisat).
- Horns Ring. S. Fischer, Berlin 1917 (Digitalisat).
- Schritt für Schritt. S. Fischer, Berlin 1917 (Digitalisat).
- Abenteurerin. Im dritten Jahr. Zwei Stücke. S. Fischer, Berlin 1918 (Digitalisat).
- Das Logbuch. S. Fischer, Berlin 1918 (Digitalisat).
- Wandlung. Paul Steegemann, Hannover 1919 (Digitalisat). Neuausgabe in: Neue deutsche Erzähler, 1. (Max Brod u. a.) Paul Franke, Berlin o. J. (1930)
- Die Stadt des Hirns. S. Fischer, Berlin 1919 (Digitalisat).[43]
- Politisierung mehr als je, Essay, in: Das Ziel. Jahrbücher für geistige Politik. Hrsg. Kurt Hiller. Jahrbuch 3, 1. Halbband, 1919
- Das Ende der Revolution 1920 online
- Ulrich von Hutten. Mit 8 Bildbeigaben. 1920
- Republik Deutschland, in: Der Neue Merkur. Monatsschrift für geistiges Leben. Hg. Efraim Frisch u. a. 4. Jg. Heft 8, November 1920
- Nein und Ja. S. Fischer, Berlin 1920 (Digitalisat).
- Die fünf Hefte. 1920[44]; auch als Dinge der Zeit 1921
- Das kleine Logbuch. 1921 online
- Kaiserin Irene. In vier Aufzügen. 1921
- Pandämonium. Eine Philosophie des Identischen. Drei Masken, München 1921 (Digitalisat).
- Die moralische Idee. Eine kritische Untersuchung. Drei Masken, München 1921 (Digitalisat).
- Das neuantike Weltbild. Otto Reichl, Darmstadt 1922 (Digitalisat).
- Die Simona (Auszug aus „Die Stadt des Hirns“). Ullstein, Berlin 1922 (Digitalisat).
- Die Romane um Ruland: Ruland (1922); Eine Kindheit; Der gute Weg; Villa U.S.A. (1926); Freund aller Welt (1928)
- Erzählungen 1923[45]
- Die Unvollendbarkeit der Welt. Eine Chemie Gottes. 1923
- Die Deutschen. 1923
- Die zweite Jugend. Erzählung 1924
- Der gute Weg. Roman 1924
- Zum guten Europäer. Zwölf Chroniken Werrenwags. 1924
- Sommerroman. 1927[46]
- Der Erkennende. Philosophie der Freiwerdung. 1927
- Unsere Zeit. 1927
- Die erotische Freiheit. 1928
- Es ist Zeit … 1929
- Große Damen des Barock. Historische Portraits. 1929
- Marquis de Sade. Mit einem Anhang über Retif de la Bretonne. 1930. (Neuausgabe, mit zwei Nekrologen auf Otto Flake von Rolf Hochhuth: Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1966.)
- Ausfahrt und Einkehr. Erzählungen und Reiseskizzen. 1930
- Christa. Ein Kinderroman. 1931
- Die Geschichte Mariettas. 1931
- Bilanz. Versuch einer geistigen Neuordnung. 1931
- Maria im Dachgarten, und andere Märchen. 1931
- Montijo oder Die Suche nach der Nation. Roman 1931
- Die französische Revolution. 1932
- Hortense oder die Rückkehr nach Baden-Baden. 1933
- Der Strassburger Zuckerbeck und andere Märchen. 1933
- Die Töchter Noras. 1934
- Die junge Monthiver. 1934
- Anselm und Verena. 1935[47]
- Scherzo. 1936
- Sternennächte am Bosporus. 1936
- Schön Bärbel von Ottenheim. 1937
- Türkenlouis. Gemälde einer Zeit. 1937
- Die vier Tage. 1937
- Personen und Persönchen. Roman. 1938
- Straßburg. Geschichte einer deutschen Stadt. 1940[48]
- Der Handelsherr. Roman 1940
- Das Quintett. 1943
- Die Deutschen. 1946
- Nietzsche. Rückblick auf eine Philosophie. 1946
- Versuch über Stendhal. München 1946
- Versuch über Oscar Wilde. München 1946
