Maria-Schnee-Kirche mit WegekreuzRückansicht mit Friedhof
Olschowa wurde 1302 erstmals als Olsona urkundlich erwähnt.[1][2]
Nach der Neuorganisation der Provinz Schlesien gehörte die Landgemeinde Olschowa ab 1816 zum Landkreis Groß Strehlitz im Regierungsbezirk Oppeln. 1845 bestanden in Ort ein Vorwerk, ein Kalksteinbruch, ein Weinberg, eine katholische Kirche und 43 Häuser. Im gleichen Jahr zählte Olschowa 374 Einwohner, davon einer evangelisch.[2] 1861 zählte das Dorf 437 Einwohner. 1865 hatte der Ort 11 Bauern-, 14 Gärtner, 6 Häuslerstellen und 10 Einlieger.[3] 1874 wurde der Amtsbezirk Schloß Groß Strehlitz gegründet, welcher die Landgemeinden Adamowitz, Brzezina, Carlsthal, Czarnosin, Dollna, Dziewkowitz, Gonschiorowitz, Grzeboschowitz, Himmelwitz, Laziska, Liebenhain, Mokrolohna, Neudorf, Ollschowa, Petersgrätz, Rosniontau, Schironowitz v. P., Schironowitz v. R., Stephanshain, Sucholohna, Waldhäuser und Wierschleiche und die Gutsbezirke Adamowitz Vorwerk, Annahof Vorwerk, Brzezina Vorwerk, Gollaschütz Vorwerk, Grzeboschowitz Vorwerk, Groß Strehlitz, Schloß, Groß Strehlitz, Stadtwald, Groß Vorwerk, Gruschek Vorwerk, Himmelwitz Vorwerk, Johannishof Vorwerk, Komornicken Vorwerk, Ksionslaß Vorwerk, Neudorf Vorwerk, Reilshof Vorwerk und Wernerau und die Kolonie Adamowitz umfasste.[4]
1910 lebten im Ort 387 Einwohner. Bei der Volksabstimmung am 20. März 1921 stimmten 20 Wahlberechtigte für einen Verbleib bei Deutschland und 105 für Polen. Gleichwohl verblieb Olschowa beim Deutschen Reich. 1925 lebten im Ort 511 Einwohner. Ab 1933 führten die neuen nationalsozialistischen Machthabern groß angelegte Umbenennungen von Ortsnamen slawischen Ursprungs durch. Am 3. Juli 1936 wurde der Ort in Erlenbusch umbenannt. Bis 1945 befand sich der Ort im Landkreis Groß Strehlitz.[5]
1945 kam der bisher deutsche Ort unter polnische Verwaltung, wurde in Olszowa umbenannt und der Woiwodschaft Schlesien angeschlossen. 1950 wurde der Ort Teil der Woiwodschaft Oppeln und 1999 des wiedergegründeten Powiat Strzelecki. Im November 2008 erhielt der Ort zusätzlich den amtlichen deutschen Ortsnamen Olschowa.
Die römisch-katholische Maria-Schnee-Kirche (poln. Kościół Matki Boskiej Śnieżnej) ist eine 1648 erbaute Schrotholzkirche. 1988 und 2007 fanden umfangreiche Renovierungen statt. Am 13. Mai 1954 wurde sie unter Denkmalschutz gestellt.[6]
Der Miniaturpark Olschowa (Park Miniatur Olszowa) präsentiert auf dem ehemaligen Gutshof und Gestüt von Olschowa Miniaturen von Sakralbauten. Der 2,5 Hektar große Park wurde 2014 eröffnet.[7]
12Johann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch-topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preuss. Provinz Schlesien. Breslau 1845, S. 460.