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Omonia

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Lage des Viertels innerhalb des Athener Stadtbezirks
Omonia-Platz 2020
Omonia-Platz 1959

Omonia, auch Omonoia (griechisch Ομόνοια (n. sg.)), ist ein Stadtviertel der griechischen Hauptstadt Athen, welches sich um den gleichnamigen Platz gruppiert. Historisch galt es als das Herz der Stadt, hat jedoch in den letzten Jahren einen deutlichen städtebaulichen Niedergang erlebt.

Der Platz stellte das erste städtebauliche Projekt innerhalb des Athener Stadtgebiets dar, das von König Otto I. im Jahr 1846 angestrebt wurde. Die Planungen zur Anlage des Platzes stammen von den Architekten Stamatis Kleanthis und Eduard Schaubert. Ursprünglich war der Platz als Palastplatz (Πλατεία Ανακτόρων Platía Anaktóron) bekannt, bevor er zunächst in Otto-Platz (Πλατεία Όθωνος Platía Óthonos) umbenannt wurde und schließlich im Jahr 1862 seinen heutigen Namen erhielt.[1] Das umliegende Gebiet entwickelte sich rasch. Bereits gegen Ende des 19. Jahrhunderts war die Bebauung rund um den Platz relativ dicht. In unmittelbarer Nähe des Platzes befindet sich in der Straße Agios Konstantinos 22–24 seit 1901 das Nationaltheater, ein von Ernst Ziller entworfener und ausgeführter Bau, der nach einer längeren Renovierung seit 2009 die Hauptbühne des Theaters beherbergt.[2]

Ab dem Ende der 1950er Jahre entstanden hohe Gebäude entlang des Platzes, wodurch sich das Erscheinungsbild der Omonia schrittweise zu seiner heutigen Form wandelte.

Das Viertel war lange Zeit vernachlässigt und galt als Treffpunkt marginalisierter Bevölkerungsgruppen.[3] Es erlebte jedoch eine erneute Belebung sowie wachsendes Investitionsinteresse, das sich insbesondere auf den Hotel- und Handelssektor konzentriert.[4]

Omonia liegt im Zentrums Athens. Zu den angrenzenden Stadtteile gehören Metaxourgio, Exarchia, Akadimia und Psyrri.

Der Stadtteil wird durch die gleichnamige Metrostation der Linien 1 und 2 erschlossen. Zudem verkehren mehrere Buslinien sowie Oberleitungsbusse. Von Omonia gehen die wichtigsten Boulevards und Straßen der Stadt aus, darunter die Straßen Panepistimiou, Stadiou, Agiou Konstantinou, 3is Septemvriou, Pireos und Athinas.

Einzelnachweise

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  1. Athens Omonia auf greeka.com (englisch)
  2. Εθνικό Θέατρο. In: Επισκεφτείτε την Αττική. Abgerufen am 18. Januar 2026 (griechisch).
  3. Flüchtlinge in Bulgarien - Kriminalisierte Immigranten. In: Süddeutsche-Online. 13. Januar 2012.
  4. Omonoia Athens: A Vibrant Neighborhood in the Heart of Greece (englisch)

Koordinaten: 37° 58′ 8″ N, 23° 44′ 47″ O