- Fürst Pückler-Muskau. In: Karussell. Literarische Monatsschrift. 1. Jg. 1946, Heft 5
- Fortunat. (In zwei Bänden: „Berge und Täler bleiben stehen“, „Menschen begegnen sich“) 1946
- Ein Mann von Welt (In zwei Bänden: „Fluctuat nec mergitur“, „Wappen von Paris“) 1947
- Amadeus. 8 Erzählungen. (= Die Erzählungen in zwei Bänden, 1) 1947
- Die Söhne. 7 Erzählungen. (= Die Erzählungen in zwei Bänden, 2) 1947
- Der Reisegefährte. Erzählungen 1947
- Old Man. 1947[49]
- Der Mann im Mond und andere Märchen, 2. Auflage 1947
- Vom Pessimismus. 1947 (unter dem Pseud. Leo F. Kotta)
- Jakob Burckhardt. 1947
- Traktat vom Eros. Essay 1947 (unter dem Pseud. Leo F. Kotta)
- Zuweisungen. Essais und Aufsätze.[50] 1948
- Kinderland. Sieben Märchen. 1948
- Kamilla. 1948
- Als die Städte noch standen. Kleine Prosa. 1949
- Otto Flake zum siebzigsten Geburtstag. 1950[51]
- Traktat vom Intensiven. 1950 (unter dem Pseudonym Leo F. Kotta)
- Die Sanduhr. Roman. 1950[52]
- Kaspar Hauser. Vorgeschichte, Geschichte, Nachgeschichte. Der Tatsachenbericht. 1950
- Die Bücher von Bodensee. 1950
- Die Monthiver Mädchen. 1950[53]
- Schloß Ortenau. 1955[54]
- Der Pianist. Erzählung. 1960
- Finnische Nächte. Die Erzählungen. 1960, Vorwort Friedrich Sieburg
- Es wird Abend. Bericht aus einem langen Leben. Autobiographie 1960
- Über die Frauen. Aphorismen. 1961
- Die Versuchung des Richters. Kurzgeschichte
- Freiheitsbaum und Guillotine. Essays aus sechs Jahrzehnten. Hrsg. Rolf Hochhuth, Peter Härtling, ca. 1969 Klappentext
Übersetzungen, Einleitungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Alexandre Dumas: Die Kameliendame. Roman. Deutsche Übertragung von Otto Flake, 1907
- Alain-René Lesage: Der hinkende Teufel. Roman. Übers. v. G. Fink. Illustriert von Fritz Fischer. Neu hrsg. u. eingel. von Otto Flake. 1910
- Benjamin Constant: Adolf. Aus den Papieren eines Unbekannten. Übersetzt und eingeleitet von Otto Flake. 1910
- Michel de Montaigne, Gesammelte Schriften. Historisch-kritische Ausgabe mit Einleitungen und Anmerkungen unter Zugrundelegung der Übertragung von Johann Joachim Bode, hrsg. von Otto Flake und Wilhelm Weigand. 8 Bände. 1911
- Mirabeau: Mirabeaus Briefe an Sophie aus dem Kerker von Vincennes. Deutsch. Mit einer Einleitung von Otto Flake
- Gédéon Tallemant des Réaux: Geschichten. Deutsch von Otto Flake. Zwei Bände 1913
- Jean de La Bruyère: Charaktere. Neue deutsche Ausgabe. Hrsg. v. Otto Flake.
- Honoré de Balzac: Vetter Pons. Übersetzt von Otto Flake. ca. 1920
- Honoré de Balzac: Verlorene Illusionen. Übersetzt von Otto Flake, ca. 1920
- Denis Diderot: Die Romane und Erzählungen. 3 Bände, 1920. Übertragen von Hans Jacob und Else Hollander. Mit einer Einführung von Otto Flake
- André Suarès: Portraits. Übertragung und Nachwort von Otto Flake. 1922 (online auf archive.org)
- Honoré de Balzac: Pariser Novellen. Übersetzt von Otto Flake. 1923
- Anker Kirkeby: Russisches Tagebuch. Einführung von Otto Flake. 1924
- Arthur de Gobineau: Die Renaissance. Historische Szenen. Deutsch von Otto Flake.
