Oracle (Album)
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| Studioalbum von Gary Peacock / Ralph Towner | ||||
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Veröffent- |
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Aufnahme |
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Format(e) |
LP, CD, Download | |||
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Titel (Anzahl) |
9 | |||
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49:51 | ||||
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Besetzung |
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Studio(s) |
Rainbow Studio, Oslo | |||
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Oracle ist ein Musikalbum von Gary Peacock und Ralph Towner. Die im Mai 1993 im Rainbow Studio, Oslo, entstandenen Aufnahmen erschienen im Januar 1994 auf ECM Records.
Hintergrund
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Album Oracle von Gary Peacock und Ralph Towner dokumentiert das erste Zusammentreffen dieser beiden Musiker, das vom Tontechniker Jan Erik Kongshaug festgehalten wurde. Towner spielt sowohl klassische Gitarre als auch die zwölfsaitige Gitarre. Mit dem ECM-Album A Closer View (1998) setzten Peacock und Towner ihre Zusammenarbeit fort.
Titelliste
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Gary Peacock / Ralph Towner: Oracle (ECM Records ECM 1490, ECM Records 521 350-2)[1]
- Gaya 5:45
- Flutter Step 5:45
- Empty Carrousel 5:48
- Hat and Cane (Ralph Towner) 5:12
- Inside Inside 5:55
- St. Helens 1:52
- Oracle (Gary Peacock/Ralph Towner) 7:20
- Burly Hello 5:53
- Tramonto (Ralph Towner) 6:21
Wenn nicht anders vermerkt, stammen die Kompositionen von Gary Peacock.
Rezeption
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Scott Yanow verlieh dem Album in Allmusic vier Sterne und schrieb, diese Duette von Bassist Gary Peacock und Gitarrist Ralph Towner würden das erfüllen, was man von einem ECM-Album erwarten kann; sie nutzen den musikalischen Raum gekonnt und hätten ihre ruhigen Momente. Doch überraschenderweise entfalte sich zwischen den beiden Musikern ein mitreißendes Zusammenspiel. Obwohl sie durchgehend leise spielen, würden die Eigenkompositionen einige recht leidenschaftliche Grooves und mehr Energie bieten, als man vermute.[2]
Angesichts der Virtuosität, die Bassist Gary Peacock und Gitarrist Ralph Towner an den Tag legten, könnte man von diesem Duo eine lebhafte Aufführung erwarten, meinte Tyran Grillo in seiner Besprechung des Albums. Obwohl dies im Kern sicherlich auch der Fall sei, resultiere insgesamt aber ein zurückhaltendes Album. Die Improvisationen seien kraftvoll und doch zart und zeichneten sich durch eine deutliche Patina an den Rändern aus. Grillo fand das Spiel der beiden Musiker dabei „zukunftsorientiert und weltgewandt“. Die Interpreten brächten die Sorgfalt eines Kartographen in Stücke wie „Gaya“ und „Inside Inside“ ein. Programmatische Energien strömten aus „Flutter Step“ und „Burly Hello“, die beide so klängen, als würden sie hinter den Händen versteckt einem geheimen Vergnügen ins Ohr flüstern, während sich die Wendungen von „Empty Carrousel“ zu einem verschwommenen Bild auflösten, das selbst während seiner Entfaltung unscharf bleibt. „Hat and Cane“ schenke eine unbeschwerte Atempause, dessen sprudelnde Licks die Postkarte von „St. Helens“ in das Titelstück überführten. Was als ruhige Atemübung beginne, verwandele sich in die intensivsten Verbindungen des Albums. Das abschließende „Tramonto“ präsentiere das Duo in seiner emotionalen Höchstform.[3]
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Gary Peacock / Ralph Towner – Oracle. In: Discogs. Abgerufen am 20. Januar 2026 (englisch).
- ↑ Besprechung des Albums von Scott Yanow bei AllMusic (englisch). Abgerufen am 20. Januar 2026.
- ↑ Tyran Grillo: Gary Peacock/Ralph Towner: Oracle (ECM 1490). In: Between Sound and Space: ECM Records and Beyond. 15. Juni 2012, abgerufen am 20. Januar 2026.