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Open interest

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Open Interest (deutsch etwa: „offenes Interesse“ oder „offene Kontrakte“) bezeichnet in der Finanzwirtschaft die Gesamtzahl aller noch offenen Terminkontrakt- oder Optionspositionen an einem bestimmten Handelstag.[1] Es handelt sich dabei um Kontrakte, die noch nicht durch ein Gegengeschäft geschlossen oder durch Lieferung bzw. Ausübung erfüllt wurden.[2]

Entwicklung des Open Interest

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Das Open Interest verändert sich in Abhängigkeit von der Handelsaktivität:

  • Es steigt, wenn Käufer und Verkäufer jeweils eine neue Position eingehen (z. B. Käufer eröffnet Long-Position, Verkäufer eröffnet Short-Position).
  • Es bleibt unverändert, wenn eine Partei eine neue Position eröffnet und die andere eine bestehende Position schließt.
  • Es sinkt, wenn beide Parteien bestehende Positionen schließen.

Das Open Interest dient als Indikator für die Marktaktivität und Liquidität eines bestimmten Terminkontrakts.[3] Ein steigendes Open Interest bei gleichzeitiger Preisbewegung gilt häufig als Bestätigung des Trends, während ein fallendes Open Interest als Hinweis auf eine nachlassende Marktteilnahme interpretiert wird.

Einzelnachweise

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  1. Open Interest. In: Börsenlexikon – BörsenNEWS.de. Markets Inside Media GmbH, abgerufen am 10. August 2025.
  2. Open Interest Definition. In: Investopedia. Dotdash Meredith, abgerufen am 10. August 2025 (englisch).
  3. Open Interest Explained. In: CME Group. Abgerufen am 10. August 2025 (englisch).