- Heinrich Heine: Gedichte, Prosa, Briefe. Ein Brevier, Ausgewählt und eingeleitet von Otto Flake. 1947
- Stendhal: Rot und Schwarz
Sekundärliteratur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Peter de Mendelssohn: Zu Otto Flakes 100. Geburtstag. (Nachwort in Es wird Abend.) Fischer TB, 1980, S. 609–614
- Ferruccio Delle Cave (Hg): Die Unvollendbarkeit der Welt. Ein Symposium. (über Flake) Edition Rætia, Bozen 1992
- Friedrich Sieburg: Otto Flake und die Deutschen. Nachwort in: Otto Flake: Schloß Ortenau. Sommerroman. Old Man. Drei Romane. S. Fischer, Frankfurt 1974, ISBN 978-3-10-021103-3 S. 777–781
- Michael Farin (Hrsg.): Otto Flake. Annäherungen an einen Eigensinnigen. Baden-Badener Bibliotheksgesellschaft, 1985
- Gerd Stockebrand: Otto Flake und der literarische Expressionismus. Phil. Diss. Würzburg 1988
- Michael Farin, Raoul Schrott (Hrsg.): Otto Flake und Dada: 1918–1921 (= Vergessene Autoren der Moderne; Bd. 56). Universität-Gesamthochschule Siegen, 1993
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Literatur von und über Otto Flake im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Werke von Otto Flake bei Open Library
- Das Otto-Flake-Archiv beim Muße-Literaturmuseum der Stadt Baden-Baden
- Zeitungsartikel über Otto Flake in den Historischen Pressearchiven der ZBW
- Ignaz Wrobel (Pseudonym von Kurt Tucholsky): Otto Flake in: Die Weltbühne, 27. Oktober 1921, Nr. 43, S. 422
- Hebelpreisträger 1954 Otto Flake
- Biografie bei LeoBW
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Otto Flake: Es wird Abend. Sigbert Mohn, Gütersloh 1960, S. 7 ff.
- ↑ Otto Flake: Es wird Abend. Sigbert Mohn, Gütersloh 1960, S. 16.
- ↑ Otto Flake: Es wird Abend. Sigbert Mohn, Gütersloh 1960, S. 16 ff.
- ↑ Otto Flake: Es wird Abend. Sigbert Mohn, Gütersloh 1960, S. 68 ff.,102 ff., 115 ff.
- ↑ Otto Flake: Es wird Abend. Sigbert Mohn, Gütersloh 1960, S. 133.
- ↑ Otto Flake: Es wird Abend. Sigbert Mohn, Gütersloh 1960, S. 137.
- ↑ Otto Flake: Es wird Abend. Sigbert Mohn, Gütersloh 1960, S. 146.
- ↑ Otto Flake: Es wird Abend. Sigbert Mohn, Gütersloh 1960, S. 155 ff.
- ↑ Otto Flake: Es wird Abend. Sigbert Mohn, Gütersloh 1960, S. 176.
- ↑ Otto Flake, 1914, Aus Konstantinopel: Neue Rundschau, 15. Jg., Bd. 2, S. 1666–1687 (Zitat auf S. 1678f.). Max Rudolf Kaufmann erwähnt Flake im Zusammenhang mit seinem Istanbul-Aufenthalt als "jungen Schweizer Journalisten" in seiner Autobiographie "Es wird Abend".
- ↑ Otto Flake: Es wird Abend. Eine Autobiographie. S. 230–231. S.Fischer, Frankfurt 1980
- ↑ vgl. die Übersetzung von Hedwig Lachmann 1909: https://www.worldcat.org/oclc/833675535 https://www.worldcat.org/oclc/833675496
- ↑ eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche
- ↑ Tucholsky-Rezensionen 1921/22 über: Das Ende der Revolution und Das kleine Logbuch
- ↑ Peter Härtling: Nachwort. In: Rolf Hochhuth, Peter Härtling (Hrsg.): Otto Flake, Erzählungen. S. Fischer, Frankfurt 1973, ISBN 3-10-021101-4, S. 453 ff.
- ↑ Otto Flake: Es wird Abend. Sigbert Mohn, Gütersloh 1960, S. 439, 520, 598,601.
- ↑ Ariane Thomalla: Warum hat man uns von diesem Autor nie erzählt? Deutschlandfunk Kultur, 29. Oktober 2005
- ↑ https://www.dla-marbach.de/find/opac/id/BF00012046/
- ↑ Flake, Otto. In: leo-bw.de. Abgerufen am 1. März 2023.
- ↑ Friedrich Sieburg: Verloren ist kein Wort. Disputationen mit fortgeschrittenen Lesern, Stuttgart 1966, S. ?
- ↑ online
- ↑ Otto Flake: Es wird Abend. Sigbert Mohn, Gütersloh 1960, S. 134, 142.
- ↑ Otto Flake: Es wird Abend. Sigbert Mohn, Gütersloh 1960, S. 146.
- ↑ Otto Flake: Es wird Abend. Sigbert Mohn, Gütersloh 1960, S. 258.
- ↑ Otto Flake: Es wird Abend. Sigbert Mohn, Gütersloh 1960, S. 208.
- ↑ Otto Flake: Es wird Abend. Sigbert Mohn, Gütersloh 1960, S. 230 ff.
- ↑ Otto Flake: Es wird Abend. Sigbert Mohn, Gütersloh 1960, S. 238 ff.
- ↑ Otto Flake: Es wird Abend. Sigbert Mohn, Gütersloh 1960, S. 255, 270.
- ↑ Otto Flake: Es wird Abend. Sigbert Mohn, Gütersloh 1960, S. 290.
- ↑ Otto Flake: Es wird Abend. Sigbert Mohn, Gütersloh 1960, S. 255, 300.
- ↑ Otto Flake: Es wird Abend. Sigbert Mohn, Gütersloh 1960, S. 304, 391.
- ↑ Otto Flake: Es wird Abend. Sigbert Mohn, Gütersloh 1960, S. 400.
- ↑ Otto Flake: Es wird Abend. Sigbert Mohn, Gütersloh 1960, S. 292.
- ↑ Otto Flake: Es wird Abend. Sigbert Mohn, Gütersloh 1960, S. 405 ff.
- ↑ Otto Flake: Die erotische Freiheit. S. Fischer, Frankfurt 1978, ISBN 3-10-021106-5, S. 108–110 (Nachdruck).
- ↑ Otto Flake: Es wird Abend. Sigbert Mohn, Gütersloh 1960, S. 424 ff.
- ↑ Otto Flake: Es wird Abend. Sigbert Mohn, Gütersloh 1960, S. 538.
- ↑ Tochter von Otto Flake starb gestern. In: Goodnews4Baden-Baden vom 22. Februar 2010, abgerufen am 2. Oktober 2016.
- ↑ Verzeichnis der Johann Peter Hebel - Preisträgerinnen und Preisträger. Stadt Hausen im Wiesental, abgerufen am 4. Juni 2026 (Staatlicher Literaturpreis des Landes Baden-Württemberg).
- ↑ Otto Flake, 1880–1963. Germersheimer Übersetzerlexikon, abgerufen am 4. Juni 2026.
- ↑ Otto Flake, 1880–1963. Germersheimer Übersetzerlexikon, abgerufen am 4. Juni 2026.
- ↑ Inhalt: Caramba; Die Prophezeiung; Zwischen den Schlachten; Barmherzigkeit, Lehrgeld, Bruder, Momente
- ↑ ein früher experimenteller Roman; gilt manchen als ein wichtiger expressionistischer Roman der deutschen Literatur. Auszug siehe 1922
- ↑ hier beschreibt Flake sein Verhältnis zu Expressionismus und Dadaismus
- ↑ enthält: Zwischen den Schlachten, Der Gepard, Der Knabe, Bruder, Die Kaiserin, Byk
- ↑ Auszug daraus als Die Scheidung 1929. Wieder im Sammelband, zus. mit "Schloss Ortenau" und "Old Man" bei S. Fischer, 1974, ISBN 978-3-10-021103-3. Kurzes Nachwort Friedrich Sieburg
- ↑ Dieses Buch war der Anlass dafür, dass seine Bücher nicht mehr in reichsweite Bibliotheken aufgenommen werden durften. Es war zwar nicht verboten, doch wurde Flake jetzt weitgehend totgeschwiegen
- ↑ Dem Titel nach eine Unterstützung der deutschen Eroberung des Elsass. Titeleien stammen nicht notwendig vom Autor eines Buches
- ↑ auch im Sammelband von 3 Romanen, siehe Sommerroman
- ↑ über Jacob Burckhardt, Pückler-Muskau, Henri Beyle, Iwan Turgenjew, Heinrich Heine, Friedrich Nietzsche; jeweilige Einzelausgaben siehe vorherige Jahre
- ↑ Aufsatz über Flake von Willi Drost; zwei Beiträge von Flake. Bibliographie
- ↑ Spätere Aufl. im Bertelsmann Lesering o. J. mit zusätzl. Nachwort S. 475–478 über den Roman-Anlass
- ↑ häufige Auflagen, einige mit Nachwort des Verf., Meine badischen Romane, dieses in drei Versionen (1936, 1947, 1959); zum Beispiel in: Bertelsmann Lesering 1959 und o. J. (1975)
- ↑ siehe die Anm. zu "Sommerroman", Sammelband
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Flake, Otto |
| ALTERNATIVNAMEN | Kotta, Leo F. (Pseudonym) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Schriftsteller |
| GEBURTSDATUM | 29. Oktober 1880 |
| GEBURTSORT | Metz, seinerzeit zum Deutschen Reich gehörend |
| STERBEDATUM | 10. November 1963 |
| STERBEORT | Baden-Baden |